27.07.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Junge Familie

Stoffwindeln - lohnt sich das?

author Von Frauke Schulte-Sutrum

Liebe Eltern,

mit unseren Söhnen hatten wir zeitweise zwei Wickelkinder zeitgleich. Unsere Restmülltonne war dementsprechend immer übervoll. Teilweise mussten wir sogar Windeln bei unseren Nachbarn und Eltern in die Mülltonne werfen - nach vorheriger Absprache natürlich. Irgendwann hatte ich den Kaffee auf und informierte mich über Stoffwindeln. Aus finanziellen Gründen und ebenso aus Umweltgründen, denn eine herkömmliche Plastikwindel braucht ungefähr 500 Jahre, um zu verrotten. Zugegeben: Wir können mit dem Gebrauch von Stoffwindeln bestimmt nicht das Klima retten, aber doch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

Unser Stoffwindel-Sortiment zu Hause: Pocketwindel mit Druckknöpfen, Einlagen aus Bambusfasern und aus Hanffasern, Wollüberhose und Windelvlies. Alles wurde schon zig Mal gewaschen und hält sich wirklich gut. Selbst das Windelvlies kann man mitwaschen und noch mal gebrauchen - vorausgesetzt, es ist nur Pipi drauf gelandet. Foto: Schulte-Sutrum

Unser Stoffwindel-Sortiment zu Hause: Pocketwindel mit Druckknöpfen, Einlagen aus Bambusfasern und aus Hanffasern, Wollüberhose und Windelvlies. Alles wurde schon zig Mal gewaschen und hält sich wirklich gut. Selbst das Windelvlies kann man mitwaschen und noch mal gebrauchen - vorausgesetzt, es ist nur Pipi drauf gelandet. Foto: Schulte-Sutrum

Hier ein kleiner Überblick unserer persönlichen Erfahrungen, die wir mit Stoffwindeln gemacht haben:

Grundsätzlich kann ich Stoffwindeln guten Gewissens empfehlen. Man muss allerdings ein paar Dinge beachten, damit nichts ausläuft und alles lange hält. Zum einen braucht man für die Pocketwindeln (Überhosen mit verstellbaren Druckknöpfen) zwei (oder für nachts drei) Einlagen: Eine Einlage, die die Feuchtigkeit schnell aufsaugt (zum Beispiel aus Bambusfasern) und eine Einlage, die die Feuchtigkeit für längere Zeit speichert (zum Beispiel aus Hanffasern). Damit Stuhlgang schnell und einfach aus der Windel entfernt werden kann, ist Windelvlies unerlässlich.

Und ganz wichtig ist eine Wollüberhose, die Feuchtigkeit aufsaugt, wenn die Windel doch mal überläuft - und das passiert bei Stoffwindeln je nach Durst des Kindes doch schon mal. Achtung, die Wollüberhose bitte nur lauwarm per Hand waschen (sonst wird sie zu einer Puppenwindel) und am besten mit einem speziellen Wollmittel im Nachgang imprägnieren. Da die Wollhose beim Waschen doch minimal einläuft, einfach eine Nummer größer kaufen.

Wichtig ist auch, das Kind öfters zu wickeln als bei Plastikwindeln: Kommt die sensible Haut am Po längere Zeit in Kontakt mit den nassen Einlagen, kann sie schneller wund werden.

Ein weiterer Punkt, den man beim Gebrauch von Stoffwindeln bedenken muss, ist das Reinigen. Alle paar Tage sollte man sie in der Waschmaschine waschen, wir machen das einfach mit Handtüchern und Co. bei 40 bis 60 Grad. Damit die gebrauchten Windeln nicht irgendwo stinkend liegen müssen, haben wir einen speziellen Wäschebeutel dafür.

Geld: Die Anschaffung der Stoffwindeln ist an sich erstmal teuer, weil man sich doch mindestens zehn bis zwölf Stoffwindeln/Pockethosen plus Einlagen, eine Wollhose und einige Windelvlies-Rollen zulegen sollte. Aber danach gibt man im Prinzip überhaupt kein Geld mehr fürs Wickeln an sich aus.

