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Guntram Dörr,
Chefredakteur
18.08.2022, 17:08 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Natur

Unter NABU-Leitung das Naturparadies Masuren erleben

Ein Bienenfresser kann in Polen entdeckt werden. Foto: NABU/CEWE/ Thorsten Katz

© Thorsten Katz

Ein Bienenfresser kann in Polen entdeckt werden. Foto: NABU/CEWE/ Thorsten Katz

Wer „eine Landschaft wie früher“ mit Elchbegegnungen, Seeadlern über klaren Seen, unzähligen Störchen – und sogar ein ganzes Storchendorf mit mehr Störchen als Einwohnern – sowie die bunten Bienenfresser erleben möchte, sollte – auch wegen der Kultur – nach Masuren fahren, in Polens wilden Nordosten. Genau das ist unter fachkundiger Leitung des Reiseteams des NABU Niedersachsen möglich, vom 27. Mai bis 7. Juni 2023. Aufgrund der großen Nachfrage ist diese klimafreundliche Busreise bereits ab sofort buchbar.

Vielfältige Natur

Im Mittelpunkt der Fahrt steht Masurens großartige und vielfältige Natur – die Seen, die glasklaren Flüsse, wobei die Reisegruppe auf der Krutyna sogar paddeln oder sich im Stakeboot fahren lassen wird, die weite, teilweise hügelige Landschaft mit den tiefen Wäldern und der ungeheuren Fülle an Tier- und Pflanzenarten. „Bei unserer letzten Reise konnten wir sensationelle 120 Vogelarten verzeichnen“, sagt Biologe und Artenkenner Walter Wimmer, der zusammen mit Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen die Reise leiten wird. Auch Schmetterlinge, Libellen und viele andere Tierarten lassen sich beobachten, „auch so mancher Biber“, wie Rüdiger Wohlers anfügt.

Besuch des Biebrza-Nationalpark

Einer der Höhepunkte dieser seit Jahrzehnten beliebten Busreise ist der Besuch von Polens größtem und jüngstem Nationalpark, dem Biebrza-Nationalpark mit seinen riesigen, großenteils schilfbestandenen Feuchtgebieten. Hier können auch sehr seltene Vogelarten wie der Seggenrohrsänger beobachtet werden. „Und Masuren ist stets auch ein sinnliches Erlebnis, wenn am Abend Tausende Maulwurfsgrillen zu hören sind, morgens das Pfeifen des Pirols vom Waldrand hallt oder überall der Kuckuck zu hören ist!“, merkt Wohlers an. Unterwegs wird die Gruppe durch einheimische Biologen und Ranger geführt.

Kulturgeschichte

Auch Kulturelles steht auf dem Programm – übrigens neben stimmungsvollen Märchen und Geschichten, die erzählt werden: So wird die alte Hansestadt Danzig bei einer Innenstadtführung ebenso erkundet wie die Wallfahrtskirche von Heiligelinde, in der bei einem kurzen Orgelkonzert die Figuren an der jahrhundertealten Orgel durch ausgeklügelte Technik Bewegung aufnehmen. Daneben stehen berühmte Herrenhäuser und auch ein Besuch des Ortes des leider gescheiterten Attentats vom 20. Juli, der „Wolfsschanze“, auf dem Programm – sowie viele kleine beschauliche Orte des malerischen Masuren. Eine Reise, die Masuren in allen Facetten erleben lässt und mit der Region verbindet. „Naturtourismus stärkt auch immer die Wirtschaft vor Ort und macht deutlich, dass Naturschutz auch positive ökonomische Effekte für die Menschen hat, die ihre Natur dort bewahren“, unterstreicht Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen. – Wer daran teilnehmen möchte, erhält nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit unter www.natur-und-reisen.de, Tel. 0511 – 9110551.

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