Grafschafter Nachrichten
24.08.2018

Zehn Millionen Euro Nothilfe für Landwirte nach Dürreschäden

Zehn Millionen Euro Nothilfe für Landwirte nach Dürreschäden

Ertragseinbußen von 30 Prozent gab es bei der Maisernte. Die Zahlen für Kartoffeln und Rüben liegen noch nicht vor. Symbolbild: dpa

Insgesamt zehn Millionen Euro haben das Land Niedersachsen und der Bund für Landwirte bereitgestellt, die von der Dürre besonders betroffen sind. Mit dem Geld sollen Betriebe in Existenznot gerettet werden, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Reinhold Hilbers.

Nordhorn Die Auswirkungen der Dürre auf die niedersächsische Landwirtschaft sind gravierend. Es wird nach Schätzungen des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums von einem Schaden von 985 Millionen Euro ausgegangen. Das gab Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast jüngst bekannt. „Die Schäden auch in der Grafschaft Bentheim sind immens“, zeigt sich der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers besorgt.

Besonders Betriebe, die auf Futtermittel angewiesen sind, könnten in Schieflage geraten, erläutert der Abgeordnete aus Lohne. Erste Meldungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) wiesen beim Mais auf Ertragseinbußen von 30 Prozent hin. „Für Kartoffeln und Rüben liegen noch keine Ergebnisse vor, da die Ernte noch nicht abgeschlossen ist“, teilte der Abgeordnete in einer Pressemitteilung mit.

Anträge ab Herbst möglich

Deswegen hat die Landesregierung Niedersachsen nun umgehend eine Nothilfe für Härtefälle von fünf Millionen Euro bereitgestellt. Mit Bundesmitteln wird die Summe um weitere fünf Millionen aufgestockt. „Die insgesamt zehn Millionen Euro sollen Betrieben zu Gute kommen, die durch die Dürre in Existenznot geraten sind und keinerlei Spielraum haben“, sagte Hilbers. Das Antragsverfahren soll im Herbst eröffnet werden, damit das erste Geld noch 2018 auf die Höfe kommt. „Wer durch die Dürre in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht ist, hat unsere Hilfe verdient“, meint der Landtagsabgeordnete.

Noch sei offen, in welcher Höhe Hilfsmittel vom Bund nach Niedersachsen fließen. Die nächsten Tage sollen auch in Absprache mit dem Bund darüber Klarheit bringen, wie das genaue Verfahren laufen soll. Am Montag findet in Berlin das nächste Treffen statt. Bis Mitte September soll eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern unterschrieben werden. „Dann können weitere Hilfen fließen“, kündigt Hilbers an.

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