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09.06.2020, 14:09 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Stand am Dienstag: Auffälliger Anstieg in Schüttorf

Bei der Coronastatistik des Landkreises wird am Dienstag schnell ein Anstieg der Infektionen in Schüttorf deutlich. Wie der Landkreis berichtet, sind dort sieben Menschen positiv auf das Virus getestet worden, es handelt sich um Familienmitglieder.

Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

Nordhorn/Schüttorf Der Landkreis meldet am Dienstag zwei weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt somit auf 247. Es werden 18 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus genannt. Der sogenannte Inzidenzwert, also die Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner, beträgt in der Grafschaft 5,1.

Auffälligkeiten in Schüttorf

Auffällig ist ein Anstieg der Infektionen in der Samtgemeinde Schüttorf: Insgesamt sind es sieben positive Fälle in zwei Familien. Wie der Landkreis berichtet, habe dem Gesundheitsamt am vergangenen Freitag zwei positive Testergebnisse von zwei miteinander verschwägerten Schüttorfern vorgelegen. Da auch einige andere Familienmitglieder über Symptome klagten, wurden weitere Tests gemacht. „Hieraus ergaben sich am Samstag drei weitere positive Testergebnisse. Es handelte sich um Familienangehörige der beiden, darunter zwei Kinder. Da eines der Kinder am Donnerstag noch in der Oberschule Schüttorf im Unterricht gewesen war, wurde am Samstag die Lerngruppe des Kindes abgesondert. Eine Absonderung der Lehrkräfte war nicht erforderlich, da der Kontakt zu der betroffenen Schülerin entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts als ,nicht eng‘ einzustufen war. Am Montag wurden alle Kinder der Lerngruppe sowie alle involvierten Lehrkräfte abgestrichen. Sämtliche Tests sind negativ ausgefallen“, berichtet der Landkreis. Auch am Montag wurden einige Familienmitglieder auf das Coronavirus getestet. Zwei Tests fielen positiv aus. „Der Vater der positiven Schülerin sowie eine Schwester sind positiv getestet worden. Ihre Lerngruppe der OBS Schüttorf wurde ebenfalls unter Quarantäne gesetzt. Alle dort involvierten Lehrkräfte und Schüler werden am heutigen Dienstag abgestrichen. Am 10. Juni dürften auch diese Ergebnisse vorliegen“, heißt es dazu vom Landkreis.

Gerüchte, die seit einigen Tagen in der Obergrafschaft und in sozialen Netzwerken die Runde machen, nach denen sich das erhöhte Infektionsgeschehen möglicherweise auf nicht eingehaltene Abstände am Quendorfer See oder den Besuch einer auswärtigen Feier zurückführen lassen, will der Landkreis nicht bestätigen. Dafür gebe es nach intensiven Recherchen der Containment Unit des Landkreises keinerlei Anhaltspunkte, heißt es.

Insgesamt sind es damit sieben positive Fälle in zwei Familien. Im Zusammenhang mit dem Geschehen befinden sich 33 Personen in Quarantäne.

Zwei Infizierte in Bad Bentheim

Unabhängig von dieser Konstellation gab es am Samstag und am heutigen Dienstag jeweils einen weiteren positiven Fall aus Bad Bentheim. Diese beiden Fälle seien allerdings unabhängig von den Vorkommnissen aus Schüttorf.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim weist darauf hin, dass Adressänderungen bei der Zuordnung der Kommunen zu Verschiebungen von Fallzahlen führen können. Auch beim Abgleich von Wohnorten und Meldedaten könne es zu solchen Verschiebungen kommen. Außerdem sei im Einzelfall auch eine anlassbezogene Überprüfung eines Testergebnisses nicht auszuschließen, wodurch das Ergebnis nachträglich korrigiert werde.
Laut Landkreis stellt die Zahl der Genesenen eine Annäherung dar. Ob jemand von einer gemeldeten Infektionserkrankung genesen ist, könne nicht aus den Meldedaten ausgelesen werden. Es sei allerdings möglich, nach Kriterien des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes eine Schätzung abzugeben, wenn das Meldedatum länger als 14 Tage zurückliegt und kein Krankenhausaufenthalt oder eine Lungenentzündung vorliegt.

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