Auto und Motor
30.09.2022, 13:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Citroën zeigt Studie für günstiges E-Auto

Klotzen nicht kleckern: Bei der Studie Oli von Citroën bezieht sich das eher auf ihr kantiges Aussehen, das an Klemmbausteine erinnert. Foto: dpa

© picture alliance/dpa/Citroën

Klotzen nicht kleckern: Bei der Studie Oli von Citroën bezieht sich das eher auf ihr kantiges Aussehen, das an Klemmbausteine erinnert. Foto: dpa

Paris Citroën will den Preis für ein alltagstaugliches E-Auto für Familien auf 25 000 Euro drücken. Den Weg dahin soll die Studie Oli weisen, die der Hersteller jetzt in Paris enthüllt hat.

Der rund 4,20 Meter lange Fünfsitzer mit 400 Kilometern Reichweite wurde in jeder Hinsicht abgerüstet: Das Gewicht wurde laut Hersteller mit innovativen Materialien wie Pappe und Polyurethan auf 1000 Kilo gedrückt. Da die Spitze auf 110 km/h limitiert ist, soll dem Wagen eine 40 kWh große Batterie reichen.

Außerdem folgt die Konstruktion dem Vorbild des Kleinfahrzeugs Ami und nutzt viele Komponenten mehrfach. So sind etwa die Türen oder die Stoßfänger jeweils identisch, genau wie die Radläufe oder die Sitze. Und statt ein eigens Infotainmentsystem zu entwickeln, zapfen die Franzosen einfach das Smartphone an. Das wird laut Designchef Pierre Leclercq wie eine Karte ins Cockpit geschoben.

Zwar folgt der Oli der anhaltenden SUV-Welle, gibt sich aber nicht als weichgespülter Cross-over, sondern als kantiger Charaktertyp. Das hat zwar vor allem technische Gründe, weil die Karosserieteile aus Pappe nicht gebogen werden können.

Weil die Pappe stabiler ist als Blech, kann man den Wagen buchstäblich aufs Dach steigen und so mitten in der Stadt ein Picknick machen. Innovativ zeigt der Oli sich am Heck. Mit ein paar Handgriffen wird der Oli vom SUV zum Pick-Up mit offener Ladefläche. Zwar macht Leclercq gar keine Hoffnung, dass dieser Wagen je in Serie gehen wird. Doch viele der Ideen will sein Team weiterverfolgen: „In jedem neuen Citroën mit Elektroantrieb wird deshalb ein bisschen Oli stecken. dpa