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06.11.2018, 18:09 Uhr

Niederländische Polizei hackt Kriminellen-Chat

Die Polizei Oost-Nederland und das niederländische Innenministerium sprechen von einer Weltpremiere: Polizeibeamte haben den verschlüsselten Chatdienst „IronChat“ gehackt. Diesen nutzten Kriminelle, um miteinander zu kommunizieren.

Niederländische Polizei hackt Kriminellen-Chat

Symbolfoto: Friso Gentsch dpa/lni

Von Frauke Schulte-Sutrum

Enschede Kriminelle gingen davon aus, sie könnten mit dem Chatdienst „IronChat“ offen miteinander sprechen und kriminelle Machenschaften planen und ausführen. Doch sie haben die Rechnung ohne die niederländische Polizei gemacht: Digitale Fahnder hackten sich in den Chat ein und konnten so live zahlreichen Unterhaltungen folgen. Sie werteten rund 265.000 Chatberichte aus, mehrere Verdächtige konnten so auf frischer Tat erwischt werden. Das berichtet die niederländische Tageszeitung Tubantia von einer Pressekonferenz der Polizei und des niederländischen Innenministeriums am Dienstagabend.

Es gebe mehr als 100 Verdächtige, doch noch seien nicht alle verhaftet. Die Fahnder enthüllten unter anderem Drogenlabore sowie illegale Waffen- und Geldgeschäfte. „Was wir erreicht haben, ist, soweit wir wissen, weltweit einmalig“, schrieb die Polizei in einer Ankündigung vor der Pressekonferenz. Am Dienstag ging die Polizei im Zuge der digitalen Fahndung gegen zahlreiche Verdächtige vor und habe so unter anderem einen geplanten Vergeltungsanschlag innerhalb der kriminellen Szene verhindern können. Sie verhafteten in diesem Zusammenhang einen 31-jährigen Mann aus Almelo und zwei Männer aus Enschede im Alter von 23 und 33 Jahren.

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