24.08.2022, 09:00 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Junge Familie

Beruflicher Neustart als Zweifach-Mama

authorVon Frauke Schulte-Sutrum

Liebe Eltern,

am Donnerstag geht’s für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen mit dem Unterricht wieder los und am Samstag ist für die neuen Erstklässler ein sehr spannender Tag: Sie werden eingeschult. Auch ich feiere in dieser Woche etwas besonderes - meine zweite Einschulung quasi mit 38 Jahren. Denn nach zehn Jahren als Redakteurin bei den Grafschafter Nachrichten habe ich mich für einen beruflichen Neustart entschieden. Keine leichte Entscheidung als zweifache Mama, schließlich sind meine Kinder erst drei und fünf Jahre alt. „Aber wenn nicht jetzt, wann dann!?“, dachte ich mir und überlegte etwa drei Jahre lang, ob ich den Schritt zur Sozialarbeiterin an einer Grundschule wagen soll. Ich wage ihn und bin schon ganz aufgeregt, wie es wird. Ein Sprung ins kalte Wasser wird es allemal, aber dann doch nicht so ganz, denn vor meiner Zeit bei den GN habe ich bereits im sozialen Bereich mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.

Die nächsten vier Jahre möchte ich während meines Dualen Studiums an verschiedenen Grundschulen Einblicke gewinnen und werde einmal wöchentlich an der Hochschule Saxion in Enschede einen Seminartag belegen. Das Studium Soziale Arbeit wird dort auf Deutsch angeboten und ist in der Grafschaft und Umgebung sicherlich vielen ein Begriff.

Mittlerweile habe ich auch schon zwei weitere Frauen kennengelernt, die „mitten im Leben“ den Weg zum Dualen Studiengang Soziale Arbeit an der Saxion eingeschlagen haben und somit Arbeit, Studium und Familie unter einen Hut bringen. Der Austausch mit ihnen hat mir sehr geholfen und mir auch jetzt schon gezeigt, dass meine Entscheidung die richtige war. Und wenn es doch nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, oder ich merke, dass ich komplett zurück in den Journalismus möchte, so habe ich es wenigstens versucht und werde mir keine Vorwürfe machen: „Hätte ich es doch bloß ausprobiert!“ Der Journalismus bleibt mir im Übrigen erhalten, denn ich bleibe bei den Grafschafter Nachrichten als freie Mitarbeiterin beschäftigt.

Von Frauke Schulte-Sutrum

Meine Kinder lieben es, Papierflieger und Segelboote zu falten - beziehungsweise von uns Eltern falten zu lassen. Neulich wollte der Fünfjährige ein Segelboot aus Papier falten. Zum Glück habe ich auf YouTube eine gute und kurzweilige Anleitung gefunden, mit der es mir ratzfatz gelang, zwei schöne Exemplare zu falten.

Die Segelboote aus buntem Papier haben wir mithilfe eines Erklärvideos gefaltet. Achtung: Die Boote bleiben mithilfe eines kleinen Tricks beim Falten stehen. Foto: Schulte-Sutrum

Die Segelboote aus buntem Papier haben wir mithilfe eines Erklärvideos gefaltet. Achtung: Die Boote bleiben mithilfe eines kleinen Tricks beim Falten stehen. Foto: Schulte-Sutrum

  • Eine kleine Maus sieht eine Fledermaus herumfliegen und sagt: „Schau Mama, ein Engel!“
  • Was heißt „Hund“ auf Italienisch? Labello.
  • Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine zum anderen: „Mein Herrchen ist so saublöd! Jetzt bring ich ihm schon zum tausendsten Mal den Ball und er wirft ihn immer wieder weg.“

Unterwegs mit dem Vechtekind durch die Niedergrafschaft

Von Anja Glöckner

Nachdem meine Familie und ich vor einigen Wochen einen kleinen Teil der Obergrafschaft mit der Bahn und unseren Fahrrädern erkundet hatten, ging es für meine Töchter und mich zu Beginn der Ferien in die Niedergrafschaft. Das hat dieses Mal auch allein, ohne die Hilfe meines Mannes, beim Ein- und Aussteigen wunderbar funktioniert. Meine Töchter wussten dank der ersten Tour, wie es geht.

Wir starteten wieder in Nordhorn. An diesem Tag war der Regiopa, die RB 65, Richtung Neuenhaus deutlich voller als bei unserer letzten Tour. Doch unsere drei Fahrräder konnten mit der Hilfe des Zugbegleiters und eines netten Mitreisenden noch ein Plätzchen im Fahrradabteil finden. Ausgestiegen sind wir am Bahnhof in Neuenhaus.

