28.06.2019, 17:57 Uhr

Abiturjahrgang mit vielfältigen Berufszielen

Nach 13 Schuljahren, von denen die letzten drei gemeinsam an den drei Beruflichen Gymnasien des Landkreises absolviert wurden, haben am Freitagnachmittag 122 Abiturientinnen und Abiturienten in der Alten Weberei ihre Allgemeine Hochschulreife erhalten.

Die Abiturientinnen und Abiturienten an den drei Beruflichen Gymnasien haben gestern in der Alten Weberei ihre Allgemeine Hochschulreife erhalten. Nach den Reden und Grußworten wurden die Abiturzeugnisse ausgehändigt und Ehrungen unter Applaus ausgesprochen. Der musikalische Rahmen wurde von der Abi-Band gestaltet. Der Ehrentag endete mit einem festlichen Ball. Foto: Wohlrab

© Wohlrab, Udo

Die Abiturientinnen und Abiturienten an den drei Beruflichen Gymnasien haben gestern in der Alten Weberei ihre Allgemeine Hochschulreife erhalten. Nach den Reden und Grußworten wurden die Abiturzeugnisse ausgehändigt und Ehrungen unter Applaus ausgesprochen. Der musikalische Rahmen wurde von der Abi-Band gestaltet. Der Ehrentag endete mit einem festlichen Ball. Foto: Wohlrab

Nordhorn Gemeinsam erreichten sie einen Gesamtnotendurchschnitt von 2,69. Von den Schülern wurden 62 am Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten Gesundheit und Pflege, Agrar- und Umwelttechnologie und Sozialpädagogik, 31 am Beruflichen Gymnasium Technik und 29 am Beruflichen Gymnasium Wirtschaft unterrichtet.

Die Abiturprüfungen fanden unter Vorsitz der drei Oberstudiendirektoren Heinrich Marheineke, Holger de Vries und Wolfgang Schönnagel statt. Insgesamt konnten sich 15 Schüler über eine Eins vor dem Komma freuen. Der Jahrgang hat sich für das Motto „KAbitalismus – der Klassenkampf hat ein Ende“ entschieden.

Liest man in der Abiturzeitung, welche Berufsziele die Absolventen haben, erkennt man, wie vielfältig dieser Abiturjahrgang ist. Im Herbst werden viele ein Studium beginnen, z. B. Bauingenieur, Informatik, Lehramt, Medizin, Physik, Psychologie, Soziale Arbeit oder auch Wirtschaftswissenschaften. Duale Studiengänge bei Geldinstituten, in der IT-Branche, bei der Polizei und in der Robotik-Industrie werden aufgenommen. Auch klassische Ausbildungsberufe im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege oder des Bankensektors stehen bei den Abiturienten hoch im Kurs.

Die Entlassungsfeier wurde trotz des Abiturstresses von den Schülern eigenständig organisiert. Die Moderatorinnen Sina Ahrends und Marie Helweg führten charmant durch eine feierliche wie fröhliche Veranstaltung, in der auch nachdenkliche Momente aufkamen. Nach 13 Jahren des Lernens, der Anspannung und Aufregung der letzten Wochen und Monate setzen die Reden und Grußworte einen gelungenen Schlusspunkt unter die Schulzeit.

Oberstudiendirektor Holger de Vries gratulierte im Namen der Schulleitungen der drei Schulen zum Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife. Er dankte allen, die zum Erfolg beigetragen haben: Eltern, Freunde und Lehrkräfte, die nie aufgaben, den Schülern das fachliche und persönliche Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Mit Blick auf das Abi-Motto betonte er, dass nach drei Jahren die Begriffe „Privateigentum an Produktionsmitteln“, „Streben nach Gewinn“, aber auch das „Humankapital“ geläufig sind. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass der Klassen-„Kampf“ zwischen Schülern und Lehrkräften nun beendet sei, auch wenn eigentlich alle für dasselbe Ziel, das Abitur, gekämpft haben. Allerdings verwies er auch darauf, dass das Abi-Motto einen kleinen Haken habe, denn vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung (Friday for Future) und der politischen Lage in Europa sei der politische Klassenkampf für die Zukunft und ein gemeinsames Europa längst nicht beendet. Für den zukünftigen Lebensweg gab er den Abiturienten ein Zitat von Robert Bosch mit auf den Weg: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“

