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26.02.2020, 19:05 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Erneuter Fall von Rinderherpes in der Grafschaft

Erst vor wenigen Wochen gab es vorsichtige Entwarnung, nun ist ein weiterer Fall des Bovine Herpesvirus (BHV1) bei Rindern in einem weiteren Grafschafter Betrieb aufgetreten.

In der Grafschaft ist bei Rindern das Bovine Herpesvirus festgestellt worden. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

In der Grafschaft ist bei Rindern das Bovine Herpesvirus festgestellt worden. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

Nordhorn Ein weiterer Betrieb in der Niedergrafschaft ist von dem Rinderherpes BHV1 betroffen. Das berichtet der Landkreis am Mittwoch. Bereits Anfang Februar war die Krankheit in zwei Grafschafter Beständen festgestellt worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es aber keinen Zusammenhang mit dem jetzt aufgetretenen Fall.

Die Veterinärabteilung des Landkreises hat den betroffenen Tieren Blutproben entnommen, sie wurden positiv auf das Virus getestet. „Entsprechende Maßnahmen wurden bereits eingeleitet. Dazu zählen die Ermittlung der Kontaktbetriebe und die tierseuchenrechtliche Sperrung. Eine Tötung beziehungsweise Schlachtung der Tiere wird derzeit mit dem Landwirtschaftsministerium in Hannover abgeklärt“, heißt es in der Pressemitteilung.

21 Tiere „sicher positiv“

Im betroffenen Betrieb befinden sich etwa 290 Rinder. 167 davon sind bereits untersucht, 21 sind „sicher positiv“, bei einigen stehen weitere Untersuchungen an. In einem 1-Kilometer Radius befinden sich weitere fünf Betriebe mit rund 1200 Rindern. Hier seien Untersuchungen bereits angeordnet.

Anfang Februar mussten in den beiden betroffenen Beständen in der Grafschaft von insgesamt etwa 370 Rindern 138 geschlachtet und 108 eingeschläfert werden.

Erst vor wenigen Wochen gab es vorsichtige Entwarnung, nun ist ein weiterer Fall des Bovine Herpesvirus (BHV1) bei Rindern in einem weiteren Grafschafter Betrieb aufgetreten.Dazu Kreisveterinär Dr.Hermann Kramer im GN-Interview.

Rinderherpes BHV1

Die Krankheit betreffe nur Rinder und wird in Deutschland – anders als zum Beispiel in den Niederlanden – erst seit einigen Jahren als Tierseuchenfall mit Schlachtung oder gegebenenfalls mit der Tötung der Rinder behandelt. Für den Menschen sei das Virus ungefährlich.

Die Krankheit übertrage sich laut des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Ernährung über einzelne unerkannt infizierte Tiere und verbreitet sich dann im Bestand weiter. Die virusbedingte Krankheit könne zu hohen wirtschaftlichen Verlusten in den Rinderbeständen führen. Erfolgt eine Tötung auf Anordnung können die Tierhalte eine Entschädigung erhalten. 2017 habe es laut Ministerium drei nachgewiesene Fälle in den Landkreisen Emsland, Vechta und Leer gegeben.

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