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28.02.2018, 18:25 Uhr

Wetterdienst spricht von ungewöhnlicher Kältewelle

Es ist eiskalt in der Grafschaft Bentheim und im Emsland. Der strenge Frost soll weiter anhalten. In der Nacht auf Donnerstag sind niedrigere Werte als in der Nacht zuvor möglich. Danach soll es aber langsam wieder wärmer werden.

Wetterdienst spricht von ungewöhnlicher Kältewelle

Eiskalt zeigte sich am Dienstagabend die Vechtelandschaft bei Engden und Hestrup. Foto: Stephan Konjer

Von Oliver Wunder

Nordhorn. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt erneut vor dem Auftreten von strengem Frost in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland. Dabei soll es kälter als in der vergangenen Nacht werden: Von Mittwoch auf Donnerstag können in der Region Temperaturen zwischen minus sieben und minus zwölf Grad Celsius auftreten.

Deutlich kälter wird es vermutlich in den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg. Hier erwartet der DWD Frost zwischen minus zehn und minus 15 Grad Celsius, bei klarem Himmel ist über Schnee bis zu minus 17 Grad Celsius möglich. Die südlich gelegenen Kreise Borken und Steinfurt in Nordrhein-Westfalen sollen dagegen etwas wärmer wegkommen. Der DWD rechnet dort mit nächtlichen Temperaturen zwischen minus sieben und minus neun Grad Celsius.

Wasserleitungen in Gefahr

Doch auch tagsüber soll es am Mittwoch knackig kalt bleiben. Der DWD geht von mäßigem Frost zwischen minus drei und minus acht Grad Celsius aus, ebenso soll es Donnerstag frostig bleiben. Die Wetterstation in Lingen – in der Grafschaft gibt es keine amtliche Station des DWD, die Temperaturen misst – hat den Mittwochvormittag Werte um minus acht Grad aufgezeichnet; in der Nacht lag der Tiefstwert bei zehn Grad unter dem Gefrierpunkt.

Die tiefen Temperaturen gefährden Wasserleitungen, sie können einfrieren und platzen. Heizungen sollten daher mindestens auf Frostschutz (Sternchen) und womöglich auf Stufe 1 gestellt werden, rät Hermann Hans, technischer Leiter der Nordhorner Versorgungsbetriebe (NVB). Für den Schutz von Wasserhähnen im Außenbereich sei es aber vermutlich bereits zu spät, diese hätten vor der Frostperiode durch eine Entleerung gesichert werden müssen.

Ungewöhnliche Kältewelle

Tief „Ulrike“ soll in den kommenden Tagen mildere Luft nach Deutschland bringen und das Kältehoch „Hartmut“ ablösen. Spätestens ab Sonntag sind den DWD-Prognosen zufolge wieder Plusgrade zu erwarten.

Die derzeitige Kältewelle in ganz Deutschland bezeichnet der DWD als durchaus ungewöhnlich. Allerdings seien die Februare in den Jahren 1929 und 1956 deutlich kälter gewesen. Damals gab es eine „verheerende Kälte“. Die Durchschnittstemperatur lag mit minus 9,6 Grad Celsius jeweils zehn Grad unter dem langjährigen Mittelwert.

Kaltes Deutschland, warme Arktis

In einer Bilanz des am Mittwoch endenden meteorologischen Winters schreibt der DWD, dass der Winter 2017/2018 in Deutschland 1,4 Grad Celsius wärmer war als im Mittelwert des Vergleichszeitraums (1961 bis 1990). Der Februar war dagegen wegen der Kältewelle am Monatsende 2,1 Grad kälter als in der gleichen Referenzperiode.

Doch während derzeit eine Kältewelle Mitteleuropa im Griff hat, haben Wissenschaftler der „European Geosciences Union“ in den vergangenen Tagen am nördlichen Kältepol der Erde, der Arktis, eine kleine Hitzewelle beobachtet. Starke Winde wehen die arktische Kaltluft aus Sibirien bis nach Deutschland und bringen gleichzeitig warme Luft nach Grönland.

Bildergalerie

Kältewelle in der Grafschaft

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Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Wetter-Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft
Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus

© Kersten, Iris

Hoch "Hartmut" bringt eisige Luft und etwas Schnee in die Grafschaft: Motive aus der Niedergrafschaft bei Neuenhaus.

© Kersten, Iris

Winterliches Kloster Frenswegen.

© Konjer, Stephan

Eiskalte Vechtelandschaft bei Engden / Hestrup: In der Dämmerung bei -6 Grad Celsius. Es ist windstill und einmalig schön.

© Konjer, Stephan

Malerisch und einladend sieht das Eis des Vechtesees aus, doch da die Vechte durch den See fließt, ist das Eis dünn und Betreten damit lebensgefährlich.

© Henrik Hille

Der Vechtesee ist größtenteils zugefroren.

© Henrik Hille

Bei Emsbüren im Emsland ist das Eis noch brüchig.

© Henrik Hille

Eislaufen ist auf einer Wiese in Ohne möglich.

© Henrik Hille

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