17.06.2022, 11:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Post vom Chefredakteur

GN-Serien: Herausragende Stücke im Nachrichtenstrom

author Von Steffen Burkert

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als Journalisten haben wir es mit einem nie versiegenden Strom an Nachrichten zu tun, aus dem wir beständig die wichtigsten Neuigkeiten für Sie herausfischen. Unseren Fang präsentieren wir Ihnen, gründlich aufbereitet, tagtäglich in der Zeitung und stets aktuell auf unseren digitalen Kanälen.

Das ist ein schnelles Geschäft. Schließlich wollen wir keine Nachrichten unbeachtet vorbeiziehen lassen. Zeit zum Innehalten bleibt da eher selten. Informationen, die uns zwar ins Auge springen, die wir aber nicht sofort verarbeiten können, legen wir wie Treibholz zur Seite. Könnten wir ja mal verwenden...

GN-Serie „Grafschafter Grundwasser“

Jeder von uns in der Redaktion kennt Themen, die er oder sie spannend findet und eigentlich längst einmal vertiefen wollte – wenn im täglichen Treiben doch nur Zeit dafür wäre! Das Grafschafter Grundwasser zum Beispiel ist so ein Thema, dem mein Kollege Sascha Vennemann schon seit dem vergangenen Jahr auf den Grund gehen möchte, das dann aber auf seiner To-do-Liste immer wieder nach unten gesickert ist.

Jetzt hat er sich die Zeit genommen, sich tief in dieses Thema hinein zu graben und die vielen spannenden Aspekte in einer Serie gründlich aufzubereiten. Das Ergebnis können Sie in diesen Tagen auf GN-Online, in unserem E-Paper und in der gedruckten Zeitung lesen.

Immer mehr Landwirte müssen ihre Felder bei Trockenheit beregnen lassen, wie hier in Itterbeck. Aber wer darf wieviel von dem kostbaren Grundwasser verbrauchen? Auch dieser Frage geht die GN-Serie nach. Foto: Hille

© Hille, Henrik

Immer mehr Landwirte müssen ihre Felder bei Trockenheit beregnen lassen, wie hier in Itterbeck. Aber wer darf wieviel von dem kostbaren Grundwasser verbrauchen? Auch dieser Frage geht die GN-Serie nach. Foto: Hille

Das erste Mal hatte er sich mit dem Thema Grundwasser beschäftigt, als uns eine Pressemitteilung zur Aluminium-Belastung in einigen Grafschafter Brunnen erreichte. „An den Reaktionen auf die Geschichte habe ich gesehen, wie sehr das Thema polarisiert und wie komplex – aber auch interessant – es ist“, erinnert sich mein Kollege.

Von Dargebotsreserven bis Retentionsflächen

In den folgenden Monaten begegneten ihm weitere Aspekte, und ganz allmählich reifte die Idee, dazu eine ganze Artikelserie für die GN zu schreiben. In einer Ratssitzung in Emlichheim lernte er zum Beispiel, was Retentionsflächen sind – nämlich Flächen, auf denen das Wasser der Vechte bei extremem Hochwasser zurückgehalten werden kann und durch Versickern neues Grundwasser bilden könnte.

Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Nachhaltiges Wassermanagement in der Region Emlichheim“ ging es um Grundwassernutzung, Feldberegnung und Ideen, wie Grundwasser geschützt werden kann. „Hier bekam ich weitere Einblicke darin, wie der Stand des Grundwassers in der Grafschaft ist, wer es nutzt und wo die gemeinsamen Interessen liegen.“ Nachzulesen ist das mittlerweile in Teil zwei seiner Serie.

Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Wietmarschen wiederum erfuhr Sascha schließlich „rundum alles, was man als Einführung zu dem Thema wissen muss (und ich wissen wollte)“ – zum Beispiel, welche Grundwasserkörper es gibt, wie sie sich unterscheiden und was Dargebotsreserven sind. „Deswegen ist das auch der Auftakt der Serie geworden, in dem ich ebenfalls viele Grundlagen erkläre.“

Sechsteilige Serie plus mehrere Extras

Ja, dieses Thema ist komplex und schwierig aufzubereiten. Sascha Vennemann hat deshalb Experten interviewt und sich auch mit Kollegen beraten, die sich in ihrem Berufsalltag ebenfalls damit befasst haben – zum Beispiel Rolf Masselink hier und Henrik Hille hier. Sechs Teile wird die Serie nun umfassen. Hinzu kommen Grafiken, ein Kommentar und Videos. Zum Abschluss seiner Serie wird Sascha Vennemann zudem einen größeren Beitrag für unsere Meinungsseite schreiben, in dem er alle Erkenntnisse noch einmal Revue passieren lässt und ein eigenes Fazit zieht.

Komplexes verständlich erklären

„Das Thema Grundwasser hat mich während der Recherche immer mehr gepackt“, erzählt Sascha Vennemann nach herausfordernden Wochen: „Man wird zu einem kleinen Experten auf dem Gebiet und läuft stets Gefahr, sich zu sehr in Fachtermini zu verstricken.“ Die komplexen Sachverhalte auf ein allgemeinverständliches Maß herunter zu brechen und trotzdem sachlich korrekt zu bleiben, ohne zu verkürzen: das ist die große Kunst, wenn sich ein Journalist an ein solch großes Thema heranwagt. Wenn es, wie in diesem Fall, gelingt, dann entstehen Artikel, die herausragen aus dem nie endenden Nachrichtenstrom und die hoffentlich auch bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, länger hängenbleiben und nicht achtlos vorüber treiben. Alle bislang erschienenen Beiträge der Serie finden Sie stets aktuell hier.


PS: Eine andere GN-Serie, die ich Ihnen ebenfalls ans Herz lege, „brachte ans Licht, was Frauen in der Grafschaft zu leisten vermögen und dass sie dabei eine beeindruckende Kraft zeigen, die oft im Verborgenen wirkt“. So hat es meine Kollegin Susanne Menzel zusammengefasst. Alle Folgen aus den vergangenen Monaten finden Sie hier im Überblick.

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