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13.03.2020, 17:34 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Schulfrei: Kommunen organisieren Notfallbetreuung

Die Schulen und Kindertagesstätten sind ab Montag geschlossen - und viele berufstätige Eltern stehen dann vor einem Problem. Eine Notfallbetreuung ist per Rundverfügung von der Landesschulbehörde gesichert. Nur: Sie gilt nicht für alle Berufsgruppen.

Ein leeres Klassenzimmer nach der letzten Schulstunde am Freitagmittag. Niedersachsen schließt bis zum 18. April wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Ein leeres Klassenzimmer nach der letzten Schulstunde am Freitagmittag. Niedersachsen schließt bis zum 18. April wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Von Susanne Menzel

Nordhorn/Bad Bentheim Ab Montag - und zunächst bis zum 18. April - haben in Niedersachsen alle allgemeinbildenden sowie berufsbildenden Schulen, Kindertagesstätten, Horte und Kindertagespflegeeinrichtungen geschlossen. Eine Notfallbetreuung soll eingerichtet werden, teilte die niedersächsische Landesschulbehörde per Rundverfügung mit. Allerdings: Sie gilt nicht für alle Schülerinnen und Schüler.

„Laut der Verfügung ist die Notfallbetreuung auf das notwendige Maß zu begrenzen“, zitiert Heinz-Gerd Jürriens, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Bad Bentheim, aus dem Schreiben. Danach haben folgende Berufsgruppen einen Anspruch darauf, dass ihr Nachwuchs täglich zwischen 8 und 13 Uhr in kleinen Gruppen beaufsichtigt wird:

  • Beschäftigte im Gesundheits-, medizinischen und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte im Bereich Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Mitarbeiter/innen im Vollzugsbereich (einschließlich Justiz- und Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche).

Jürriens: „Die Schul- und Kitaschließung ist jetzt erstmals im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine Maßnahme, die richtig ins Leben eingreift.“ Viele Fragen dazu seien noch ungeklärt. Die Stadtverwaltung Bad Bentheim hat deshalb eine Rufnummer für Eltern (Telefon: 05922/7373) eingerichtet.

Die praktische Umsetzung sieht nach Aussage von Heinz-Gerd Jürriens aktuell so aus, dass am Freitag alle Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen zur beruflichen Situation der Eltern mit nach Hause bekommen haben. Diesen Vordruck müssen sie bei Betreuungsbedarf am Montag in den Sekretariaten ihrer Schulen abgeben. Auf dessen Grundlage entscheiden die Schulen über eine Notfallbetreuung.

Die Lehrer, so betont der Bürgermeistervertreter, haben auf jeden Fall Erscheinungspflicht, sofern sie nicht krankgemeldet sind.

„Wir als Kommune können hier nur unterstützend wirken, um die wirklich wichtigen Funktionen im Alltag sicherzustellen“, erklärt Jürriens. „Die Schulen können eigenständig entscheiden, wen sie zur Notfallbetreuung aufnehmen und wen nicht“.

Laut Rundverfügung werden derzeit von der Landesschulbehörde für die Abschlussprüfungen im Sekundarbereich I als auch für das Abitur Erlasse vorbereitet, über die die Schulen in Kürze informiert werden sollen. Ausschließlich für Schülerinnen und Schüler des bevorstehenden Abiturjahrganges beginnt der Unterricht bereits wieder am 15. April.

Internetseite in Nordhorn

In Nordhorn sollten Eltern, die diese Ausnahmeregelung der Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen, dies direkt mit der Schule beziehungsweise Kita klären.

Nähere Informationen zur genauen Umsetzung der Notbetreuung sind noch nicht bekannt, die Stadtverwaltung verweist auf ihre Homepage: www.grafschaft.de

Für Fragen von Eltern und Schulen steht außerdem die Servicestelle der Niedersächsischen Landesschulbehörde unter folgender Hotline sowie per E-Mail bereit: Regionalabteilung Osnabrück, Telefon 0541/77046-444 oder

service-os@nlschb.niedersachsen.de

Euregio-Klinik: Notfallangebot nutzen

Nach Mitteilung der Euregio-Klinik sind die Mitarbeiter/innen angewiesen, die Notfallbetreuung zu nutzen. Die Klinik-Leitung geht davon aus, dass dadurch die Ausfälle bei den Angestellten überschaubar bleiben.

Betreuung in Samtgemeinde Emlichheim eingerichtet

Auch in den Schulen und Kindertagesstätten der Samtgemeinde Emlichheim werden Notbetreuungsgruppen angeboten, teilt die Samtgemeinde am Freitag mit. Die sind ausschließlich Kindern von Erziehungsberechtigten vorbehalten, die in „kritischen Infrastrukturen tätig sind“: Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und im pflegerischen Bereich sowie Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Feuerwehr und zur Aufrechterhaltung der Staatsfunktionen. In Härtefällen sei eine Betreuung unter Umständen denkbar. Wenn Unsicherheit besteht, ob ein Kind zu den Betreuungsberechtigten gehört, sollen sich Eltern am Montag zur Klärung an Ihre Betreuungseinrichtung wenden.

Schüttorfer melden sich in Betreuungseinrichtungen

Die Samtgemeinde Schüttorf hat nach Angaben von Daniela Noll, Projektmanagerin für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur, aktuell kein eigenes Bürgertelefon zum Thema Notfallbetreuung eingerichtet: „Wir bitten Eltern, sich direkt bei den Betreuungseinrichtungen zu informieren“.

Uelsen und Neuenhaus

Die Samtgemeinde Neuenhaus sowie die Samtgemeinde Uelsen verweisen auf ihrer Homepage bei Fragen rund um das Thema Coronavirus auf das Bürgertelefon des Gesundheitsamtes unter der Rufnummer 05921/963333.

Zwei Nummern in Wietmarschen

Eltern aus der Gemeinde Wietmarschen können sich laut Bürgermeister Manfred Wellen bei Fragen an folgende Rufnummern wenden: 05908/934011 (Schüler der Oberschule) und 05908/939916 (alle anderen Schulen).

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