06.04.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Junge Familie

Geheimsprache

author Von Frauke Schulte-Sutrum

Liebe Eltern,

manchmal sollen oder dürfen Kinder nicht alles mitbekommen. Wir Eltern müssen auch mal etwas unter uns besprechen. Das können ganz banale Dinge sein, wie beispielsweise der Plan, am Nachmittag die Eisdiele zu besuchen.

Da unsere Söhne gerne um uns herumwuseln und das oft mit empfangsbereiten Lauschern, greifen wir auf einen Trick von meinem Kumpel Fiete zurück. Beziehungsweise von seinen Eltern. Denn die haben sich in bestimmten Situationen untereinander in einer Fremdsprache unterhalten. Erstens, damit die Kinder sie nicht verstehen. Zweitens, um die Kinder anzuspornen, genau diese Fremdsprache (beziehungsweise gewisse Begriffe und Sätze) zu lernen. So haben Fiete und seine großen Brüder zunächst etwas Englisch, Niederländisch und auch noch etwas Französisch gelernt. Irgendwann sind den Eltern die Sprachen ausgegangen.

Ich hoffe, meine Jungs werden diesbezüglich genauso ehrgeizig sein. Unser Codewort für „Eiscreme“ haben sie allerdings noch nicht geknackt: Mein Mann und ich nutzen im Moment noch das französische Wort „Glace“, weil das englische „ice cream“ dem deutschen Pendant viel zu ähnlich klingt. Mal schauen, was wir uns in Zukunft noch so alles einfallen lassen dürfen.

Das Buch „Meer“ von Piotr Karski ist voller schöner Illustrationen. Foto: Schulte-Sutrum

© Schulte-Sutrum

Das Buch „Meer“ von Piotr Karski ist voller schöner Illustrationen. Foto: Schulte-Sutrum

Von Frauke Schulte-Sutrum

Das Wissens- und Mitmachbuch „Meer“ von Piotr Karski begeistert unsere Familie inklusive meiner zehnjährigen Nichte. Die kurzen Texte und zahlreichen, wunderschönen Illustrationen laden im wahrsten Sinne des Wortes dazu ein, in die Welt der Ozeane abzutauchen. Eigentlich ist es für Kinder zwischen acht und zehn Jahre gedacht, aber schon unser Vierjähriger hat Spaß an den Bildern und den Mitmachaufgaben - und wir Erwachsene lernen auch etwas Neues. Absolute Kauf- und Geschenkempfehlung.

  • Was ist süß, klebrig und schwingt sich von Baum zu Baum? Tarzipan!
  • Fritzchen steht in einem Kaufhaus auf der Rolltreppe und schaut dauernd auf die Stufen. Kommt eine freundliche Verkäuferin und fragt ihn: „Na, was hast du denn? Kann ich dir vielleicht helfen?“ Antwortet Fritzchen: „Nein, nein. Ich warte nur darauf, dass mein Kaugummi wieder kommt!“
  • Was ist grün und hockt auf dem Klo? Ein Kaktus!

Ausflug in die Tillenberge

Unterwegs mit Vechtekind Anja Glöckner

Das Naturschutzgebiet Tillenberge dürfte vielen Grafschaftern ein Begriff sein, es liegt zwischen Nordhorn und Brandlecht und umfasst insgesamt eine Größe von 96 Hektar, ein Teil davon ist als Naturschutzgebiet gekennzeichnet. Wir haben die Tillenberge im ersten Lockdown 2020 für uns entdeckt. Zuvor sind wir schon viele Male am Parkplatz an der Emsbürener Straße vorbeigefahren, haben dem Gebiet jedoch nie Beachtung geschenkt. Das hat sich seitdem grundlegend geändert, nun sind wir häufig dort anzutreffen.

Schöne Spaziergänge sind zwischen Nordhorn und Brandlecht im Naturschutzgebiet Tillenberge entlang der Vechte in den Wald möglich. Foto: Glöckner

Schöne Spaziergänge sind zwischen Nordhorn und Brandlecht im Naturschutzgebiet Tillenberge entlang der Vechte in den Wald möglich. Foto: Glöckner

Die Tillenberge eignen sich wunderbar für kurze Wanderungen und kleine kurzweilige Spaziergänge. Das Gebiet grenzt direkt an die Vechte. Die Wege sind alle sehr hügelig und sandig, sodass sie sich am besten per Fuß erkunden lassen. Am Parkplatz steht eine große Infotafel, die auch die unterschiedlichen Wanderrouten darstellt. Insgesamt gibt es drei gekennzeichnete Wege. Der kürzeste ist 1,2 Kilometer lang, der längste 2,5 Kilometer, somit sind diese auch ideal für kleine Kinder zu schaffen. Zu Beginn hat man eine kleine Erhöhung, von der man einen schönen Blick über das Gebiet werfen kann. Folgt man dann dem Weg weiter, so kommt man kurze Zeit später entweder zum Wehr oder man läuft weiter in Richtung Wald. Wir finden das Gebiet zwischen dem Wehr und dem Wald an der Vechte besonders schön, denn hier befindet sich ein kleiner Seitenarm, der mit einer kleinen Brücke überquert werden kann.

Uns gefällt die große Vielfalt der Natur besonders gut. Bei unserem Besuch haben wir viele Schmetterlinge und andere Insekten beobachten können. Zeitweise sind auch die Bentheimer Landschafe des Tierparks Nordhorn in dem Gebiet anzutreffen. Am Wehr, das auch eine Fischtreppe hat, kann man bei schönem Wetter immer wieder Kanufahrer antreffen. Diese Strecke eignet sich auch hervorragend für Kinder. Wir sind im vergangenen Frühjahr mit den Kanus von Engden bis zum Vechtesee gefahren und haben am Wehr eine lange Pause eingelegt.

Am Ufer befinden sich Befestigungsringe und eine kleine Treppe sichert den trockenen Ein- und Ausstieg. Führungen durch das Naturschutzgebiet Tillenberge werden von den Grafschafter Naturschutzrangern angeboten, diese können zurzeit jedoch nur individuell gebucht werden.

Informationen dazu gibt es auf der Website des Tierparks Nordhorn: www.tierparknordhorn.de.

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