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20.08.2019, 18:23 Uhr

Sorgentelefon: „Kummernummer“ 1160 mal gewählt

Die Berater der „Nummer gegen Kummer“ brauchen Verstärkung. Ab Oktober sollen nun zwölf weitere Berater ausgebildet werden. Damit sie gut auf die Telefonate vorbereitet sind, erhalten die Freiwilligen in 100 Stunden eine qualifizierte Ausbildung.

Sorgentelefon: „Kummernummer“ 1160 mal gewählt

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Telefonseelsorge Nordhessen führt in Kassel ein Telefongespräch. Symbolfoto: Uwe Zucchi/dpa

Nordhorn Für das Sorgentelefon werden Frauen und Männer gesucht, die Kinder und Jugendlichen bei ihren Problemen unterstützen wollen, die psychisch belastbar sind, die Spaß verstehen, die Provokationen aushalten können und tolerant gegenüber anderen Meinungen, Kulturen und Religionen sind.„Meine Eltern streiten sich die ganze Zeit. Ich will nicht, dass sie sich scheiden lassen. Wie kann ich das verhindern?“ Oder: „In meiner Klasse habe ich nur einen Freund. Sonst ärgern mich alle. Sie schubsen, treten und schreiben gemeine Sachen über mich“. Das sind Beispiele für Gespräche am Kinder- und Jugendtelefon.

An den Telefonen der „Nummer gegen Kummer“ haben die Grafschafter Beraterinnen und Berater im letzten Jahr 1160 Gespräche entgegengenommen, davon waren 253 Beratungen. Durchschnittlich waren sie zweimal monatlich für zwei Stunden im Telefondienst tätig. Ab Oktober sollen nun zwölf weitere Berater ausgebildet werden. Damit sie gut auf die Telefonate vorbereitet sind, erhalten die Freiwilligen in 100 Stunden eine qualifizierte Ausbildung. Die Seminare werden am Wochenende und abends durchgeführt, sodass sie auch Berufstätigen offen stehen. Eine Vorqualifikation ist nicht erforderlich. „Helfen und Profitieren steht im Vordergrund“, heißt es. „Durch die Erweiterung der eigenen kommunikativen und sozialen Kompetenzen erhalten die Beraterinnen und Berater Selbstbestätigung und Freude.“ Damit die Ausbildung für die Freiwilligen kostenlos bleibt, setzt der Kinderschutzbund Spenden ein.

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Infoabend am Dienstag, 20. August, um 19.30 Uhr, im Nordhorner Jugendzentrum, Denekamper Straße 26, unter Telefon 05921 76000 beim Grafschafter Kinderschutzbund oder auf der Internetseite www.kinderschutzbund-grafschaft-bentheim.de.

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