07.09.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Junge Familie

Gepflegte Langeweile

author Von Carolin Ernst

Liebe Eltern,

einfach mal nichts tun - klingt das nicht schön? Meine Töchter sind da nicht so begeistert. Sie haben gern Pläne, Verabredungen oder die Aussicht auf etwas Neues, das sie erleben können. So weit, so normal. Dass es eben durchaus nicht selbstverständlich ist, mit „Nichtstun“ klarzukommen, erlebe ich immer wieder im Alltag. Besonders begeistert bin ich nicht, wenn sie mit der Frage „Was soll ich denn jetzt machen?“ ankommen oder als Alternative nur elektronisches Spielzeug in den Sinn kommt.

Und ganz ehrlich: Nur sehr selten mache ich selbst auch wirklich gar nichts, habe keine Ablenkung durch Smartphone, Buch, Fernseher oder eine Unterhaltung. Einfach nur an einem Ort und mit meinen Gedanken ganz allein sein - das hatte ich zuletzt ganze Nachmittage lang im Urlaub, als ich die „Badeaufsicht“ für die Mädchen an der ruhigen Nordsee war. Und ich habe es genossen.

Nun üben wir uns zu Hause darin, uns zu „langweilen“ - oder eben auch nicht, indem ich sie nach Spielen und Beschäftigungen suchen lasse, bei denen sie selbst etwas tun müssen und nicht einfach berieselt werden. Auch für mich ist das eine Herausforderung. „Nichtstun“ ist eben doch nicht so einfach.


Sorgen wegen Schweinepest: Bauern verlieren viel Geld und starten Protestaktion

Von Sebastian Hamel

Schon seit mehreren Jahren beklagen Landwirte, dass sie vor großen Problemen stehen und sich von der Politik alleingelassen fühlen. Unter anderem geht es dabei um Gesetze zum Umweltschutz, die aus Sicht der Bauern zu streng sind und die landwirtschaftliche Arbeit enorm erschweren.

Seit rund zwei Monaten haben die Landwirte in unserer Region noch mit einer ganz neuen Herausforderung zu kämpfen: Am 1. Juli erging die Schreckensmeldung, dass auf einem Bauernhof im Emsland die Afrikanische Schweinepest – kurz: ASP – nachgewiesen wurde. Seitdem gilt eine Schutzzone rund um diesen Betrieb, wovon auch Höfe in der Grafschaft betroffen sind.

Beim Wahlkampfauftakt der CDU machten die Landwirte ihrem Ärger Luft. Foto: J. Lüken

© Lüken, Jürgen

Beim Wahlkampfauftakt der CDU machten die Landwirte ihrem Ärger Luft. Foto: J. Lüken

Bislang ist innerhalb dieser Zone kein weiterer ASP-Fall aufgetreten, doch die Schutzbestimmungen gelten noch immer. Dies bereitet den Bauern innerhalb dieses Gebiets schwere Sorgen, denn sie werden ihre Tiere nicht los: Laut den Landwirten weigerten sich die Schlachthöfe, Schweine aus der Sperrzone zu schlachten. Die Bauern verlieren deshalb eine Menge Geld: Pro Hof liegen die Verluste zwischen dem Wert eines Neuwagens und dem eines Einfamilienhauses, beklagen die Landwirte.

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, haben die Bauern am Freitagabend eine spontane Protestaktion organisiert: Sie postierten sich vor der Diskothek „Zak“ in Uelsen, wo die CDU-Politiker Bernd Althusmann und Reinhold Hilbers zu einem Wahlkampf-Auftritt erwartet wurden – am 9. Oktober ist in Niedersachsen nämlich Landtagswahl. Bernd Althusmann versprach den Landwirten, dass sie Geld für ihre Verluste bekommen sollen.


  • Kevin kommt vom Fußballspiel nach Hause. Seine Mutter fragt gespannt: „Wie ist es gelaufen?“ Kevin berichtet: „Sehr gut, ich habe vier Tore geschossen!“ Mutter: „Und wie ist das Spiel ausgegangen?“ Kevin: „2:2.“
  • Hannes in der Fahrrad-Werkstatt: „Ich brauche bitte eine neue Klingel.“ Der Mechaniker sieht sich das Fahrrad an und sagt: „Die Bremsen sind auch nicht Ordnung.“ Hannes: „Ich weiß, deshalb brauche ich ja die neue Klingel.“


Vorsicht Zuckerfalle!

Von Friedbert Porepp, Diplom-Sozialarbeiter bei der Stadt Nordhorn

Fehlernährung und in der Folge Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen sind ein ernsthaftes Problem. In keinem anderen europäischen Land leben so viele übergewichtige Kinder wie in Deutschland.

Zucker in Lebensmitteln und Getränken ist einer der Verursacher. Schon die Kleinsten werden mit stark zuckerhaltigen Milch- und Obstbreien, Babytees und anderen Lebensmitteln falsch ernährt.

Sie laufen damit Gefahr, Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln, die ihre Gesundheit ein Leben lang negativ beeinflussen. Später kommen Limonaden, Cola, kalorienreiche Cerealien, Knuspermüslis, Ketchup und Co hinzu. Die Zuckerfalle hat zugeschnappt!

Eltern, die deutlich machen, dass manche Lebensmittel für den Körper besser sind als andere haben keinen leichten Stand bei ihrem Nachwuchs. Ganz verhindern lassen sich die süßen Verführer zwar nicht, und gegen Naschereien in Maßen gibt es auch keine Einwände. Wenn allerdings Süßigkeiten, Fertiggerichte, verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren und dazu gesüßte Getränke den Speiseplan beherrschen, kann von einer gesunden Ernährung keine Rede sein.

Es lohnt sich, sich um eine ausgewogene Ernährung zu bemühen. Dabei haben es Eltern mit einflussreichen Gegnern zu tun. Die Lebensmittelkonzerne setzen sehr gezielt viele Werbemillionen ein, um ihre ungesunden, überzuckerten und meist überteuerten Produkte an den Verbraucher zu bringen. Auch die Kinder sind ganz direkt eine wichtige Zielgruppe, die als lebenslange Kunden früh gebunden werden sollen.

Unterstützung bekommt die Industrie von Social-Media-Stars, die sie für ihre Zwecke einspannen. Über ihre millionenfach angeklickten Kanäle bei Youtube, Instagram und Tiktok werden die Kinder und Jugendlichen direkt erreicht und beeinflusst. Für sie ist diese subtile Werbung schwer durchschaubar.

Sehr gute Informationen, auch zum Thema Ernährung gibt es auf der Homepage der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“: www.kindergesundheit-info.de.

Genussvoll kochen und essen im Familienalltag ist das Thema der Seite www.familienkueche.de. Unter anderem gibt es hier unzählige Rezepte zu entdecken; lecker, bezahlbar und gelingsicher. Herausgegeben wird diese sehr empfehlenswerte Information von der Sarah Wiener Stiftung und der Barmer Krankenkasse.

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