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21.03.2018, 17:45 Uhr

Tillenberge in Nordhorn jetzt hoheitlich gesichert

Der Landkreis aktualisiert die Naturschutzgebietsverordnung von 1936. Jetzt ist das Gebiet zwischen Nordhorn und Engden nach EU-Richtlinien als Schutzgebiet eingestuft.

Tillenberge in Nordhorn jetzt hoheitlich gesichert

Eine Landschaft, wie sie in vergleichbarer Form in ganz Niedersachsen kaum noch anzutreffen ist: das Naturschutzgebiet Tillenberge zwischen Nordhorn und Engden.Foto: privat

gn Nordhorn. Das Naturschutzgebiet Tillenberge wird von einem naturnahen Abschnitt der Vechte durchflossen. Altarme zeugen noch von dem ehemals geschwungenen Verlauf des Gewässers. Der Grafschafter Kreistag hat nun die Verordnung des seit 1936 bestehenden Naturschutzgebietes „NSG Tillenberge“ mit einer Größe von 96 Hektar nach den Richtlinien der Europäischen Union aktualisiert. Damit wurde das sechste von insgesamt zehn „Natura-2000“-Gebieten im Landkreis Grafschaft Bentheim hoheitlich gesichert.

Die besondere Bedeutung des Schutzgebietes für den Naturschutz liegt in der dort noch erlebbaren charakteristischen Abfolge von Talniederung, Terrassenhang und Talranddünen im Querschnitt einer Flusslandschaft, die in vergleichbarer Form selbst landesweit kaum noch anzutreffen ist. Neben zehn schutzwürdigen Lebensraumtypen weist das Naturschutzgebiet als Besonderheit das Vorkommen des seltenen Steinbeißers auf, ein heimischer Kleinfisch, der insbesondere auf sandiges Gewässersubstrat und eine dichte Unterwasservegetation angewiesen ist.

Die Niederungsbereiche der Vechte mit historisch altem Hartholzauwald, Altarmen und Dauergrünlandflächen gehen zu den Talrändern hin in Eichen-Mischwälder und Buchenwälder über. Nordöstlich der Vechte schließt sich oberhalb der Terrassenkante das wacholderreiche Heidegebiet auf den Binnendünen der Tillenberge an.

Das Gebiet darf von Wanderern ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen begangen werden, das Betreten angrenzender Flächen ist nicht zulässig, stellt der Landkreis klar. Zur Lenkung der Erholungsnutzung und zum Schutz vor Störungen insbesondere der in dem Gebiet wild lebenden Tierarten sowie Weidetieren müssen Hunde ganzjährig an die Leine genommen werden. Aus dem Grund sind unter anderem auch das Reiten und Radfahren sowie das Aufsuchen und setzen von Geocaching-Punkten in dem Gebiet verboten.

Die Verordnung und die dazugehörigen Karten können beim Landkreis in der Abteilung Natur und Landschaft eingesehen werden. Ansprechpartner sind Gundula von Herz, Telefon 05921 96-1615, und Lars Diekmann, Telefon 05921 96-1617.

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