15.11.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Junge Familie

Wut ist wichtig, oder!?

authorVon Frauke Schulte-Sutrum

Das kleine graue Wutmonster hat noch zwei Öhrchen bekommen, die wir jeweils mit einer Schnur abgebunden haben. Foto: Schulte-Sutrum

Das kleine graue Wutmonster hat noch zwei Öhrchen bekommen, die wir jeweils mit einer Schnur abgebunden haben. Foto: Schulte-Sutrum

Liebe Eltern,

die eigenen Gefühle zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Manchmal fällt es uns Erwachsenen schon schwer, Wut, Trauer oder Sorge beim Namen zu nennen. Und Kinder müssen die bunte Palette ihrer Gefühle erst einmal kennenlernen. Vor allem Wut ist ein wichtiges Gefühl. Als Mama mag ich es aber oft überhaupt nicht, wenn meine Kinder wütend sind und nicht wissen, wo sie ihre Energie ablassen können. Neulich haben wir ein tolles Buch zum Thema Wut in der Bücherei entdeckt (siehe auch Buchtipp). Im Nachwort schreibt Dr. Alexander Prehn-Kristensen von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Kiel folgenden interessanten Hinweis: „Leider können wir meist nicht gut nachdenken, wenn wir wütend sind. Damit haben vor allem Kinder zu kämpfen. Sie sind hier wirklich im Nachteil: Während die Hirnregionen für Gefühle wie Wut schon früh funktionieren, reifen die Regionen, die die Wut kontrollieren können, erst viel später nach.“

Prehn-Kristensen rät dazu, die Wut als Gefühl zu akzeptieren. Denn Wut bedeute in einer bedrohlichen oder ungerechten Situation, das Selbstvertrauen und die Kraft zu haben, für sich einzustehen. Der Psychologe gibt auch einen konkreten Tipp, wie es uns gelingen kann, mit dem Kind die Wut gut auszuhalten: Die Wut bildlich ernst nehmen, um sie dann zu verabschieden. Im Buch malt der kleine Max beispielsweise seine Wut auf und zerknüllt das Bild dann. Meine Kinder und ich haben wiederum ein Wutkissen gebastelt (siehe auch Basteltipp). Beide Methoden sollen dabei helfen, dass die Wut nicht länger in uns bleibt als nötig.

Zwei Bücher zum Thema Gefühle und Wut

In "Max ist wütend" suchen Max und seine Freunde Möglichkeiten, um mit ihrer Wut umzugehen. Foto: Schulte-Sutrum

In "Max ist wütend" suchen Max und seine Freunde Möglichkeiten, um mit ihrer Wut umzugehen. Foto: Schulte-Sutrum

Wie soll man bloß damit umgehen, wenn man furchtbar wütend ist? Seinem Gegenüber eins überziehen oder mit Bauklötzen werfen? Lieber nicht. Im Buch „Max ist wütend“ werden Max und seine Freunde kreativ, um ihren Ärger auszudrücken und wieder loszuwerden. Hier sind einige ihrer Ideen: die Wut aufmalen, mit dem Fuß ganz fest aufstampfen oder bis zehn zählen.

„Max ist wütend“, Christian Tielmann und Sabine Kraushaar, Carlsen Verlag, 12 Euro, ISBN 9783551519276.

Viele bunte Fische, viele Emotionen

In dem Buch "Heute bin ich" zeigt Mies van Hout verschiedene Gefühle anhand von Fischen. Foto: Schulte-Sutrum

In dem Buch "Heute bin ich" zeigt Mies van Hout verschiedene Gefühle anhand von Fischen. Foto: Schulte-Sutrum

Ein tolles Buch, um Gefühle zu entdecken und zu beschreiben ist „Heute bin ich“ von Mies van Hout. Jeder Fisch der Illustratorin drückt eine andere Emotion aus: einsam, zornig oder glücklich. Es macht einfach Spaß die farbenfrohen Bilder anzuschauen und die Gefühlslagen zu entdecken.

