13.07.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Junge Familie

Reif für die Ferien

author Von Carolin Ernst

Liebe Eltern,

als Kind konnte ich die Ferien - gerade die sechs Wochen im Sommer - immer kaum erwarten. Als Mutter bin ich nicht mehr so uneingeschränkt begeistert, über die Zeit ohne Schule und Kindergarten. Denn ich gebe zu: Die Vormittage, an denen ich ohne Fragen wie „Wo ist denn das schwarze Spielzeugpferd?“ oder „Können wir auf den Spielplatz gehen?“ meiner Arbeit (ob in der Redaktion oder im Haushalt) nachgehen kann, sind mir schon fast heilig. Gerade nach der Coronazeit mit geschlossenen Kitas und Schulen genieße ich es besonders, wenn die Mädchen von jemand anderen als mir mit spannendem Programm versorgt werden.

Aber zum Glück sind ja nur Ferien - und auf Programm müssen die Kinder nicht verzichten. Für die Grundschüler gibt es wirklich viele Angebote in den Ferienpässen der Kommunen (hier haben wir zum Beispiel die in Nordhorn, Bad Bentheim und Neuenhaus vorgestellt). Auch wenn die Anmeldefrist bei den meisten schon abgelaufen ist, können online noch Restplätze bei einzelnen Veranstaltungen gebucht werden. In der Stadt Nordhorn gibt es auch einen Ferienpass extra für Kindergartenkinder. Der ist zwar nicht so umfangreich, gibt aber ein paar gute Tipps für Ausflüge und Veranstaltungen. Die Veranstaltungen können im Internet eingesehen werden, über die Eingabe des Alters findet man sie in der Suche.

Möglichkeiten gibt es also schon, ich muss mich nur ein bisschen kümmern. Ich habe also Hoffnung, dass ich nach den Ferien nicht nochmal extra urlaubsreif bin.

Podcast: Vater interviewt Arzt

Von Carolin Ernst

So ein Kinderarzt im Handtaschenformat, immer und überall erreichbar - das hätte ich mir vor allem in den Baby- und Kleinkindjahren meiner Töchter gewünscht. Bei Infekten (vor allem bei den allerersten!) war die Aufregung immer groß und ich wusste Symptome kaum einzuordnen.

Gerrit Rüsken bei der Produktion seines Podcasts im Studio. Foto: Kids.Doc

Gerrit Rüsken bei der Produktion seines Podcasts im Studio. Foto: Kids.Doc

Zum Glück gibt es mittlerweile den „Kinderarzt im Handtaschenformat“: nämlich den Podcast und den Instagramaccount „Der Kids.Doc“. Gerrit Rüsken, dreifacher Vater aus Lingen, betreibt den Podcast zusammen mit Kinderarzt Dr. Vitor Gatinho. Für ihr Format haben die beiden erst vor Kurzem den Publikumspreis in der Kategorie „Wissen“ beim Deutschen Podcastpreis bekommen.

In ihren Beiträgen wechseln sich Gatinho mit fachlichem Wissen und Rüsken mit Erlebnissen aus seinem Alltag mit drei Söhnen ab. Das ist absolut hörenswert und gibt die sichere Erkenntnis, dass es vielen Eltern so geht wie mir. Themen sind zum Beispiel Kopf- oder Wachstumsschmerzen oder Allergien. Es gibt sogar eine Art „Sprechstunde“, in der Fragen der Hörer beantwortet werden.

Heftige Proteste mit Treckern

Von Sebastian Hamel

Die Bauern in den Niederlanden sind wütend: Mit heftigen Protesten gehen sie seit Ende Juni gegen neue Umweltschutz-Bestimmungen der niederländischen Regierung vor. Täglich starteten die Landwirte in unserem Nachbarland seither aufsehenerregende Aktionen, blockierten mit ihren Treckern zum Beispiel die Autobahn oder machten die Grenzübergänge nach Deutschland dicht. So gab es auf der Straße zwischen der deutschen Gemeinde Emlichheim und dem niederländischen Nachbarort Coevorden zeitweise kein Durchkommen mehr.

