26.11.2022, 12:00 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Zum Sonntag

Das neue Kirchenjahr beginnt

Von Johanne Lambers

Morgen ist der erste Advent und damit beginnt nicht nur die Vorweihnachtszeit , sondern auch ein neues Kirchenjahr. Das Kalenderjahr beginnt am 1. Januar eines jeden Jahres in einer lauten Nacht. Mit leuchtenden Raketen und rauschenden Festen, mit großem Lärm und Krach. Bei einigen beginnt der erste Morgen des neuen Jahres auch mit Kopfschmerzen vom Alkohol. Für viele ist es aber auch (wieder) ein Jahresanfang mit Angst in einer unsicheren Zeit und mit den Fragen: Was kommt noch? Krieg in der Ukraine, Energiekrise, Inflation, die Pandemie mit ihren Folgen und dann noch die persönlichen Herausforderungen in unserem Leben. Wie geht es weiter? Doch niemand weiß eine Antwort darauf. Das alles macht uns Menschen nicht gerade gelassener.

Das Kirchenjahr dagegen beginnt am 1. Advent viel stiller und ruhiger. Glocken laden ein zum Gottesdienst. Es brennt die erste Kerze auf dem Adventskranz. Es wird zu Kaffee und Kuchen mit der Familie eingeladen oder die ersten Weihnachtsmärkte laden zum Bummeln ein.

Doch an vielen geht das neue Kirchenjahr unbemerkt vorüber. Mit der Adventszeit fängt aber eine Zeit der Vorfreude, der gespannten Erwartung und der Besinnung an. Advent heißt übersetzt aus dem Lateinischen Ankunft. Manchmal bedeutet es, bevor wir irgendwo ankommen auch, dass wir warten müssen. In der Adventszeit warten wir auf die Ankunft Jesu in diese Welt. Am ersten Advent brennt nur eine Kerze. Aber diese erste Kerze möchte uns schon jetzt zeigen, dass die Liebe Gottes leuchtet und ihr heller Schein in unseren dunklen Alltag eindringen kann. Unserer bangen Fragen sollen sich verwandeln in ein Erinnern an diese Liebe Gottes. Und unsere Ängste sollen sich ändern in ein fröhliches Hoffen auf die Zukunft. Einfach ist das nicht. Gerade auch in diesen Zeiten. Aber mit ein klein wenig Mut, viel Entschlossenheit und einem großen Vertrauen auf Gott, können wir dieser Vorweihnachtszeit und dem neuen Kalenderjahr sehr viel gelassener entgegen sehen. Denn wer auf Jesus wartet, hofft auf Frieden und eine gerechtere Welt. Ihn zu begrüßen heißt, die Herzen weit aufzumachen für Gott und die Menschen neben mir. Gerade auch denjenigen, die nicht wissen, wie es weiter geht, können wir beistehen. Durch aktive Hilfe oder auch nur durch ein offenes Ohr. Denn die Botschaft der Adventszeit und von Weihnachten ist eine gewaltige und macht das neue Kirchenjahr genauso laut wie das Kalenderjahr am 1. Januar. Nur anders.

Ich wünsche uns allen eine besinnliche Adventszeit, in der die Lichter der Kerzen unseren Alltag mit Freude, Liebe, Hoffnung und Geborgenheit etwas heller machen.

Johanne Lambers ist Lektorin der reformierten Kirchengemeinde Veldhausen

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