15.06.2022, 09:00 Uhr

Junge Familie

Jungs in rosa, Mädchen in blau

Liebe Eltern,

Jungs tragen rosa und Mädchen blau. Quatsch, genau andersrum. Oder? Sollte es nicht eigentlich egal sein, welche Farbe ein Pullover, eine Mütze oder ein Kuscheltier hat? Wenn ich mich nach Kleidung für meine Töchter oder nach Spielzeug als Geschenk für sie und ihre Freunde umsehe, ist da oft eine ganz klare Trennung. „Mädchensachen“ sind gern rosa oder pink, oft noch mit Glitzer. Jungen müssen sich von den Farben her etwas bedeckter halten, scheint es mir. Grau, blau und braun haben sich hier durchgesetzt.

In Spanien wurde es vor ein paar Wochen verboten, Spielzeug „geschlechterspezifisch“ zu gestalten. Und ich denke, es braucht an mancher Stelle solche Verbote für die Wirtschaft, um diese engen Kategorien aufzubrechen. Stört es wirklich, wenn ein Junge ein rosafarbenes T-Shirt trägt oder ein Mädchen ein T-Shirt mit Autos oder Dinosauriern? Für Außenstehende ist dann vielleicht nicht mehr so leicht zu erkennen, ob Junge oder Mädchen - aber das ist doch wirklich kein Grund, so enge Kategorien zu schaffen.

Meine Töchter entscheiden, was sie tragen und womit sie spielen möchten. Ob nun grün, gelb, pink, glitzernd oder schwarz. Ich möchte nur, dass sie alles kennenlernen und nicht auf einen Bruchteil beschränkt werden - bloß, weil irgendjemand „für Jungs“ drüber geschrieben hat.

Noch Standplätze frei bei „Kindertag“-Flohmarkt im Tierpark

Am Sonntag, 3. Juli, dreht sich im Nordhorner Tierpark beim „Kindertag“ alles ganz besonders um die kleinen Besucher. Nach zweijähriger Pause findet auch wieder der große Kinderflohmarkt statt. Hierbei sind noch ein paar Plätze frei für Privatpersonen, die dort zum Beispiel Spielzeug verkaufen wollen. „Teilnehmen können alle Kinder bis 16 Jahre. Für professionelle Anbieter bleiben die Tore wie in den Jahren zuvor geschlossen“, betont der Tierpark. Anmeldungen für Flohmarktstände werden noch bis zum 24. Juni per E-Mail an svenja.heymann@tierpark-nordhorn.de angenommen.

Außerdem erklären die Organisatoren: „Der Einlass ist über das Seitentor neben dem Kassengebäude am Veranstaltungstag ab 8 Uhr geplant. Da man nicht mit dem Auto in den Tierpark fahren kann, empfiehlt es sich selber einen Bollerwagen oder eine Karre mitzunehmen.“

Weitere Veranstaltungen für Kinder und Familien findet ihr hier im GN-Kalender.

Sherlock Holmes: Klassiker als gezeichneter Krimi

Der Detektiv Sherlock Holmes taucht bei Dr. Watson auf und überzeugt ihn, dass sie sich auf eine Reise begeben müssen. Es geht darum, aus London zu verschwinden. Der Verbrecher Moriarty soll gefasst werden und Sherlock Holmes will sich in Sicherheit bringen. Einige mysteriöse Vorfälle sind Sherlock Holmes gerade passiert. Er glaubt nicht daran, dass es einfach Unfälle waren.

Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch gut als Graphic Novel gestaltet.

Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch gut als Graphic Novel gestaltet.

Die beiden reisen in die Schweiz. Dort wandern sie und genießen die einmalige Landschaft. Schließlich brechen sie zu einer Wanderung zum Reichenbachfall auf, einem beeindruckenden Wasserfall. Dort taucht ein Mann auf, der Watson bittet, wegen einer kranken Engländerin zurückzuwandern. Es wird sich herausstellen, dass das eine Lüge war. Denn als Watson merkt, dass er hereingelegt wurde, eilt er zurück zum Wasserfall. Allerdings ist Sherlock Holmes verschwunden. Eine superspannende Geschichte als Graphic Novel von Hannes Binder in Szene gesetzt.

Für Kinder ab 8 Jahren. Erschienen im Nord-Süd Verlag. ISBN 978-3-314-10599-9.

  • Warum sind Delfine so glitschig? – Damit sie beim Kurvenschwimmen nicht quietschen!
  • Eine Kuh wird von einem Polizisten gestoppt und streng kontrolliert. Die Kuh ist verärgert und schimpft mit dem Polizisten: „Passen Sie bloß auf, mein Mann ist auch Bulle!“
  • Im Fundbüro bittet eine Spinne aufgeregt um Hilfe: „Bitte helfen Sie mir! Ich
    habe den Faden verloren!“

Handys nicht zu früh in Kinderhände geben

Von Friedbert Porepp, Diplom-Sozialarbeiter, Abteilung Jugendarbeit der Stadt Nordhorn

Unsere Kinder wachsen in eine digitale Welt hinein. Bereits im Grundschulalter wollen Kinder ihr erstes eigenes Handy in Besitz nehmen. Worauf sollten Eltern dabei besonders achten?

• Vor dem neunten Geburtstag sollte auf die Anschaffung eines Handys verzichtet werden. Allenfalls ein Notfallhandy, beispielsweise für den Schulweg, kann sinnvoll sein. Mit ungefähr zwölf Jahren können Kinder reif genug sein, um sich sicher im Internet bewegen zu können und ein Smartphone zu nutzen. In der Realität verfügen die Kinder dann bereits über ein Handy.

• Die Kosten und die Sicherheit sollen im Blick bleiben. Prepaidkarten sind die erste Wahl. Dennoch müssen die Kosten Gesprächsthema sein. Das gilt genauso für die Sicherheitseinstellungen. Beispiele: Jugendschutzeinstellungen sollten bei allen Geräten, die von Kindern genutzt werden, aktiviert werden. Kinder müssen lernen, mit persönlichen Daten vorsichtig umzugehen.

• Die Nutzungszeiten sollten begrenzt werden. So gelten 45 Minuten am Tag für zehnjährige Kinder als Höchstgrenze. Handyfreie Phasen und das Einhalten von Benimmregeln wie das zeitweise Ausschalten oder Lautlosstellen können abgesprochen und vereinbart werden.

• Informieren Sie sich über Entwicklungen und Angebote, damit Sie mit Ihrem Kind im Gespräch bleiben können. Beachten Sie aber auch das Recht auf Privatsphäre des Kindes. Selbstverständlich sind Sie auch bei der Handynutzung ein gutes oder weniger gutes Vorbild. Und wie wäre es einmal mit einer handyfreien Zeit?

Die Initiative „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ und „klicksafe – Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz“, deren Onlineangeboten diese Hinweise entnommen sind, sind hervorragende Informationsangebote für Eltern.