Grafschafter Nachrichten
14.07.2021

Polizei warnt vor Betrugsmasche über Messenger-Dienste

Polizei warnt vor Betrugsmasche über Messenger-Dienste

Hinter harmlosen Nachrichten könnte sich eine Betrugsmasche verbergen. Foto: Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim

Emsland/Grafschaft Bentheim „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer“ - eine zunächst unscheinbare Nachricht, jedoch könnte sich eine Betrugsmasche dahinter verbergen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu falschen Nachrichten über Messenger-Dienste wie beispielsweise „WhatsApp“. Dabei geben sich sie die Täter oftmals als Tochter bzw. Sohn des Opfers aus und suggerieren ihnen in einer harmlosen wirkenden Nachricht, dass diese eine neue Handynummer hätten. Im Anschluss folgen dann meist unverfängliche Fragen wie beispielsweise „Wie geht’s?“ und „Bist Du zuhause?“. Letztendlich täuschen die Täter eine falsche Notsituation vor, bei der die Opfer gebeten werden eine Überweisung für das vermeidliche Kind zu übernehmen.

Angeblich würde das Online-Banking mit der neuen Handynummer noch nicht funktioniere. „Mit dieser oder ähnlich fingierten Geschichten gelingt es Betrügern, über den Messenger Geld von besorgten Eltern zu erlangen“, erklärt Polizeihauptkommissar Dieter Rothlübbers vom Präventionsteam der Polizei in Lingen. Die Täter nennen dann meist ein im Ausland befindliches Konto, auf das die Opfer häufig nur kleinere Beträge im dreistelligen Bereich überweisen sollen. Womit sich die Betrugsmasche nur schwer erkennen lässt. Eine Rückerstattung ist in den meisten Fällen nicht möglich, da man die Überweisung selbst veranlasst hat.

Damit die Betrüger kein leichtes Spiel haben, empfiehlt die Polizei:

Wenn es doch zum Betrug gekommen ist wenden Sie sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle.

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