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04.06.2018, 15:42 Uhr

Unfallstudie bezweifelt Wirkung blauer Wildwarnreflektoren

Das Thema „Wirksamkeit blauer Wildwarnreflektoren“ hat die Grafschafter Verkehrswacht in ihrer Jahresmitgliederversammlung diskutiert. Während eine neue Studie die Wirkung blauer Reflektoren auf Wild anzweifelt, verweisen Jäger auf andere Ergebnisse.

Unfallstudie bezweifelt Wirkung blauer Wildwarnreflektoren

Wildwarnreflektoren wie an der Bundesstraße 403 (Klosterbusch) sollen in der Grafschaft Wildunfälle vermeiden helfen – ihre Wirkung ist aber umstritten. Foto: Westdörp

Nordhorn Hans-Werner Schwarz, Vorsitzender der Verkehrswacht, begrüßte als Gastreferenten Diplom-Ingenieur Jörg Ortlepp, Leiter Verkehrsinfrastruktur der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Ortlepp stellte eine im Auftrag der Unfallforscher gefertigte Studie über die Wirksamkeit blauer Wildwarnreflektoren vor und erläuterte sämtliche Rahmenbedingungen und Einflussgrößen. Beeindruckend ist aus Sicht der Verkehrswacht der Umfang der Untersuchung: Zwei Jahre lang wurden in vier Landkreisen in drei Bundesländern auf 150 ausgewählten Vergleichsstrecken die Wildunfälle jeweils mit und ohne Reflektoren erfasst und ausgewertet. Vorläufiges Fazit (der Abschlussbericht steht noch aus): Wissenschaftlich ist nicht ansatzweise belegbar, dass blaue Reflektoren als geeignetes Mittel zur Wildunfallreduzierung beitragen können.

Nicht ganz unerwartet löste dieses Studienergebnis Widerspruch in Kreisen der Grafschafter Jägerschaft aus, deren Vertreter in der Versammlung begrüßt werden konnten. Sie verwiesen ihrerseits auf Untersuchungen mit anderen Ergebnissen. So entwickelte sich eine engagierte, aber sachliche Diskussion.

Egal ob Befürworter oder Gegner von Reflektoren: Alle waren sich einig darin, dass zum Schutz der Verkehrsteilnehmer, aber auch zum Schutz des betroffenen Wildes, weiterhin unbedingt geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen.

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