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24.01.2018, 14:26 Uhr

Ein kleiner „Gold-Stern“ für Borussia Neuenhaus

Borussia Neuenhaus hat im Bundesfinale des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ den vierten Platz erreicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte am Mittwochvormittag in Berlin einen kleinen „Gold-Stern“ an die Vereinsvertreter.

Ein kleiner „Gold-Stern“ für Borussia Neuenhaus

Preisübergabe in Berlin: (von links) DOSB-Präsident Alfons Hörmann, Andreas Kinser (Vorstand der Grafschafter Volksbank), Björn Westenberg (SV Borussia Neuenhaus), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und BVR-Präsidentin Marija Kolak. Foto: privat

gn Berlin/Neuenhaus. „Es war ganz wunderbar, dass wir nach Berlin fahren, die Preisverleihung erleben und sehen durften, was die vielen anderen Vereine an tollen Projekten auf die Beine gestellt haben“, sagte Gerrit-Jan Zwafink am Mittwochmittag in der DZ-Bank am Brandenburger Tor in Berlin. Zum Sprung aufs Treppchen hat es für seinen Verein und das Integrationsprojekt „…und es geht doch!“ im Bundesfinale des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ nicht ganz gereicht. Aber auch mit dem vierten Platz, der an alle 14 übrigen Vereine verliehen wurde, ist der Vorsitzende von Borussia Neuenhaus glücklich.

„Das ist für Borussia toll, für Neuenhaus toll und für die ganze Grafschaft auch“, sagte Björn Westenberg. Er hatte das Vereinsprojekt, bei dem seit mehr als zwei Jahren Flüchtlinge ins Vereinsleben integriert werden, mit seinem Vater Cornelius Westenberg maßgeblich mit angestoßen. Dafür hatte es im vergangenen Jahr den großen „Bronze-Stern“ auf Kreisebene und den großen „Silber-Stern“ auf Landesebene gegeben. Nun gesellt sich ein kleiner „Gold-Stern“ dazu, verbunden mit einer Prämie von 1000 Euro.

Preisverleihung mit Bundespräsident Steinmeier

Beides holten sich Björn Westenberg und Andreas Kinser, Vorstand der Gafschafter Volksbank, am Mittwoch auf der großen Bühne der DZ-Bank von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ab. Ihm zur Seite standen Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist eine Kooperation beider Institutionen. Auf Kreisebene wird er vom Kreissportbund sowie der Grafschafter Volksbank und der Volksbank Niedergrafschaft auf die Beine gestellt – diesmal im zehnten Jahr.

„Das Projekt von Borussia ist absolut lobenswert. Es hat nicht nur eine sportliche Seite, sondern will auch Kultur vermitteln. Es ist beispielhaft auch für andere Vereine“, sagte Bodo Werner, Vorsitzender des Kreissportbunds aus Nordhorn. Mit dem vierten Platz im Bundesfinale, durch das die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein führte, könnten alle Beteiligten „prima leben“. Bodo Werner hofft zudem auf die Strahlkraft der „Stern“, die auch in diesem Jahr Vereine wieder dazu motiviert, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.

Stegemann: Ehrenamt in der Grafschaft tief verwurzelt

Die Neuenhauser waren in zehn Jahren der vierte Grafschafter Verein, der den Sprung ins Bundesfinale geschafft hat. „Für unsere Region ist das eine große Ehre“, sagte Harald Lesch vom Genossenschaftsverband Weser-Ems in Oldenburg. Er erinnerte daran, dass vor allem Vereine das Prinzip der Genossenschaftsbanken, nach dem viele Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen, umsetzen.

„Dass Grafschafter Vereine immer auf den vorderen Plätzen sind, zeigt, dass das Ehrenamt hier stark verwurzelt ist und wir gemeinsam viele Dinge auf den Weg bringen können“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann aus Ringe. Er war ebenfalls zur Preisverleihung gekommen, um den Borussen zu gratulieren. Die Auszeichnung sei auch eine Würdigung für die beiden Volksbanken im Landkreis, die den Wettbewerb seit zehn Jahren begleiten, sagte er.

Auch Vertreter aus Emlichheim und Nordhorn dabei

Die Grafschafter Delegation hatte sich am Dienstag mit dem Zug auf den Weg nach Berlin gemacht. Mit dabei waren auch zwei Vertreter der zweit- und drittplatzierten Vereine des Kreiswettbewerbs, TC Blau-Weiß Emlichheim und aus der Seniorensportabteilung des LC Nordhorn. Die Gruppe kehrt am Mittwochabend zurück in die Grafschaft. Vor zwei Jahren hatte der Grafschafter Kandidat in Berlin bundesweit Schlagzeilen gemacht. Seinerzeit belegte der TSV Georgsdorf mit einem Projekt zur Dorfbelebung einen viel beachteten zweiten Platz.

Der große „Gold-Stern“ ging am Mittwoch in Berlin an „Die GäMSen“ der Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins. Kern des Engagements ist eine Klettergruppe für Menschen mit Behinderungen. Den zweiten Platz belegte der Judo-Club „Kim-Chi“ aus Wiesbaden. Dort werden Kinder fit für den Alltag gemacht. Über den dritten Platz freute sich „Laufen hilft“ aus Leipzig, der einen Frauenlauf mit sozialem Hintergrund ins Leben gerufen hat.

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