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19.08.2020, 17:18 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Aktion von Amnesty International richtet sich an den Iran

Symbolbild: Larissa Rehbock

Symbolbild: Larissa Rehbock

Nordhorn Narges Mohammadi wurde 2011 wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit im „Zentrum für Menschenrechtsverteidiger“ zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Ihr schlechter Gesundheitszustand, unter anderem hervorgerufen durch Folter und Misshandlungen, führte zu ihrer vorzeitigen Entlassung.

„Doch in einem erneuten unfairen Gerichtsverfahren wurde sie im April 2016 wieder verurteilt, dieses Mal zu insgesamt 16 Jahren Gefängnis, die sich aus zehn Jahren für die ,Gründung einer verbotenen Gruppierung‘, fünf Jahren für ,Konspirative Zusammenkünfte zur Planung von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit‘ und einem Jahr für ,Verbreitung von Propaganda gegen das System‘ zusammensetzten“, heißt es von Amnesty International. Nach den iranischen Leitlinien für Strafurteile muss Narges Mohammadi mindestens zehn Jahre verbüßen.

„Ihre Verurteilung erfolgte ausschließlich wegen ihrer Menschenrechtsarbeit. Als ,Beweise‘ gegen sie verwendete das Gericht unter anderem Interviews, ihre Teilnahme an friedlichen Versammlungen vor Gefängnissen, um Angehörige von Gefangenen im Todestrakt zu unterstützen oder ihre friedlichen Proteste gegen Säureangriffe gegen Frauen. Mittlerweile ist ihr Gesundheitszustand sehr schlecht, sie hat in der Haft einen Schlaganfall erlitten und sie bekommt keine angemessene medizinische Versorgung“, heißt es.

Auf Karten der Amnesty-Gruppe Nordhorn an die Botschaft des Iran wird die bedingungslose Freilassung von Narges Mohammadi gefordert, da sie eine gewaltlose politische Gefangene sei. Außerdem wird gefordert, dass sie vor Folter und Misshandlungen geschützt wird, regelmäßigen Zugang zu Rechtsanwälten, Familie und Freunden und zudem medizinische Versorgung erhält. Amnesty bittet um Absenden dieser Karten. Sie liegen aus in der Stadtbibliothek, in den Weltläden Nordhorn, Schüttorf und Veldhausen, im Bioladen „Kornmühle“ in Bad Bentheim sowie im „Komplex“ in Schüttorf.

Weitere Informationen erteilt Marianne Bakari unter Telefon 05921 33971.

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