Von dort aus fuhren wir mit unseren Rädern in Richtung Lage – die Strecke entlang der Lager Straße bin ich als Kind auch schon mit meinem Großvater gefahren. Im Lager Busch sind wir dann links über die Dinkel abgebogen und dann entlang von Feldern und einem Waldstück über den Dinkelpad in Lage angekommen. Der Dinkelpad mündet in die Eichenallee. Entlang der mit Kopfsteinpflaster versehenen Allee stehen wunderschöne, historische Bauernhäuser und riesige alte Eichen. Meine Töchter meinten, es sieht hier aus wie in unseren Holland-Urlauben. Wir sind der Eichenallee entlang der alten Burgruine bis zur Wassermühle gefolgt, um hier unsere Fahrräder abzustellen und bei der neuen „Malle Mühle“ einzukehren. Nach der kleinen Stärkung radelten wir zurück nach Neuenhaus, denn unsere kleine Reise war noch nicht zu Ende. In Neuenhaus stiegen wir in den Fietsenbus und fuhren nach Uelsen. Das hat nach einer kurzen Einweisung auch bestens geklappt, die Fahrräder rollten fast von allein auf den Anhänger.

In Uelsen spielte das Vechtekind eine Runde Minigolf. Foto: privat

In Uelsen spielte das Vechtekind eine Runde Minigolf. Foto: privat

Unser Ziel in Uelsen war die Minigolfanlage beim Waldbad. Hier haben wir eine ausgiebige Partie gespielt. Eine Runde Minigolf kostet 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder. Wer mag, kann von dort aus noch so einiges mehr unternehmen. Der Geschichtspfad „Uelser Quellen“, der Bronzezeithof und auch der Abenteuerspielplatz sind direkt um die Ecke.

Wir steuerten jedoch nur noch kurz den Abenteuerspielplatz an und dann ging es für uns wieder zurück zum Marktplatz in Uelsen. Hier holte uns der Fietsenbus ab und fuhr uns bis zum Bahnhof Neuenhaus. Von dort aus fuhren wir mit dem Regiopa zurück in die Kreisstadt.

Grafschafterin stellt erstes Buch mit dem Titel „Blöder Mama!“ vor

Valerie Schussel hat einen guten Grund, mit ihrem Künstlernamen lieber anonym zu bleiben: Sie erzählt von ihrem nervenaufreibenden Familienalltag, in dem die Kindererziehung einfach nicht gelingen will, egal wie viele pädagogische Ratschläge sie sich einholt. Vielleicht liegt das Misslingen an der schlechten Aussprache ihres dreijährigen Sohnes Nicolas, den sie mit ihren schlechten Ohren sowieso nicht gut verstehen kann?

Jedenfalls sind die Kommunikationsschwierigkeiten vorprogrammiert und das Einzige, was ihr noch helfen kann, ist ein ansteckender Dachschaden. Für den ist die verrückte Erzieherin namens Hanni Knallmeier aus dem Kindergarten verantwortlich. Schnell werden Hanni und Nicki zu einem Dreamteam. Sie leben der Mama vor, wie leicht doch die Kindererziehung funktionieren kann, wenn man aufhört, alles ernst zu nehmen.

Das Cover von „Blöder Mama“. Foto: privat

Das Cover von „Blöder Mama“. Foto: privat

Valerie Schussel kommt gebürtig aus Nordhorn. „Ihr Geburtsort zählt zu den schönsten Familienstädten von ganz Deutschland. Immer wieder kehrt sie gerne in ihr Elternhaus zurück“, heißt es in einem Text der Autorin. Dort hat sie früher zwar das Fachgymnasium für Pädagogik und Psychologie besucht, aber sowohl damals in der Theorie als auch heute in der Praxis muss sie sich eingestehen, dass die Kindererziehung nichts für schwache Nerven ist. Doch gerade ihr andersartiger Berufsweg als Fremdsprachenkorrespondentin hat sie in die Arme ihres Mannes nach Köln ins Rheinland geführt, weshalb es ihre Familie in dieser Konstellation überhaupt gibt. War alles nur ein genialer Zufall?

Die Leser dürfen an den tagtäglichen Konflikten teilhaben und werden am Ende aufgefordert, ihre ganz persönliche Lösung für den Umgang mit so manch einem Rabatzmacher aufzuzeigen. Belohnt werden sie mit der Teilnahme am Gewinnspiel. Auf den besten Tipp wartet schon jetzt die Veröffentlichung.

Illustriert wurden die Figuren auf dem Titelbild von der gebürtigen Grafschafterin Jessica Franz, die neben Germanistik und Philosophie auch Kunst auf Lehramt studiert hat.

Das Buch „Blöder Mama!“ gibt es ab sofort überall im Online-Buchhandel zu kaufen. „Welche Anspielung hinter dem Buchladenpreis von 13,33€ steckt, werden die Leser ganz am Ende erfahren. Denn Frau Schussel liebt Rätsel, die sie in ihrer biografischen Erzählung mehrfach zwischendurch eingebaut hat“, so die Autorin mit einem Augenzwinkern weiter.

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