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23.07.2019, 12:17 Uhr

Unternehmer und Studierende sollen zusammenkommen

„Cross Border Talent“ (CBT) – der Titel ist Englisch, aber das Projekt nimmt Studierende in den Nachbarländern Deutschland und die Niederlande im Euregiogebiet des Städtedreiecks Münster, Enschede, Osnabrück in den Blick.

Unternehmer und Studierende sollen zusammenkommen

Workshop beim Netzwerk-Event.Foto: FH Münster

Steinfurt/Nordhorn Das Konzept von „Cross Border Talent“: Deutsche Studierende der FH Münster und der Hochschule Osnabrück gehen in ein niederländisches Unternehmen für ihre Abschlussarbeit und absolvieren dort, wenn es gepasst hat, im Anschluss ein Trainee. Niederländische Absolventen der Saxion Enschede gehen in einen deutschen Betrieb im Emsland, im Osnabrücker Land und in der Grafschaft Bentheim.

40 Studierende konnten die Projektpartner – zu denen die Wirtschaftsförderung Grafschaft Bentheim gehört – schon vermitteln. Und weil es noch mehr werden sollen, hatten sie Anfang Juli zum Netzwerk-Event nach Steinfurt geladen. Mehr als 70 Studierende, Unternehmer, Hochschulmitarbeiter und Multiplikatoren aus dem Bereich „grenzüberschreitender Arbeitsmarkt“ nahmen teil. „Es geht darum, Ideen zu sammeln, wie wir die Studierenden mit unserem Projekt noch besser erreichen“, erklärt Ralf Hilmes, Abteilungsleiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises. „Mit einem ,Design-Thinking-Workshop‘ wollen wir uns in verschiedene Personen und Perspektiven eindenken und einfühlen und dann daraus Maßnahmen ableiten.“ Denn jeder Studierende stecke in einem anderen Lebensentwurf, und beim Maßnahmenentwickeln helfe es, seine Zielgruppe zu kennen.

„Es geht um Bedürfnisse und um die Hindernisse, die den Studierenden im Weg stehen“, erklärt Katrin Liebert, die den Workshop gemeinsam mit Andrea Blome moderierte.

Herausgekommen sind kreative Ideen: Exkursionen zu Unternehmen beiderseits der Grenze, gemeinsame Lehrveranstaltungen, Schnupperpraktika oder ganz konkret eine CBT-Gruppe in einem Karrierenetzwerk zum besseren Austausch. Ums Netzwerken ging es auch bei dem Event, zudem um einen kulturellen und gesellschaftlichen Vergleich. „Es ist vielleicht nicht so außergewöhnlich, wie in die USA oder nach Spanien zu gehen, aber hinter den Kulissen ist es schon ein großer Schritt für die Studenten“, sagt Professor Markus Schwering, Gastgeber der Fachhochschule Münster in Steinfurt. „In den Niederlanden herrschen verhältnismäßig flache Hierarchen und eine Start-up-Kultur, das ist für viele Deutsche erst einmal gewöhnungsbedürftig.“ Umgekehrt sind für niederländische Studenten die Strukturen in den deutschen Betrieben ungewohnt.

Unternehmen, die sich für das Projekt interessieren oder sich im Rahmen einer Exkursion den Studierenden vorstellen möchten, können sich an die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim wenden. „Cross Border Talent“ wird im Rahmen des Interreg-Programms von der Europäischen Union und den Interreg-Partnern finanziell unterstützt.

Ansprechpartnerin bei der Wirtschaftsförderung Grafschaft Bentheim ist Manuela Verwold unter Telefon 05921 962313 oder per E-Mail an manuela.verwold@grafschaft.de.

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