Was aber genau ist der Auslöser für die Proteste? Die niederländische Regierung verlangt, dass der Ausstoß von umweltschädlichem Stickstoff in der Landwirtschaft drastisch zurückgeht. Sie verweist dabei auf Vorgaben der Europäischen Union. Um diese Ziele zu erreichen, müsste der Viehbestand in den Niederlanden jedoch stark verkleinert werden. Es wird geschätzt, dass dann etwa jeder dritte Bauernhof in den Niederlanden schließen müsste – und das wollen die Bauern nicht hinnehmen.

Mittlerweile beteiligen sich auch deutsche Landwirte aus der Grafschaft an den Demonstrationen ihrer niederländischen Kollegen. Sie wollen damit auf die Situation in den Niederlanden aufmerksam machen und gleichzeitig eigene Probleme ansprechen. Unter anderem haben sie ihre Botschaften über Banner an Autobahnbrücken entlang der A 31 verkündet. Die deutschen Landwirte befürchten, dass es ihnen bald ähnlich ergeht wie den Bauern in den Niederlanden. Sie fordern die Verantwortlichen in der Politik auf, miteinander ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Nordhorn zu Wasser erleben

Von „Vechtekind“ Anja Glöckner

Habt ihr die schöne Wasserstadt Nordhorn schon einmal zu Wasser erkundet? Die komplette Innenstadt ist von Wasser umgeben, sodass egal von welcher Seite, immer eine der vielzähligen Brücken überquert werden muss, um in die Innenstadt zu gelangen. Für uns stand eine Fahrt auf der Vechte schon lange auf unserer Wunschliste der nächsten Ausflugsziele. Bei wundervollem Sommerwetter haben wir jüngst zusammen mit Freunden und deren Kindern eine Fahrt mit der „Vechtesonne“ unternommen. Es gibt aber auch noch den „Vechtestromer“ und die „Vechteschute“, mit denen die Nordhorner Wasserstraßen erkundet werden können. Die öffentlichen Rundfahrten starten immer am VVV-Turm an der Firnhaberstraße 17 und dauern eine Stunde. Erwachsenen zahlen 9 Euro, Kinder 4,50 Euro.

Aus neuer Perspektive ist Nordhorn vom Boot aus zu erleben. Foto: privat

Aus neuer Perspektive ist Nordhorn vom Boot aus zu erleben. Foto: privat

Vom VVV-Turm aus beginnt die Fahrt in Richtung Alte Kirche am Markt, vorbei an der alten Jantje, weiter zum Schweinemarkt bis zum großen Wehr am Stadtpark. Unser Bootsführer hat uns auf der Rundfahrt viel Interessantes und Geschichtliches über Nordhorn und die damalige Nutzung der Wasserstraßen erzählt. An diesem Tag war die Vechte sehr gut befahren, wir mussten dem ein oder anderen Tretboot ausweichen. Das ist an vielen Stellen auch kein Problem, außer an der Brücke an der Augustinuskirche. Hier gab es einen kurzweiligen Stau auf der Wasserstraße, denn die Brücke ist sowohl schmal als auch sehr tief. Wir alle mussten unsere Sitzplätze verlassen und uns auf den Bootsboden setzen, um sie zu passieren. Für die Kinder war diese Brücke das absolute Highlight der ganzen Fahrt.

Vor jeder Brücke läutete der Bootsführer eine kleine Glocke, damit die Passagiere auf sich und ihren Kopf acht geben. Die übrigen Brücken lassen sich alle im Sitzen und mit eingezogenem Kopf passieren. Leider haben wir vor lauter Begeisterung und dem Entdecken der neuen Perspektiven der Wasserstadt nicht daran gedacht, alle Brücken zu zählen, das müssen wir unbedingt noch einmal nachholen.

Nach der Fahrt rund um die Innenstadtinsel ging es weiter in das ehemalige Industriegebiet der Textilfirma Povel. Hier hatten wir das Gefühl, als fuhren wir durch Venedig, denn das ganze Gebiet ist von Grachten durchzogen. Anschließend ging es für eine Runde hinaus auf den Vechtesee. Auf einer anderen Wasserstraße – von den Nordhornern tatsächlich „Klein Venedig“ genannt – ging es zurück zum VVV-Turm.

Uns hat die Fahrt mit der Vechtesonne sehr gut gefallen, beim nächsten Ausflug werden wir aber selbst in die Pedale treten – mit einem Tretboot.

Weitere Informationen auf www.vvv-nordhorn.de.

Hier findet ihr noch mehr Ausflugstipps vom „Vechtekind“.

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