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07.06.2020, 00:28 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Corona: Lufthansa parkt sechs Jumbos auf Flughafen Twente

Weil die Corona-Krise die Luftfahrt fast völlig zum Erliegen gebracht hat, parkt die Lufthansa in den nächsten Wochen sechs Großraumflugzeuge auf dem weitgehend stillgelegten Airport Twente bei Enschede. Am Sonnabend landeten die ersten beiden Jumbos.

Der erste Jumbo der Lufthansa landete am Sonnabend um 7.50 Uhr auf dem Gelände des Flughafens Twente. Die Maschine kam aus Peking. Foto: Niek van der Zande / Twente Airport

Der erste Jumbo der Lufthansa landete am Sonnabend um 7.50 Uhr auf dem Gelände des Flughafens Twente. Die Maschine kam aus Peking. Foto: Niek van der Zande / Twente Airport

Von Andre Berends

Enschede Die Corona-Krise zwingt den internationalen Luftverkehr seit Wochen, am Boden zu bleiben. Viele Gesellschaften haben aufgrund von Reisebeschränkungen und sinkender Nachfrage Flüge abgesagt – darunter mit der Lufthansa auch die größte deutsche Airline. Der Konzern parkt nun sechs Großraumflugzeuge des Typs Boeing 747-400 auf dem Flughafen Twente bei Enschede. Die lange und breite Start- und Landebahn macht es möglich, den Jumbo hierher zu lotsen.

Am Sonnabendmorgen landete der erste Lufthansa-Jet auf dem Airport Twente. Der Flieger war in Peking gestartet und kam um 7.50 Uhr in Enschede an. Um 10 Uhr folgte bereits der zweite Jumbo – nach einem deutlich kürzeren Flug. Die Lufthansa verlegte diese Maschine von Frankfurt/Main nach Enschede. Dort wird sich in den kommenden Wochen eine Tochtergesellschaft der Lufthansa-Gruppe, die in Amsterdam ansässig ist, um das Parkmanagement und auch um die weiterhin nötigen Wartungsdienste für die bald sechs Maschinen kümmern.

Wann weitere Jumbos in der Twente eintreffen, ist nicht bekannt und wird – um zu verhindern, dass Planespotter ein Verkehrschaos auslösen – wohl auch nicht bekannt gegeben. In den vergangenen Jahren hatte die Ankunft größerer Maschinen stets zu einem Besucheransturm geführt.

Flughafen Twente sieht Chancen

Die Betreiber des Flughafens Twente, der ansonsten seit Jahren weitgehend stillgelegt ist, freuen sich darüber, dass ihr Angebot angenommen wird. Man arbeite daran, auch künftig als Anlaufpunkt für Flugzeugwartungen zu dienen. Eine jüngst von Airbus Consulting angefertigte Studie skizziere eine günstige Perspektive, teilte Meiltje de Groot, Direktorin des Flughafens Twente, am Sonnabend mit: „Die großen europäischen Flughäfen haben immer weniger Platz. Darüber hinaus geht die Wartung auch zulasten der verfügbaren Slots.“

Seit einigen Jahren ist mit AELS (Aircraft End-of-Life Solutions) bereits ein Unternehmen auf dem Flughafen Twente tätig, das ausrangierte Passagierflugzeuge auseinanderbaut, recycelt und entsorgt. Hier sind in der Vergangenheit bereits mehrere große Maschinen abgewickelt worden.

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