Teilweise haben wir aus Zeitgründen unsere Kinder mit Stoffwindeln (zuhause) und Plastikwindeln (unterwegs) im Wechsel gewickelt. Mittlerweile braucht unser Jüngster nur noch nachts eine Windel, seitdem nutzen wir lediglich Stoffwindeln.

Eine Webseite, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann, ist der Ananas-Shop. Im Ratgeber werden die meisten Fragen beantwortet und es gibt einen Überblick über die verschiedenen Stoffwindelsysteme.

Grüner Irrgarten: In Hoogstede gibt es wieder ein Maislabyrinth

Von Sebastian Hamel

Durch grüne Gänge wandeln und versuchen, möglichst auf eigene Faust wieder herauszufinden: In Hoogstede, direkt an der Vechte gelegen, wurde am Sonntag wieder ein Maislabyrinth eröffnet. Die Besitzer des großen Maisackers – Familie Scholten-Meilink – haben verschlungene Wege angelegt und laden kleine und große Irrgarten-Fans ein, sich dieser Herausforderung zu stellen. Bereits im vergangenen Sommer hatte die Hoogsteder Familie ein solches Labyrinth geschaffen, und der Erfolg war so groß, dass die Aktion nun wiederholt wird.

Den Weg durch das Maislabyrinth zu finden, ist gar nicht so einfach. Foto: Hille

© Hille, Henrik

Den Weg durch das Maislabyrinth zu finden, ist gar nicht so einfach. Foto: Hille

Wer das Maislabyrinth betritt, braucht eine gute Orientierung: Die Pflanzen sind rund zwei Meter hoch, ein „Drüberschauen“ ist also nicht möglich. Wer sich dennoch einen Überblick verschaffen möchte, findet etwa in der Mitte des Ackers einen acht Meter hohen Aussichtsturm. Von dort aus lässt sich nicht nur ein Rückweg ausfindig machen, der Turm bietet auch einen tollen Rundumblick auf die ländliche Umgebung. Nach unten geht’s dann – ganz schnell – über eine Rutsche.

Familie Scholten-Meilink hat ihren Irrgarten noch mit einer weiteren Aufgabe verknüpft: In den Gängen zwischen den Maispflanzen finden sich insgesamt sechs Stempelstationen. Wer den Rückweg aus dem Labyrinth heraus meistert und alle Stempel auf seiner Karte gesammelt hat, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Das Maislabyrinth ist an der Adresse „Arkel 3“ in Hoogstede zu finden und bleibt noch bis zum 3. Oktober geöffnet. Es kann immer freitags und samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr besucht werden. Weitere Termine sind nach telefonischer Absprache unter der Nummer 0162-9005476 möglich.

Unsere Reporterin Laura Strempel hat sich gemeinsam mit zwei Kindern in den Irrgarten getraut. Hier ist ihr Video von dem Besuch zu sehen.

Mein kleines Labor: Experiment Papier

Von Frauke Schulte-Sutrum

Das Buch „Mein kleines Labor - Experiment Papier“. Foto: Schulte-Sutrum

Das Buch „Mein kleines Labor - Experiment Papier“. Foto: Schulte-Sutrum

Ein nettes Buch für Kinder ab vier Jahren ist „Mein kleines Labor - Experiment Papier“ von Cécile Jugla und Jack Guichard. Hier wird in zehn „kinderleichten“ Experimenten Wissen rund um das Thema Papier vermittelt. Mit gewöhnlichen Dingen, die jeder zuhause haben sollte, lassen sich zum Beispiel Messer basteln, um Bananen zu schneiden, Papierblumen falten oder Baugerüste für Bücher bauen.

Das Buch ist im Bohem-Verlag erschienen und kostet 8,95 Euro. Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-85581-592-0

Mit Papier lässt sich auch ein Messer basteln, mit dem zum Beispiel eine Banane geschnitten werden kann. Foto: Schulte-Sutrum

Mit Papier lässt sich auch ein Messer basteln, mit dem zum Beispiel eine Banane geschnitten werden kann. Foto: Schulte-Sutrum

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