23.02.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 4min

Junge Familie

Corona-Tests wirbeln Kita-Leben durcheinander

author Von Carolin Ernst

Liebe Eltern,

einfach für 40 Sekunden am Stäbchen lutschen, ab in die Testflüssigkeit damit und ein paar Tropfen und 15 Minuten später ist das Ergebnis da. So spielt sich der Coronatest bei uns am Frühstückstisch im Idealfall ab. An das Prozedere - manchmal eben in der Nase statt im Mund - haben wir uns in den vergangenen Monaten gewöhnt. Nun sind die Tests ja auch für meine Tochter im Kindergarten verpflichtend.

Mit der Ruhe war es aber letzte Woche plötzlich vorbei. Im Kindergarten gab es einen bestätigten Coronafall - und wir Eltern fanden uns im Dschungel verschiedener Vorschriften und Testarten wieder. Hier erstmal ein Lob an die Kita-Leitung: Sie hat immer versucht, alle Fragen so gut es geht zu beantworten, hat nachgehakt und vermittelt. Die Corona-Pandemie verlangt den Erziehern und Erzieherinnen wirklich eine Menge ab.

Zu viele widersprüchliche Informationen schwirrten durch den virtuellen Raum der Kita-App und Nachrichtendienste. Was müssen die Eltern mit Kindern, die ja als Kontaktpersonen gelten, leisten, damit der Nachwuchs in die Kita darf? Fünf Mal pro Woche zu Hause einen Test machen? Ab ins Schnelltestzentrum?

Der Leitfaden des Landkreises gibt nur teilweise Aufschluss, die Landesverordnung Niedersachsens zu diesem Punkt lässt sich nur mit viel Ruhe und Geduld nachvollziehen. Auch nach zwei Jahren Pandemie ist die Kommunikation unter den beteiligten Behörden, Einrichtungen und Personen immer noch ein großes Durcheinander.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, welche Regeln denn gelten, wenn verschiedene Infos von Kindergärten, Landkreis und Land kommen, habe ich mal konkret nachgefragt - hier ist das Ergebnis.

An manchen Dingen oder Landmarken kommen wir in der Grafschaft fast täglich vorbei - aber wenn Kinder uns danach fragen, wissen wir gar nicht, was eigentlich dahintersteckt. Auf der GN-Kinderseite erklären wir in loser Folge, wie zum Beispiel der Vechtesee entstanden ist. Alle Folgen der Serie gibt es hier zu lesen.

Vechtesee soll Nordhorn vor Überschwemmungen schützen

Von Andre Berends

Die Vechte ist der größte Fluss der Grafschaft. Sie fließt von Schüttorf im Süden bis nach Emlichheim im Norden und überquert dann die Grenze zu den Niederlanden. Auf ihrem Weg durch den Landkreis durchquert sie Nordhorn, die größte Stadt der Grafschaft. Noch im vergangenen Jahrhundert gab es in Nordhorn Überschwemmungen, wenn die Vechte Hochwasser führte. Vor allem die Innenstadt, die wie eine Insel von zwei Vechtearmen umschlossen wird, war davon bedroht.

Um Nordhorn besser vor dem Hochwasser der Vechte zu schützen, wurde 1974 der Vechtesee gebaut. Er liegt in der Nähe der Innenstadt und ist einer der größten Seen der Grafschaft. Seine Fläche ist etwa so groß wie 30 Fußballfelder.

Der Vechtesee grenzt direkt an die Innenstadt. Foto: Meppelink

© Meppelink, Gerold

Der Vechtesee grenzt direkt an die Innenstadt. Foto: Meppelink

Der Vechtesee ist also ein künstliches Gewässer. Die Vechte fließt durch den Vechtesee und speist ihn mit Wasser. Dieses große Becken sorgt dafür, dass der Wasserstand der Vechte in der Innenstadt nicht so hoch ist. Die Vechte führt außerdem viel Sand mit sich, der sich im Vechtesee ablagern soll, sodass der Fluss wenig später in der Innenstadt immer tief genug ist und nicht verstopft. Der Vechtesee erfüllt also eine wichtige Aufgabe für den Hochwasserschutz von Nordhorn.

Viele Menschen finden den Vechtesee toll, weil man an seinem Ufer spazieren gehen kann. Eine Runde ist etwa zwei Kilometer lang. Auch der Bootsclub Nordhorn nutzt den Vechtesee zum Surfen, Segeln und Paddeln. Baden ist hier jedoch verboten. Das hat vor allem mit der Strömung der Vechte zu tun. Denn die kann stark sein. Außerdem weiß man durch die Sandablagerungen nie genau, wie tief der Vechtesee gerade ist.

„Kinder, die aus dem Rahmen fallen“

Manche Kinder haben es schwerer als andere. Sie kommen im Schulsystem nicht zurecht, fallen durch herausfordernde Verhaltensweisen auf und werden vom Unterricht ganz oder teilweise ausgeschlossen. Einige Kinder zeigen auch (oder nur) andernorts extrem herausforderndes Verhalten, Hobbies und Sozialkontakte leiden darunter oder finden gar nicht mehr statt. „Für diese Kinder sind die vorhandenen Unterstützungsangebote häufig unzureichend und die Belastung für die Familien besonders hoch“, heißt es in einer Pressemitteilung von Nordhorner Eltern, die selbst in so einer Situation sind. Sie suchen nun Grafschafter, die ebenfalls Unterstützung im Alltag mit ihren Kindern brauchen. Am Donnerstag, 3. März, um 19.30 Uhr soll ein erstes unverbindliches Treffen in Nordhorn stattfinden. Anmeldung und Rückfragen sind per E-Mail möglich an Herausforderung22@gmx.de. Der Ort des Treffens wird nach Anmeldung mitgeteilt.

Interessanter Blick unter Wasser

Woher kommt das Wasser auf unserem Planeten? Welcher Meeresbewohner hat drei Herzen und neun Gehirne? Und welcher Fisch flitzt am schnellsten durch den Ozean?

Der knallblaue Kater Professor Astrokatz taucht in diesem Buch ab in die Tiefsee. Den Lesern werden die verschiedenen Lebensräume vorgestellt und sie erfahren viel darüber, welche Tiere in der Tiefsee leben. Wie all diese Tiere an ihre speziellen Lebensräume angepasst sind und welche Besonderheiten sie haben. Für jedes Thema gibt es eine Doppelseite. Darauf finden sich Bilder und in übersichtlichen Textblöcken die Erklärungen.

Lesetipp aus der Stadtbibliothek Nordhorn: „Professor Astrokatz: Reise in die Tiefsee“ von Dominic Walliman und Ben Newman.

Lesetipp aus der Stadtbibliothek Nordhorn: „Professor Astrokatz: Reise in die Tiefsee“ von Dominic Walliman und Ben Newman.

Mit Inhaltsverzeichnis, einem Glossar mit Worterklärungen und einem Register ein perfektes Einsteiger-Sachbuch für Grundschüler.

Für Mädchen und Jungen ab 7 Jahren. Erschienen im Nord-Süd-Verlag. ISBN 978-3-314-10558-6.

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