25.08.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Guten Morgen!

Gas, Strom oder Kohle? Jetzt geht es wirklich um die Wurst

Gas, Strom oder Kohle? Dazu scheint alles gesagt und geschrieben – ein Megathema, das über allem schwebt und unsere Zukunft bestimmt. Weiter unten, in den Grafschafter Gärten, lässt die Antwort auf diese Energiefrage in sträflicher Weise auf sich warten und bietet reichlich Nahrung für, gelinde gesagt, kontroverse Diskussionen. Jawohl, es geht ums Grillen, und zwar um die richtige Form. In diesem Sommer, der wetterbedingt weniger Gelegenheit zum Brutzeln ließ als erhofft, haben die schnell und flexibel Hitze erzeugenden Freiluftherde an Beliebtheit aufgeholt, weil sie auch kurze Sonnenstunden voll ausnutzen können. Die gute alte Holzkohle braucht mehr Vorlauf, sie lässt sich nicht abschalten und nach einem Regenschauer wieder anfachen. Aber ganz ehrlich, hatte die Glut der pechschwarzen Brocken, auf der Traditionalisten so gerne Käsegriller, Bauchspeck oder einen Fisch zubereiten, je mit Vernunft zu tun?

Nein, einfach kann jeder. Hier ist wahre Könnerschaft gefordert. Diese Kulinarik erfordert einen sicheren Blick auf die Bedürfnisse unterschiedlichen Grillguts, wohldosiertes Drehen und Wenden, die Verschiebung auf „kühlere“ Stellen zur rechten Zeit, gelegentlich ein Nachjustieren. Erst auf dem Teller schlägt die Stunde der Wahrheit. Was für eine Herausforderung! Elektro, Gas – okay. Doch über Holzkohle geht’s wirklich um die Wurst.

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