21.09.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Junge Familie

Wackelzahnpubertät

authorVon Frauke Schulte-Sutrum

Liebe Eltern,

neulich war ich sehr verblüfft, als mein Sohn erstmals rief: „Mama, du bist scheiße!“. Sein Wutausbruch kam für mich etwas überraschend, wir hatten gar keinen Streit. Aber in jüngster Zeit ist er recht unausgeglichen: mal anhänglich, mal komplett auf Abstand, oft wütend oder weint schnell. Wenn er nicht erst fünf Jahre alt wäre, würde ich annehmen, er wäre in der Pubertät. Eine Freundin berichtete mir kürzlich tatsächlich von einer Art Vorpubertät - der Wackelzahnpubertät (siehe auch Buchtipp).

In der Wackelzahnpubertät, die meist Fünf- bis Siebenjährige durchleben, entwickeln sich die Lütten vom Klein- zum Schulkind. Körperliche und psychische Veränderungen verlangen den „Kleinen“ einiges ab. Außerdem steht mit dem letzten Kitajahr, der Einschulung und den ersten Schuljahren eine große Herausforderung an. Kein Wunder, dass die Hormone und Launen da manchmal verrückt spielen. Einen guten Einblick in das Thema und ein schönes Erklärvideo habe ich auf der Seite kita.de gefunden.

Ich hoffe, dass wir möglichst sanft durch diesen Entwicklungsschub kommen und wir unseren Sohn gut begleiten können. Einen bestimmten Pädagogen-Tipp werde ich ab sofort wohl wie ein Mantra vor mir her murmeln: „Durchatmen und Ruhe bewahren, er meint es nicht persönlich.“ - Hmmm, kommt mir irgendwie noch aus der Trotzphase bekannt vor...

Wackeln die Zähne - wackelt die Seele

Von Frauke Schulte-Sutrum

Im Buch "Wackeln die Zähne - wackelt die Seele" geht es um die sogenannte Wackelzahnpubertät zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Foto: Schulte-Sutrum

Im Buch "Wackeln die Zähne - wackelt die Seele" geht es um die sogenannte Wackelzahnpubertät zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Foto: Schulte-Sutrum

Einen passenden Buchtipp zum Thema Wackelzahnpubertät hat mir eine gute Freundin gegeben. Im anthroposophischen Ratgeber „Wackeln die Zähne - wackelt die Seele“ gehen die Waldorfpädagogin Monika Kiel-Hinrichsen und die Zahnärztin Renate Kviske gezielt auf das Thema Zahnwechsel ein und möchten ein tieferes Verständnis dafür bilden, was sich in den Kindern während dieser Entwicklungsphase verändert. Das Buch bietet darüber hinaus Erziehungsratschläge, Spielanleitungen und Hilfestellungen für Eltern.

Wackeln die Zähne - wackelt die Seele, ISBN 978-3-8251-7297-8, Verlag Urachhaus, 17 Euro

  • Tagesschau: Dem Sprecher wird ein Zettel auf den Tisch gelegt. „Soeben erreicht uns noch eine Meldung: Sie haben einen Rest Spinat zwischen den Schneidezähnen...“
  • Kommt ein Skelett zum Zahnarzt. Sagt der Zahnarzt: „Ihre Zähne sind gut, aber Ihr Zahnfleisch macht mir Sorgen ...“
  • Warum musste der Baum zum Zahnarzt gehen? Für eine Wurzelbehandlung.
  • Zahnarzt: Welche Art von Füllung möchten Sie? Patient: Schokolade, bitte.

Unterwegs auf dem Arends-Hof in Laar

Von „Vechtekind“ Anja Glöckner

Auf dem Arends-Hof in Laar in der Niedergrafschaft leben viele, zum Teil vom Aussterben bedrohte, alte Haustierrassen. Hier ist das Zuhause von Schafen, Ziegen, Schweinen, Rindern, Pferden und Eseln. Einen Besuch habe ich vor einigen Wochen zusammen mit meinen Kindern und meiner Freundin und ihren Kindern abgestattet. Es war ein schöner Nachmittag mit allerlei Möglichkeiten zum Erkunden, Spielen und Toben.

