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20.04.2020, 11:01 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Christus-Kreuz auf Neuenhauser Friedhof in neuem Glanz

Perspektivwechsel: Der Christus-Corpus am Kreuz des katholischen Friedhofs zeigt nach Renovierungsarbeiten nun in Richtung des Eingangs. Besucher erblicken beim Betreten der Begräbnisstätte also nicht mehr zuerst die Rückseite. Wie kam es dazu?

Freuen sich über die gelungene Umgestaltung: Pastor Hubert Bischof (links) und Friedhofsverwalter Josef Back.Foto: Janke

Freuen sich über die gelungene Umgestaltung: Pastor Hubert Bischof (links) und Friedhofsverwalter Josef Back.Foto: Janke

Neuenhaus Wer den katholischen Friedhof nach den kürzlich durchgeführten Renovierungsarbeiten erstmals wieder betritt, blickt nun zuerst auf das Kreuz mit dem Christus-Corpus. Das war nicht immer so. Denn der Haupteingang des 1865 mit der Einweihung der neugotischen Kirche eröffneten Friedhofs befand sich ursprünglich an der Nordhorner Straße. Das für hiesige Verhältnisse monumentale Kruzifix im Zentrum blickten die Besucher beim Betreten des Friedhofs somit an. So wie es in katholischen Häusern Brauch ist, gegenüber einem Eingang gut sichtbar ein Kreuz aufzuhängen. Pastor Hubert Bischof bringt es auf den Punkt: „Als Erstes guckt man auf das Kreuz.“ Doch im Laufe der Jahrzehnte verlagerte sich der Haupteingang von der Nordhorner Straße an die Finkenstraße, also direkt gegenüber. Schon lange betritt der allgemeine Publikumsverkehr den Friedhof von dieser Seite und blickte somit auf die Rückseite des Kreuzes.

Im vergangenen Jahr wurden die auffälligen Sandsteinpfeiler von der Nordhorner Straße, die dort ursprünglich das Tor einfassten, versetzt. Der neue Eingang bekam damit auch optisch die ihm entsprechende Gewichtung. Außerdem wurde das gesamte Tor erneuert und verschönert. Jetzt ist mit dem „Schachzug“, das Christus-Kreuz umzuhängen, der über die Jahrzehnte beim Betreten verloren gegangene direkte Blickkontakt mit dem sakralen Werk wiederhergestellt worden.

Vorher recht zugewachsen mit einem Kirschlorbeer und einer überstehenden Hecke, kommen jetzt auch die vier vor und neben dem Kruzifix angeordneten historischen Liegesteine neu zur Geltung, unter anderem auch das Grab des Priesters Carl Kerkhoff (gestorben 1894), dem Begründer des Friedhofs. Pastor Carl Kerkhoff ist der damalige Neubau der katholischen Kirche zu verdanken. Dass die vier schräg aufgebahrten Platten nun in entgegengesetzter Richtung des Corpus ausgerichtet sind, stellt einen Kompromiss dar.

Die Neuenhauser Firma Stein und Form führte die Restaurierungsarbeiten durch und hängte die Christus-Figur um, und die Firma Haarmann aus Wietmarschen legte das Beet neu an. Pastor Hubert Bischof und Friedhofsverwalter Josef Back sind mit dem Ergebnis hochzufrieden und haben auch schon viele positive Reaktionen erhalten. Pastor Bischof lobte die Initiative, die im Wesentlichen auf Josef Back zurückging.

Die alte Bepflanzung und die Perspektive vor der Umgestaltung.Foto: Janke

Die alte Bepflanzung und die Perspektive vor der Umgestaltung.Foto: Janke

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