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04.02.2018, 17:17 Uhr

Ab April wird der Tierpark zum „Weltgarten“

Der Tierpark Nordhorn will 2018 sein Profil als Familienzoo weiter schärfen. Wie Zoodirektor Dr. Nils Kramer berichtet, sollen vor allem die jungen Besucher für Tiere begeistert werden. Zudem gibt es die neue Ausstellung „Weltgarten“.

Ab April wird der Tierpark zum „Weltgarten“

Nach den Alpakas, die im vergangenen Jahr bereits die Südamerikaanlage bezogen haben, folgen nun die Maras. Das Bild entstand bei der Eröffnung der Anlage. Foto: Kersten

gn Nordhorn. In der niedersachsenweit erstmals gezeigten Ausstellung „Weltgarten“ werden unter anderem wichtige Zukunftsthemen wie Welternährung und Klimaschutz angesprochen. Zusammen mit dem Arbeitskreis „Eine Welt Nordhorn“ und dem „Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen“ bereitet der Tierpark diese Ausstellung derzeit intensiv vor. Man habe weitere Partner aus den Bereichen Arten- und Naturschutz, Landwirtschaft und Eine-Welt-Arbeit gewinnen können, heißt es am Heseper Weg.

Die Bauarbeiten beginnen in diesen Tagen, sodass passend zur Eröffnung am 27. April alles vorbereitet sein soll. Auch die Bildungsangebote befinden sich zurzeit in der Ausarbeitung, womit während der Ausstellung für Kindergärten und Schulen ein besonderes inhaltliches Programm geboten werden kann. In Kürze wird den Schulen hierzu entsprechendes Material zugehen.

„Mit dem Weltgarten sprechen wir wichtige Zukunftsthemen an“, findet Zoo-Direktor Nils Kramer. „Der Tierpark soll auch Diskussionsplattform für gesellschaftliche und entwicklungspolitische Themen sein, die uns alle betreffen.“ Mit dem Weltgarten sei das erste große – wenn auch zeitlich begrenzte – Projekt auf dem neuerworbenen Erweiterungsgelände in der Realisierungsphase.

„Der schöne Nebeneffekt ist, dass so für ein Jahr ein echter Höhepunkt auf dem Erweiterungsgelände präsentiert werden kann, während im Hintergrund die Planungen und Abstimmungen für die zukünftige Gestaltung weitergehen“, sagte Kramer. Bevor die neue Fläche zukünftig mit neuen Gehegen bebaut werden kann, müssen erst die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, diesen Prozess bis zum Sommer abzuschließen.

Bereits Ende des Jahres realisiert wurde die neue Südamerikaanlage. Nach den Alpakas sind nun auch die Maras mit ihrem Nachwuchs in der letzten Woche auf die neue Anlage umgezogen. Die frei werdende alte Alpakaanlage wird in der nächsten Zeit modernisiert und umgebaut. Hier soll eine neue und bisher im Tierpark nicht vertretende Tierart gezeigt werden. „Wir wollen hier eine Hirschart präsentieren“, verrät Kramer. „Der Vietnam-Sika-Hirsch ist in freier Wildbahn ausgerottet. Hier können wir aktiv etwas für die Arterhaltung leisten.“

Diese Unterart des Sikahirsches gibt es nur noch in menschlicher Obhut. In Europa wird die Arterhaltung durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gemanagt, aus dem auch die Tiere stammen, die zukünftig im Tierpark zu sehen sind. Ein genauer Zeitpunkt kann noch nicht genannt werden. Man sei mit dem EEP in Austausch, um zu sehen, welche Tiere sich für die neue Nordhorner Gruppe eignen werden.

Größtes „tierisches Projekt“ ist der bevorstehende Neubau der Leopardenanlage. Hier seien die aufwendigen internen Planungen und Abstimmungsprozesse so gut wie abgeschlossen. „Wir planen, in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen“, berichtet der Zoodirektor. „Unser Dank gilt dem Förderverein und den vielen Spendern für das großartige Engagement.“ Durch die Unterstützung des Fördervereins aus der „Leopardenkampagne“ stehen die ersten Mittel für die Realisierung der Pläne bereit.

Seit 2012 hat der Tierpark rund sieben Millionen Euro in neue Gehege, Infrastruktur und vieles mehr investiert. Als wissenschaftlich geführter Zoo, der die Aufgaben Erholung und Freizeit, Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung erfüllt, soll am Heseper Weg mit Blick auf die Zielgruppen Familien und Kinder auch 2018 weiter investiert werden. Mit einem hautnahen Tiererlebnis in entspannter Atmosphäre kann aus Sicht Kramers eine Begeisterung geschaffen werden, die das ganze Leben lang präge und für Tier und Umwelt sensibilisiere: „Wenn die Leute bei uns einen Tag Glück erleben, haben wir unser Ziel erreicht.“

Neben neuen Attraktionen im tiergärtnerischen Bereich soll es 2018 auch neue Angebote im Veranstaltungsprogramm geben. „Wir sind nicht nur ein Tierpark, sondern auch ein ‚Eventzoo‘ im positiven Sinne“, meint Kramer.

Bei der Bildungsarbeit konnte der Zoo mittlerweile die sechste Kooperationsschule begrüßen, die den außerschulischen Lernort Tierpark mit der Zooschule nutzt. Auch die private Nachfrage nach geführten Touren durch den Zoo steigt und die Fachwelt ist gespannt auf die Zooschularbeit: Im März wird hier die nur alle zwei Jahre stattfindende Tagung des Verbandes der Zoopädagogen in Nordhorn abgehalten.

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