Auto und Motor
11.10.2022, 17:30 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Rastplätze im Test: Jede fünfte Anlage ist schlecht

Wohlfühlen fällt hier schwer: Rastplatz Stadtwald an der A3 in Hessen fällt im Test durch. Foto; dpa

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Wohlfühlen fällt hier schwer: Rastplatz Stadtwald an der A3 in Hessen fällt im Test durch. Foto; dpa

Viele Rastplätze entlang deutscher Autobahnen schnitten bei einem ADAC-Test schlecht ab. So zeigte sich mehr als jede fünfte der 50 untersuchten Anlagen „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“. Nur zwei konnten mit „sehr gut“ überzeugen. Immerhin präsentierten sich 20 Plätze „gut“, während 17 nur „ausreichend“ in den Augen der Tester waren.

Am besten wurden die Rastplätze Engelmannsbäke (A 1) in Niedersachsen und Plater Berg (A 14) in Mecklenburg-Vorpommern bewertet. Am schlechtesten zeigten sich Stadtwald (A 3) und Brühlgraben (A 5) - beide in Hessen.

Der Autoclub testete an den 15 längsten Autobahnen sogenannte unbewirtschaftete Rastanlagen, also solche ohne Servicebetriebe wie etwa Restaurants oder Tankstellen. Insgesamt gibt es rund 1500 solcher Anlagen entlang der Autobahnen.

Die sanitären Anlagen fielen bei 14 Plätzen mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch. Nur bei knapp der Hälfte aller Plätze gab es bei der optischen Sauberkeit keine Beanstandungen. Die genommenen Hygieneproben zeigten sich bei 18 Prozent unbedenklich. Doch bei 81 Prozent gab es Hinweise auf mangelnde Reinigung. Probleme zeigen sich auch bei der Barrierefreiheit. Rund 80 Prozent der Behinderten-WCs konnten nur eingeschränkt genutzt werden.

Die am schlechtesten bewertete Kategorie war das persönliche Sicherheitsempfinden der Nutzer. Hier fiel das Urteil bei rund einem Drittel mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ aus. So gab es auf zehn Anlagen keinen Notruf. Mehr als die Hälfte der Parkplätze für Pkw und Lkw waren gar nicht oder nicht ausreichend beleuchtet. dpa