Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
09.01.2019, 17:25 Uhr

Grafschafter Kunstverein und Rijksmuseum zeigen Ausstellung

Das Reichsmuseum in Enschede und der Kunstverein in Neuenhaus teilen sich eine Ausstellung: Werke von Sarah Grothus sowie von Emmy Bergsma gibt es jeweils an den beiden Orten zu sehen. Die Ausstellung ist Teil des grenzüberschreitenden „Tandem„-Projekts.

Grafschafter Kunstverein und Rijksmuseum zeigen Ausstellung

Heimat ist das vorgegebene Thema, mit dem sich die Künstlerinnen Sarah Grothus und Emmy Bergsma auseinandersetzen. Foto: Emmy Bergsma

Von Norman Mummert

Neuenhaus Seit vergangenem Jahr gibt es ein deutsch-niederländisches Förderprojekt, das Kunst und Kultur in der Grenzregion fördern will. Diese umfasst: Osnabrück, Münsterland, die Provinzen Gelderland, Overijssel – sowie mittendrin die Grafschaft Bentheim. Ab Sonntag, 13. Januar, gibt es in der Grafschaft das erste Kooperationsprojekt zu sehen. Der Kunstverein in Neuenhaus sowie das Reichsmuseum in Enschede zeigen die Doppelausstellung „Lichtung“ der beiden Künstlerinnen Sarah Grothus und Emmy Bergsma.

Das Projekt „Tandem“ gibt bestimmte Jahresthemen vor, an denen sich Künstler, Kunst- und Kulturschaffende orientieren müssen, um in den Genuss einer Unterstützung zu kommen. Für das Jahr 2018 hieß das Thema „Sehnsucht Heimat“.

Entsprechend hierzu haben die beiden Künstlerinnen Grothus und Bergsma Arbeiten geschaffen für zwei sich ergänzende Ausstellungen. Der „erste Teil“ wird von 13. Januar bis 3. Februar im Kunstverein Grafschaft Bentheim gezeigt. Von April bis August ist „Teil zwei“ dann im Reichsmuseum Twente zu sehen. Somit bekommen Besucher an beiden Adressen nicht etwa dieselben Bilder zu sehen, vielmehr sollen sich die ausgewählten Fotoaufnahmen und Gemälde inhaltlich ergänzen.

Ausgangspunkt der beiden Ausstellungen ist eine Gemeinsamkeit beider Künstlerinnen, deren Familien einst aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Familie von Sarah Grothus musste Schlesien verlassen, die Familie von Emmy Bergsma Indonesien. Diesen persönlichen Hintergrund machen die beiden zu ihrem Ausgangspunkt, um künstlerisch den Begriff der „Heimat“ zu hinterfragen. „Bergsma und Grothus unternehmen eine Expedition zu bedeutsamen Orten und historischen Quellen ihrer Familiengeschichten. Die gefundenen Erkenntnisse bringen sie in zwei, sich ergänzenden Ausstellungen zusammen“, heißt es in einer Ankündigung.

Eröffnet wird die Ausstellung in Neuenhaus um 11.30 Uhr. Nach einer Begrüßung durch die künstlerische Leiterin des Kunstvereins, Gudrun Thiessen-Schneider, führen Johan Godschalk als „Tandem“-Projektleiter und Ja Christoph Tonigs (künstlerischer Leiter des Klosters Bentlage in Rheine) in die Gemeinschaftsausstellung ein. Es erscheint zudem eine begleitende Publikation.

Gefördert werden die einzelnen „Tandem“-Projekte durch Finanzmitteln des EU-Programms „Interreg“.

Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.
Nichts verpassen!

Meine GN: Persönliche Homepage

Regelmäßig informiert: Newsletter abonnieren