Landrat Friedrich Kethorn ließ es sich nicht nehmen, ein letztes Mal in seiner Amtszeit Grußworte zu übermitteln. Er stellte in seinen Ausführungen einen sachlichen Zusammenhang zwischen den Abiturienten und sich selbst dar: Die Absolventen starten nunmehr in einen neuen Lebensabschnitt und er selbst in einigen Monaten in den Ruhestand. Er drückte seine Hoffnung aus, dass die Absolventen auf möglichst erfolgreichen, wirtschaftlichen Beinen stehen mögen, da aus diesem Kapital seine Ruhestandsbezüge finanziert würden. Mit Blick auf die aktuelle politische Situation appellierte er an die jungen Leute, sich in gesellschaftliche Prozesse engagiert einzubringen und so die Zukunft zu gestalten. Für die Lehrerschaft sprach Herr Meyer-Langenhoff vom Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales allen Schülern Glückwünsche aus. Das Abiturzeugnis bescheinige ihnen nun ihre Reife, wobei er sehr kritisch auf die Situation in der Welt einging, die Orientierung für die jungen Leute nicht einfach sei und die Reife mancher Erwachsener in Frage gestellt werden müsse. In humorvoller Weise ging er auf die erlangten Kompetenzen ein. Es bedürfe in der heutigen Welt mündiger Bürger mit einem starken Rückgrat, um aufrecht vorangehen zu können, so Meyer-Langenhoff. Den Absolventen wünschte er, dass sie sich ihre Illusionen bewahren und ihren Weg in die Zukunft selbstbewusst, kämpferisch und mutig weitergehen.

Die Schülerrede wurde von Nele Kolde gehalten, die sich wie ihre Mitschüler rückblickend im Reifeprozess hin zum Abitur gut begleitet gefühlt hat, sowohl von Eltern, Koordinatoren, Lehrerinnen und Lehrern als auch von Freunden im eigenen Jahrgang. Sie erinnerte an die vielen anstrengenden Nachtschichten für die Referate, das Schreiben langer Lernzettel, aber auch an die schöne Skifahrt sowie die vielen Studienfahrten mit den vielfältigen Erlebnissen.

Abiturienten 2019 an den Beruflichen Gymnasien Wirtschaft, Technik und Gesundheit und Soziales

Folgende Schülerinnen und Schüler haben die Abiturprüfung bestanden:

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Sozialpädagogik

Sina Ahrends (Nordhorn), Lara Althoff (Nordhorn), Maresa Backherms (Wietmarschen), Sophia Bettig (Nordhorn), Elena Birker (Nordhorn), Sarah Bloemendal (1,6, Itterbeck), Sina Brinkmann (Uelsen), Lukes Brünink (Emlichheim), Michelle de Jong (Schüttorf), Laura Joana Dunajski (Nordhorn), Malin Epmann (Halle Hardingen), Mehmet Can Gayir (Nordhorn), Anneke Joy große Brüna (1,9, Esche), Laurine Jordis Helweg (Hoogstede), Marie Annalena Helweg (Ringe), Lorena Hemme (Nordhorn), Saskia Herms (Emlichheim), Anna-Lena Hoegen (Esche), Anja Hoppen (Osterwald), Jana Hornung (Nordhorn), Annelien Huizinga (Bad Bentheim), Liz Jacob (Emlichheim), Laura Jacobs (Itterbeck), Stefanie Jalink (Suddendorf), Annelie Maria Tuulikki Kallio (Bad Bentheim), Julia Klümper (Nordhorn), Loïs Knot (1,5, Ringe), Selina Kolthof (Hoogstede), Michael Litoschenko (Nordhorn), Lisanne Masselink (1,4, Emlichheim), Christina Mast (Nordhorn), André Peters (1,8, Nordhorn), Melissa Pretzer (Nordhorn), Jonas Prinz (Hoogstede), Svenia Pünt (Veldhausen), Annika Rosendorfer (Bad Bentheim), Paula Schröter (Nordhorn), Juna Schütte (Bad Bentheim), Katharina ten Hagen (Nordhorn), Julius Unke (Nordhorn), Siger van der Pol (Bad Bentheim-Gildehaus), Louisa Visscher (Gölenkamp), Jana Wagner (Georgsdorf), Selma Wellendorf (Bad Bentheim), Lena Wendland (Bad Bentheim), Katja Wolterink (1,4, Itterbeck), Lena Woltmann (1,6, Nordhorn).