Auf dem Arends-Hof in Laar leben viele verschiedene Haustierrassen. Foto: privat

Auf dem Arends-Hof in Laar leben viele verschiedene Haustierrassen. Foto: privat

Der Arends-Hof liegt direkt am Coevorden-Piccardie-Kanal, ganz in der Nähe der Erlebnisstation Laar. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick über den Kanal. Bewaffnet mit einem Futtereimer (ein Euro an der Kasse) haben wir den Rundgang gestartet. Die Tiere erkennen die begehrten Futtereimer schon von Weitem, denn damit in den Händen wurden wir schon zu Beginn unseres Rundganges lautstark von den Schafen und Schweinen begrüßt.

Auf dem Arends-Hof leben viele alte Haustierrassen. Die Lakenfelder Rinder haben etwa im Frühjahr ein kleines Kalb geboren. Die vielen verschiedenen Schweinerassen haben es uns besonders angetan. Neben den bekannten bunten Bentheimer Schweinen verliebten wir uns in die kleinen Ferkel der Duroc-Schweine-Mama. Die kleinen roten Schweinchen haben alle neugierig am Zaun auf ihr Futter gewartet. Aber auch die vielen Schafe und Ziegen waren sehr zutraulich. Die Geflügelgehege sind dagegen im Moment auf Grund der Vogelgrippe leer.

Auf Tuchfühlung mit den Ziegen. Foto: privat

Auf Tuchfühlung mit den Ziegen. Foto: privat

Einige Ziegen wollten sogar richtig mit uns und dem Futtereimer auf Tuchfühlung gehen und standen auf einmal direkt neben uns auf dem Gehweg. Das war für die Kinder ein kleiner Schock, denn die Ziegen waren im Verhältnis recht groß. Der Zaun scheint für einige Ziegen kein Hindernis zu sein, wenn es um das begehrte Tierfutter geht. Nachdem alle Eimer erfolgreich geleert wurden, kehrten die Ziegen aber ganz lieb in ihre Gehege zurück.

Nachdem wir allen Tieren guten Tag gesagt haben, beendeten wir den Rundgang auf dem großen Spielplatz mit vielen Spielgeräten. Hier können die Kinder rutschen, schaukeln, klettern und auf einer kleinen Strecke ein „Bobbycar“-Rennen veranstalten. Direkt neben dem Spielplatz ist der schöne Streichelzoo, indem ebenfalls Ziegen leben. Die kleinen Ziegen haben schon auf ihre Streicheleinheiten gewartet.

Wir Mütter haben dem bunten Treiben von Weitem aus zugeschaut und währenddessen eine Tasse Kaffee und ein Stückchen selbstgebackenen Kuchen genossen. Rund um den Spielplatz gibt es viele schöne Sitzplätze, sowohl unter freiem Himmel, als auch überdacht. Ein kleiner Kiosk mit Getränken und kleinen Leckereien ist ebenfalls vorhanden.

Zu finden ist der Arends-Hof an der Straße Zur Grenze 6 in Laar. Noch bis Ende Oktober hat der Hof täglich außer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder zahlen 2,50 Euro, Erwachsene 5 Euro Eintritt. Weitere Infos: www.arends-hof.net.

Lust, etwas mit der Familie zu unternehmen? Im GN-Veranstaltungskalender gibt es reichlich Tipps.

Um Newsletter auswählen zu können, müssen Sie auf GN-Online angemeldet sein.

Bereits registriert?
Noch nicht registriert?
Newsletter abonnieren

Deine Auswahl kannst du jederzeit ändern. Du erhältst den Newsletter kostenfrei an die E-Mail-Adresse, die du in deinem Benutzerkonto hinterlegt hast.

Mehr GN-Newsletter »

Vorschau
So erreichen Sie uns

Digital
Hilfecenter

Zentrale
Telefon 05921 707-0

Redaktion
Telefon 05921 707-300

Anzeigen
Telefon 05921 707-400

Abo-Service
Telefon 05921 707-500

E-Mail
gn@gn-online.de

Postanschrift
Grafschafter Nachrichten
Coesfelder Hof 2
48527 Nordhorn