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30.09.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Rotknie-Vogelspinne Thekla mag ein ruhiges Leben im Tierpark

Im Tierpark Nordhorn gibt es eine neue Bewohnerin: Die Rede ist von der jungen Rotknie-Vogelspinne „Thekla“. Sie wohnt nun im unteren Terrarium der Zooschule. Die GN-Kinderredaktion stellt Thekla vor.

Die Rotknie-Vogelspinne Thekla lebt seit Kurzem im Tierpark Nordhorn.Foto: Frieling

Die Rotknie-Vogelspinne Thekla lebt seit Kurzem im Tierpark Nordhorn. Foto: Frieling

Von Heike Weber

Nordhorn Die Tierpfleger haben mit Spannung darauf gewartet. Einige andere Zoomitarbeiter dagegen bibbern vor Angst und hatten gehofft, dass sie doch nicht kommt. Von wem hier die Rede ist? Von Thekla, der Neuen im unteren Terrarium der Zooschule. Hier hatten zuvor die Achatschnecken ihr Zuhause. Die sind jetzt umgezogen in das Terrarienhaus gegenüber von den Seehunden.

Und Thekla? Nun, Thekla ist eine Rotknie-Vogelspinne. Ursprünglich kommt diese Spinnenart aus Mexiko. Sie wurden früher häufig dort gefangen und dann im Ausland verkauft. Um das zu verhindern sind die Rotknie-Vogelspinnen seit 1985 streng geschützt (Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen). Man darf nur noch Tiere mit speziellen Papieren (Herkunftsnachweis) kaufen, die in Europa gezüchtet wurden. Thekla zum Beispiel ist 2018 aus ihrem Ei geschlüpft. Sie ist noch klein und im Wachstum. Ausgewachsen können Rotknie-Vogelspinnen 15 Gramm schwer und bis zu acht Zentimeter groß werden. Neben Insekten fressen sie auch kleine Echsen oder Nagetiere – aber keine Menschen!

Und warum haben dann so viele Menschen Angst vor Vogelspinnen? Bei den meisten ist es gar keine Angst, sondern eingeredeter Ekel. Rotknie-Vogelspinnen zum Beispiel sind meist recht ruhig. Man kann trainierte Tiere sogar auf die Hand nehmen. Fühlt sich eine Spinne jedoch bedroht, dann schleudert sie dem Angreifer ihre Brennhaare entgegen. Und die verursachen Juckreiz und Entzündungen der Haut. Beißen können diese Spinnen auch. Der Biss ist zwar schmerzhaft, wie bei einem Bienen- oder Wespenstich, aber harmlos – sofern man nicht allergisch ist. Geht man also ruhig und vorsichtig mit den Rotknie-Vogelspinnen um, passiert nichts. Man braucht keine Angst zu haben. Ganz sicher ist es, sie durch die Glasscheibe des Terrariums anzuschauen. Ihre rot-schwarz gestreiften Beine sind doch wunderschön! Findest du nicht?

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