Grafschafter Nachrichten
11.08.2020

Bau des Sportzentrums in Neuenhaus geht voran

Bau des Sportzentrums in Neuenhaus geht voran

Büter Bau hat die Sohle des neuen Sportzentrums in Neuenhaus gegossen und dabei 1,2 Millionen Kilogramm Beton und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl verbaut. Foto: Büter

Neuenhaus Das Bauunternehmen G. Büter errichtet derzeit das neue Sportzentrum in der Samtgemeinde Neuenhaus und hat jetzt die Bodenplatte gegossen – mit einem gigantischen Materialaufwand, wie das Bauunternehmen mitteilt.

Vor kurzem fand der Spatenstich für das neue Sportzentrum in der Samtgemeinde Neuenhaus statt. Das Sportzentrum mit insgesamt fünf Hallenfeldern ist nach Ansicht von Landrat Uwe Fietzek „eines der größten Projekte, die der Landkreis bisher gestemmt hat“. Die neue Kreissporthalle an der Schulstraße wird in Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem Bauunternehmen Büter Bau aus Ringe errichtet. Die Größe der Halle beträgt 65 mal 60 Meter und umfasst ein Drei-Felder- und ein Zwei-Felder-Spielfeld sowie insgesamt 199 Sitzplätze und ein Bewegungs- und ein Theorieraum. Das Sportzentrum soll Ende 2021 eröffnet werden.

Das Investitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro, die von Büter Bau bis zur Übergabe vorfinanziert werden. „Ebenfalls eine Besonderheit ist der sehr ambitionierte Zeitplan: Das Hallenprojekt soll bis zum Ende des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Mit dem Gemeinschaftsprojekt zwischen Landkreis und Kommune wird der Hallenbedarf für den Schulsport ebenso gedeckt wie der Bedarf für den Vereinssport. Eigentümer und Auftraggeber des Sportzentrums ist der Landkreis Grafschaft Bentheim“, sagt Geschäftsführer Gerrit Büter.

Sohle wird gegossen

Anfang August hat das Bauunternehmen nach dem Spatenstich einen weiteren Meilenstein erreicht und die 30 Zentimeter dicke Sohle gegossen. Die Sohle ist eine andere Bezeichnung für die Bodenplatte. Diese stellt den Übergang zwischen Boden und Gebäude dar und schützt als Fundament das Sportzentrum vor Eigenbewegungen des Bodens, die zum Beispiel durch Kälte und Wärme entstehen können. „Die Sohle muss zudem die anfallenden Lasten wie das Eigengewicht des Gebäudes oder das Gewicht von Schnee auf dem Dach optimal auf den Boden übertragen und dort gleichmäßig verteilen. Daher kommt der sachgerechten Ausführung der Sohle eine große Bedeutung zu“, erläutert Mike Ruppelt, ebenfalls Geschäftsführer von Büter Bau. Für den Neubau des interkommunalen Sportzentrums musste Büter Bau auf die sogenannte Pfahlgründung gegen den Auftrieb des Gebäudes bis zur Fertigstellung zurückgreifen. Bei der Pfahlgründung wurden Pfähle in den Baugrund gebohrt. Für das Sportzentrum Neuenhaus wurden 49 Zugpfähle verbaut.

„Erstaunliche Dimensionen“

Laut Gerrit Büter wird beim Gießen der Sohle so viel Material benötigt wie derzeit bei keinem anderen Bauprojekt in der Grafschaft. „Wir verwenden 1200 Kubikmeter Beton, also 1,2 Millionen Liter, und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl. Das sind erstaunliche Dimensionen, die zeigen, welche Ausmaße das Bauprojekt tatsächlich hat. Es geht beim Neubau des Sportzentrums Neuenhaus um eine technisch einwandfreie, zukunftsorientierte Ausführung für umfassende Sicherheit und lange Haltbarkeit.“ Der Keller der Sporthalle wird aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) konstruiert. Das schütze das Sportzentrum zusätzlich vor Witterungseinflüssen und Grundwasser.

Später erhält der Bau eine komplette Dachbegrünung. „Dadurch wird die Dachabdichtung vor klimatischen Einflüssen geschützt und erhält dadurch eine beinahe doppelte Lebensdauer. Ebenso wird das Raumklima verbessert. Durch Verdunstung des gespeicherten Regenwassers kann sich das Raumklima der direkt darunterliegenden Räume im Sommer abkühlen. Durch die Dämmwirkung der Dachbegrünungsschicht kühlen die darunterliegenden Räume im Winter weniger aus“, erläutert Gerrit Büter. Darüber hinaus können Dachbegrünungen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und schaffen einen besonderen Raum für Flora und Fauna. So wurden bereits auf Gründächern mehr als 50 verschiedene Honig- und Wildbienenarten gezählt, und seltene Tier- und Pflanzenarten – beispielsweise Vögel und Schmetterlinge – haben sich angesiedelt. „Diese Konzeption entspricht unserem Ansatz des nachhaltigen Bauens, den wir bei der Sporthalle Neuenhaus einmal mehr umsetzen.“

Bau des Sportzentrums in Neuenhaus geht voran

Büter Bau hat die Sohle des neuen Sportzentrums in Neuenhaus gegossen und dabei 1,2 Millionen Kilogramm Beton und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl verbaut. Foto: Büter

(c) Grafschafter Nachrichten 2017 . Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Grafschafter GmbH Co KG.