24.01.2023, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Junge Familie

Welches Hobby soll es sein?

author Von Carolin Ernst

Liebe Eltern,

fast immer freue ich mich, wenn meine Töchter Interesse an Sport, Musik oder anderen Aktivitäten zeigen. Aber manchmal bringt mich die Freude am Ausprobieren auch an meine Grenzen - denn Möglichkeiten gibt es viele, aber die Zeit ist begrenzt. Und gerade zu den Zeiten, in denen ich arbeite, entwickelt es sich zu einem kleinen Kraftakt, alles unter einen Hut zu bringen.

Da bin ich froh, wenn es in Kindergarten oder Schule Angebote oder AGs gibt. Denn zumindest brauche ich mir dann keine Gedanken darum zu machen, ob es in unseren Terminplan passt.

Außerdem achte ich auf „Schnupperangebote“, wie sie manche Vereine oder auch die Musikschule oft veranstalten. So lassen sich ganz unterschiedliche Hobbys wirklich unverbindlich ausprobieren. Und es steht nicht mehr die Frage im Vordergrund, wie ich die Termine auf die Reihe kriege, sondern wieder die Freude an der Neugier und Experimentierfreude meiner Töchter.

Auf den Spuren der Nordhorner Textilgeschichte

Von „Vechtekind“ Anja Glöckner
Auf knapp 6,3 Kilometern haben meine große Tochter und ich uns in Nordhorn auf Spurensuche begeben. Wir sind der Wanderroute „Auf den Spuren der Nordhorner Textilgeschichte“ gefolgt. Zuvor haben wir uns auf der Website des Grafschaft Bentheim Tourismus den Tourenverlauf angesehen und uns die Streckendaten heruntergeladen. Mit der Komoot-App konnten wir uns dann ganz einfach mit dem Handy navigieren lassen.

Startpunkt der Route ist die alte Kornmühle in Nordhorn mit ihrem imposanten Wasserwerk. Foto: Glöckner

Startpunkt der Route ist die alte Kornmühle in Nordhorn mit ihrem imposanten Wasserwerk. Foto: Glöckner

Diese Strecke kann man in vielen Bereichen auch mit dem Fahrrad erkunden, eignet sich aber aufgrund der recht kurzen Distanz auch für einen ausgiebigen Spaziergang. Startpunkt ist die alte Kornmühle in Nordhorn mit ihrem imposanten Wasserwerk. Man kann die Tour aber auch von jedem anderem Ort entlang der Route starten.

Um auf die Grafschafter Spurensuche zu gehen, braucht man nicht zwingend ein Handy mit Navi-App. Man kann diese Wanderung auch analog machen, indem man den roten Hinweistafeln folgt, diese befinden sich überall entlang der Strecke.

 Die Hinweistafeln zeigen den weiteren Weg. Foto: Glöckner

Die Hinweistafeln zeigen den weiteren Weg. Foto: Glöckner

Auf unserem Weg durch die Nordhorner Innenstadt sind wir unter anderem an „kunstwegen“-Objekten vorbeigekommen. Diese haben wir genauer betrachtet, fährt oder läuft man doch sonst im normalen Tagesgeschehen oft ungeachtet an ihnen vorbei. Es lohnt sich auch, mal kurz vom Weg abzuweichen. So haben wir uns noch den „schwarzen Garten“ und dessen Bedeutung angeschaut und auf dem Rückweg eine weitere „kunstwegen“-Station gefunden, die mir bis zu diesen Tag absolut unbekannt war.

Es lohnt sich also auch als waschechte Nordhorner auf Spurensuche durch die eigene Heimatstadt zu gehen und ein wenig von den sonst gewohnten Wegen abzuweichen. Uns beiden hat dieser kleine Ausflug Spaß gemacht und ganz nebenbei haben wir wieder ein kleines bisschen über die Textilgeschichte von Nordhorn erfahren.