„Heute bin ich“, Mies van Hout, aracari Verlag, 13,90 Euro, ISBN 9783905945300

Dieser Fisch zeigt das Gefühl: erschrocken. Foto: Schulte-Sutrum

Dieser Fisch zeigt das Gefühl: erschrocken. Foto: Schulte-Sutrum

Wutkissen

In diesem Wutmonster steckt ein ehemaliges Stillkissen, das nun als weiche Füllung dient - gut zum Reinboxen oder Gegentreten. Auf die Kissenhülle hat mein Sohn sein persönliches Wutmonster gemalt. Foto: Schulte-Sutrum

In diesem Wutmonster steckt ein ehemaliges Stillkissen, das nun als weiche Füllung dient - gut zum Reinboxen oder Gegentreten. Auf die Kissenhülle hat mein Sohn sein persönliches Wutmonster gemalt. Foto: Schulte-Sutrum

Ein guter Weg, unserem Ärger Luft zu machen, ist bei uns zu Hause das Wutmonster oder auch Wutkissen. Es ist ganz einfach selbst gemacht: Dafür haben wir einfach einen Kissenbezug mit einer Fratze bemalt, hier kann ich die Pintor-Stifte von Pilot empfehlen, und in den Bezug ein ehemaliges weiches Stillkissen gepackt. Man kann auch direkt auf ein Kissen mit passendem Bezug malen. Wenn sich die Wut mal wieder bei einem von uns im Bauch staut, treten wir gegen das Wutkissen und schreien oder boxen hinein. Danach fühlen wir uns wie befreit.

  • Welche Vögel hören nicht? – Die Tauben.
  • Was macht Robin Hood mit gestohlenem Deo? – Er verteilt es unter den Armen.
  • Wenn kleine Affen Äffchen heißen, wie heißen dann kleine Maden? – Mädchen.
  • Wie nennt man einen Bumerang, der nicht zurückkommt? – Ein Stock.

Schon mal mit euren Kindern eine Oper besucht? Im Theater der Obergrafschaft in Schüttorf bietet sich nun eine Möglichkeit. Die Märchenoper "Hänsel und Gretel" wurde als kindgerechtes Familien-Musical bearbeitet. Zu sehen ist es am Sonntag, 26. November, in zwei Aufführungen.

Weitere Ausflugstipps gibt es im GN-Veranstaltungskalender.


Das Vechtekind erkundet den Blankepark in Nordhorn

Von Anja Glöckner
Einen Spielplatz für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern verschiedenen Alters zu finden, ist gar nicht so einfach. Genauso ein Spielplatzkonzept befindet sich im Nordhorner Stadtteil Blanke. Hier wurde Ende 2020 der sogenannte „Blankepark“ eröffnet. Auf einer sehr großen Fläche gibt es allerhand zum Spielen, Toben und Entdecken. Das komplette Areal ist parkähnlich angelegt und in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Im „Blankepark“ kommen sowohl ganz kleine Entdecker als auch große Kinder, die gerne toben, auf ihre Kosten. Überall gibt es zudem schöne Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen.

Für kleinere Kinder gibt es eine große Sandfläche mit kleinem Klettergerüst und angrenzender Matschbahn. Gerade diese ist bei gutem Wetter sehr beliebt, denn wie wir Eltern mit Sicherheit alle wissen, zieht Wasser Kinder magisch an. Da lohnt es sich, eine Ersatzgarnitur Klamotten im Gepäck zu haben oder zumindest eine Buddelhose. Abgerundet wird dieser Bereich mit Schaukelmöglichkeiten. Im hinteren Bereich können die Kinder ein kleines Waldstück erkunden, durch das sich eine Art kleiner Balancier-Parcours schlängelt. In der Mitte des „Blankeparks“ befindet sich eine große Rasenfläche, die zum freien Spielen einlädt, hier sieht man oft Kinder mit Bällen oder Frisbees spielen. Rund um diese Rasenfläche gibt es einen gepflasterten Weg, den man wunderbar zum Laufrad- oder Fahrradfahren nutzen kann. Viele Kinder nutzen die Wege auch zum Inlinerfahren.

Der Balancier-Parcours im Waldbereich des Blankeparks. Foto: Glöckner

Der Balancier-Parcours im Waldbereich des Blankeparks. Foto: Glöckner


Im „Blankepark“ wurde aber auch an die größeren Kinder und Jugendlichen gedacht. Für sie stehen eine sogenannte Calisthenics-Anlage zur Verfügung, auf der die eigenen Kletterkünste gerne unter Beweis gestellt werden. Man kann aber auch Sportübungen mit dem eigenen Körpergewicht machen. Nebenan reihen sich Bodentrampoline ein. Seitlich befindet sich noch ein großes Beachvolleyballfeld. Mit dem Konzept des „Blankeparks“ sind alle Wünsche und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche gedeckt und einem ausgiebigen Toben und Spielen steht nichts mehr im Wege.

An Hundebesitzer wurde auch gedacht, denn hier gibt es einen Hunderundweg, der direkten Zugang zu den angrenzenden Waldflächen hat. Wir selbst haben den „Blankepark“ schon mehrmals zusammen mit Freunden als Treffpunkt für einen ausgiebigen Spielenachmittag genutzt.

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