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Gesundheit/Pflege

Lea Arends (1,9, Emlichheim), Amelie Budzinski (Füchtenfeld), Sophie Dehmer (Gildehaus), Annalena Diekmann (Emlichheim), Celine Kerkhoff (Nordhorn), Charlotta Laurentine Oppel (Emlichheim), Robin Tenfelde (Nordhorn), Justin Wagner (Georgsdorf), Milena Warsen (Neuenhaus), Kim Wintels (Bad Bentheim).

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Agrar- und Umwelttechnik

Jonas Fischer (Veldhausen), Nele Kolde (Emlichheim), Jordy Meier (Uelsen), Andreas Stroot (Engden), Carina Weuste (Hoogstede).

Berufliches Gymnasium Technik

Tizian Albachten (Nordhorn), Melina Baarlink (Laar/Echteler), Tobias Basten (Nordhorn), Fabian Biehl (Emlichheim), Jonas Biehl (Emlichheim), Adam Tomasz Bielawski (Nordhorn), Julian Brinkers (Nordhorn), Chris de Bruin (Wielen), Jan-Malte Brünink (Hoogstede), Leon Brunner (Veldhausen), Nikita Diser (Nordhorn), Nils Duscha (Nordhorn), Jessica Hehmann (Schüttorf), Adrian Horstjann (Bad Bentheim), Max Jacobs (Uelsen), Maurice Johannssen (Nordhorn), Dennis Jost (Uelsen), Christian Klatt (Nordhorn), Alexander Klever (Nordhorn), Andre Mardink (1,9, Wilsum), Danique Nakken (Laar), Benjamin Neubauer (1,9, Uelsen), Hendrik Plescher (Georgsdorf), Marco Schoemaker (Laar), Nicolas Seidel (Nordhorn), Arne Snoeyink (Neuenhaus), Christoph Straten (1,7, Neuenhaus), Jonas Thün (1,8, Hoogstede), Isabel Vinke (Nordhorn), Marco Weinberg (Nordhorn), Omar Younes (Nordhorn).

Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Juri Andreev (Nordhorn), Luca Arens (Emlichheim), Fabian Borgmann (Nordhorn), Lorena Borker (Wietmarschen), Pim Christenhusz (1,7, Bad Bentheim), Natalie Elbert (Nordhorn), Dereck Miguel Ferreira Trindade (Nordhorn), Marvin Gellink (1,8, Getelo), Elvira Grev (Nordhorn), Benjy Havenga (Nordhorn), Justin Heinze (Nordhorn), Tom Hübers (Emlichheim), Gesa Kampert (Laar), Kevin Lamberink (Haftenkamp), Justin Löffler (Nordhorn), Henrik Lübbers (Nordhorn), Lisa Möller (Nordhorn), Evelyn Moor (Nordhorn), Lukas Müller (Nordhorn), Arian Naber (Emlichheim), Laura Elisabeth Oeverink (Emlichheim), Thorben Oster (Nordhorn), Klemens Peuyn (Nordhorn), Jonas Schramm (Nordhorn), Sandra Schulte-Südhoff (Engden), Markus Spykman (Emlichheim), Inciser Suda (Nordhorn), Marcel Thiele (Nordhorn), Henry Völlink (Uelsen).