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14.09.2018, 17:42 Uhr

„Wir könnten locker 100 weitere Lesementoren einsetzen“

Immer mehr Kinder in der Grafschaft können nicht richtig lesen. Sie brauchen Unterstützung und erhalten diese von Leselernhelfern. Der Verein „Mentor“ sucht dringend weitere Mitstreiter. Die Nachfrage aus den Schulen sei enorm, so Vorsitzende Inge Lange.

„Wir könnten locker 100 weitere Lesementoren einsetzen“

Inge Lange ist Vorsitzende des Vereins „Mentor – die Leselernhelfer“. Foto: Konjer

Nordhorn Der Verein „Mentor Grafschaft Bentheim“ sucht neue Leselernhelfer, die Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren beim Lesen unterstützen wollen. Zurzeit sind im Landkreis 232 Leselernhelfer an 38 Schulen ehrenamtlich tätig. Sie sind in der Regel pro Woche für eine Stunde in der Schule, um dort jeweils einem Schüler zu helfen.

Wer Interesse bekundet, kann sich bei der Vorsitzenden des Vereins, Inge Lange, unter Telefon 05921 7272433 oder per Mail an info@mentor-grafschaft-bentheim.de melden. Eine pädagogische Ausbildung ist keine Voraussetzung für die Tätigkeit. Unterstützung erhalten die Mentoren durch Fortbildungen und regelmäßigen Erfahrungsaustausch.

Drei Fragen an Inge Lange, Vorsitzende des Vereins „Mentor Grafschaft Bentheim“:

Frau Lange, warum können immer mehr Kinder nicht richtig lesen?

Weil sie in ihrer Freizeit lieber mit elektronischen Geräten spielen und keine Lust haben, in Bücher zu gucken. Das lässt sich vor allem in sozial schwachen Familien beobachten, wo auch die Eltern nicht lesen.

Wie können Mentoren helfen?

Indem sie Kindern Lust aufs Lesen machen und mit ihnen in Büchern lesen, die die Kinder interessieren – und verstehen. Die Nachfrage aus den Schulen ist enorm. Nach den Ferien haben sich allein neun weitere Schulen bei uns gemeldet und stehen nun auf einer Warteliste. Wir könnten locker noch 100 weitere Mentoren einsetzen.

Muss sich in den Schulen etwas ändern?

Die Lehrer geben sich so viel Mühe – ihnen ist nichts vorzuwerfen. Das Problem ist aus meiner Sicht aber, dass sie zu viel zu erledigen haben und mehr Unterstützung bekommen müssten. Das wiederum ist Sache der Politik.

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