18.11.2021, 04:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

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Grünflächen (un)erwünscht

author Von Elisabeth Kemper

Hierzulande werden Kiesbeete im Vorgarten mittlerweile nicht mehr gerne gesehen. Stein- oder Schottergärten sind aus Umweltaspekten unerwünscht. Eine neue Regel bei Grundstücksverträgen zum Verkauf von Bauland in Nordhorn besagt sogar, dass Vorgärten ökologisch wertvoll gestaltet werden müssen. Ansonsten drohen Geldstrafen.

Etwas anders, aber doch auch irgendwie ähnlich, gestaltet sich die Lage in der Metropole Las Vegas, eine der trockensten Regionen der USA. Unnötiges Gras soll dort jetzt weichen, entschied der Gouverneur von Nevada. Denn Rasenflächen, die niemals betreten werden, finden sich zum Beispiel vor Hotelanlagen oder auch einfach zur Zierde auf Mittelstreifen zwischen den Straßen. Zwar handelt es sich dabei einzeln betrachtet nur um kleine Flächen, doch machen diese insgesamt 15 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs der Wüstenstadt aus.

Das hübsche Grün braucht rund viermal so viel Wasser wie die heimischen Kakteen. Die Behörden haben sogar begrünte Vorgärten explizit bei Neubauten verboten. Unnützer Rasen soll also, wie hier das Kiesbeet, weichen. Las Vegas setzt – genau wie die Stadt Nordhorn – lieber auf Stauden und heimische Pflanzen.

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