>>> hier findet ihr weitere Ausflugstipps vom Vechtekind

  • Zwei Skelette wollen in die Disco. Sagt das eine: „Mist, ich muss noch mal zurück. Ich habe etwas vergessen!“ Nach einer Stunde kommt es ächzend wieder zurück und schleppt seinen Grabstein hinter sich her. „Was soll das denn?“, fragt sein Freund. „Na, für den Fall, dass man an der Tür nach meinem Ausweis fragt.“
  • Zwei Frösche sitzen am Teich. Da fängt es an zu regnen. „Schnell ins Wasser“, sagt der eine Frosch, „sonst werden wir noch nass.“

Gemeinsame Rituale geben Orientierung

Von Heike Wolf, Leiterin der Abteilung Jugendarbeit bei der Stadt Nordhorn

Tag für Tag entdecken Kinder ihre (Um-)Welt und lernen dabei auf spielerische Weise zahlreiche Dinge, die für ihre Entwicklung wichtig sind. Das alles ist spannend und aufregend. Gleichzeitig aber ist es für die Kleinen herausfordernd, die vielen Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten.

Neben verlässlichen und vertrauensvollen Beziehungen zu Eltern, Großeltern oder anderen Bezugspersonen können gemeinsame Rituale helfen, die Kinder dabei zu begleiten. Rituale geben Kindern durch ihren wiederkehrenden Rhythmus und ihre geregelten Abläufe ein Gefühl von Orientierung und Sicherheit und verdeutlichen ihnen gleichzeitig auf liebevolle Weise Regeln und Strukturen.

Bereits nach der Geburt helfen Rituale, wie zum Beispiel ein verlässlicher und liebevoll gestalteter Tagesrhythmus mit Füttern, Wickeln, Spielen und Schlafen, Kindern ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln und so die Bindung zu den Eltern zu stärken. Auch wenn die Kinder älter werden und in den Kindergarten oder die Grundschule gehen, sind Rituale hilfreiche Begleiter im Familienalltag.

Mit gemeinsam gesungenen Handwaschliedern macht zum Beispiel das Thema Hygiene gleich viel mehr Spaß. Liebevolle kleine Elternbotschaften in der Pausenbrotbox zeigen den Kindern „Ich denk’ an dich“ oder „Ich hab’ dich lieb“. Auch gemeinsame Mahlzeiten, die mit einem lustigen Tischspruch begonnen werden oder Abendrituale wie das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte, das mit einer „Mama- oder Papa-Kuschelzeit“ verbunden wird, strukturieren nicht nur den Tagesablauf für Eltern und Kinder, sondern stärken das Wir-Gefühl in der Familie und ermöglichen allen bewusste (Aus-)Zeiten im sonst vielleicht eher stressigen Alltag.

Wenn es darum geht, Alltagsrituale konkret zu gestalten und mit Leben zu füllen, sollten Eltern ihre Kinder altersgerecht einbeziehen. Wichtig ist, dass diese Gewohnheiten zur Familie passen und dass alle Freude daran haben. Bei aller Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit, die Rituale bieten, sollten sie nicht zum Zwang werden und damit das Familienleben einengen oder die individuellen Bedürfnisse der Familienmitglieder außer Acht lassen.

Wird etwa das über viele Jahre beliebte Abendritual auf dem Weg ins Teenie- und Jugendalter irgendwann „uncool“, sollten Eltern den Wunsch ihrer Kinder nach Veränderung und Freiraum respektieren. Gleichzeitig sollten sie mit ihnen überlegen, wie die Familienzeit in Zukunft aussehen könnte.

Gemeinsam solche neuen Rituale zu entwickeln, wie regelmäßige Koch- oder Spieleabende, Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten oder auch gezielte Unternehmungen mit nur einem Elternteil, bietet Eltern und Kindern die Möglichkeit, miteinander über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Gespräch zu bleiben, bei Bedarf Kompromisse auszuhandeln und so zusammen das Familienleben zu gestalten.

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