30.07.2022, 12:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Zum Sonntag

Kleine Zeitreise in die Vergangenheit

Von Matthias Kinastowski

Ich lade Sie zu einer kleinen Zeitreise in die Sommerferien unserer Kindheit und Jugend ein. Was fällt Ihnen spontan beim Gedanken an die Sommerferien ein? Mir: Tornister in die Ecke schmeißen, ausschlafen, keine Hausaufgaben machen, Urlaube mit der Familie und vor allem das Zeltlager! Jahr für Jahr bin ich mit der Kirchengemeinde St. Marien Nordhorn ins Zeltlager gefahren. Zunächst als Gruppenkind, später als Gruppenleiter. Ich habe mich so darauf gefreut, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes die Tage bis dahin gezählt habe. Abenteuer, tolle Spiele, Gemeinschaft, Lagerfeuer, Freiheit und vieles mehr habe ich in dieser Zeit genossen. Später als Gruppenleiter war es Erfüllung für mich, gemeinsam mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Verantwortung zu übernehmen und den Kindern schöne und unvergessliche Tage bieten zu können.

Schöne Erinnerungen, die an diesem Wochenende wieder besonders präsent sind, wenn ich mit meiner Kollegin das Zeltlager der katholischen Jugend Emlichheim/Hoogstede besuche, um mit ihnen Gottesdienst zu feiern. Zum Glück lässt es die „Corona-Situation“ wieder zu, dass viele Kinder und Jugendliche diese Zeltlagererfahrungen machen können. Allein aus der Pfarreiengemeinschaft Niedergrafschaft sind in drei verschiedenen Freizeiten über 120 Kinder und Jugendliche in den Sommerferien unterwegs. Betreut werden sie von etwa 50 ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern, die zum Teil ihren gesamten Jahresurlaub für die Zeltlagerzeit nehmen. Zudem sorgen diverse „Küchenfrauen“ und „Küchenmänner“ für das leibliche Wohl. Aber nicht nur die Kirchengemeinden bieten Ferienfreizeiten an, sondern auch viele andere Institutionen wie Sportvereine, die Malteser, das Rote Kreuz, die Jugendfeuerwehren und viele mehr.

Wenn ich rückblickend auf meine „Zeltlagerzeit“ schaue, bin ich froh und dankbar, dass ich dort grundlegende Werte erfahren habe, die ich auch den heutigen Kindern und Jugendlichen nur wünschen kann: Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Eigenständigkeit, Bewusstsein für die Natur, Übernahme von Verantwortung und auch Glaube. Das Gebet am Morgen/Abend und zu den Mahlzeiten, Gottes Schöpfung entdecken und der sonntägliche Gottesdienst gehörten nicht einfach „nur dazu“, sondern waren wichtige Bestandteile unserer Zeltlagerkultur.

So eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit tut doch manchmal sehr gut, denn sie schärft den Blick für das Heute und Morgen und lässt einen dankbar werden. Allen Helferinnen und Helfern, die diese tollen Ferienfreizeiten vorbereiten und durchführen, können wir gar nicht genug danken. Mögen alle gut und behütet wieder nach Hause kommen!

Matthias Kinastowski ist Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Niedergrafschaft

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