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26.10.2018, 16:09 Uhr

Pflegekompetenzzentrum soll Versorgung im Kreis verbessern

Die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland sind Modellregion für ein erstes regionales Pflegekompetenzzentrum, dessen Konzept der Innovationsfonds der DAK-Gesundheit mit zehn Millionen Euro fördert. Die Zentren sollen die Pflege optimieren.

Pflegekompetenzzentrum soll Versorgung im Kreis verbessern

Regionale Pflegekompetenzzentren koordinieren alle an der Pflege beteiligten Akteure, um Pflegebedürftige optimal und auf ihre individuelle Situation zugeschnitten zu versorgen. Foto: dpa

Nordhorn/Hamburg Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland. Es soll dort die Zusammenarbeit aller Akteure der Pflege unterstützen und durch ein gezieltes „Case Management“ die Situation für Pflegebedürftige und deren Angehörige vor Ort verbessern.

Die DAK-Gesundheit ist Konsortialführerin des Projekts. Konsortialpartner sind die Gesundheitsregion Euregio, die Universität Osnabrück und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar. Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche Kooperationspartner. Der Innovationsfonds wurde 2016 von der Bundesregierung geschaffen, um neue Versorgungsformen und Forschungsprojekte zu fördern.

„Die Förderung des regionalen Pflegekompetenzzentrums ist ein wichtiger Schritt zu einer besseren Versorgung vor Ort“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit: „Gerade in ländlichen Regionen ist es wichtig, dass die vielen Akteure der Pflege, von der Beratung über Pflegedienste bis zur stationären Versorgung, reibungslos ineinandergreifen. Unser Konzept hilft dabei.“

Regionale Pflegekompetenzzentren sind Organisationen des „Case Managements“: Sie koordinieren alle an der Pflege beteiligten Akteure, um Pflegebedürftige optimal und auf ihre individuelle Situation zugeschnitten zu versorgen. Als regionale Zentren können Krankenhäuser genutzt werden, die von der Schließung bedroht sind. In Nordhorn wurde ein Teil des ehemaligen Marien-Krankenhauses unlängst in ein Pflegeheim umgewandelt. „Deshalb haben wir dort die idealen Voraussetzungen, um unser Konzept schnell in die Praxis umzusetzen“, sagt Storm.

Um die Versorgung zu verbessern, sollen auch digitale Anwendungen eingesetzt werden. „Wir können dort zum Beispiel unsere elektronische Gesundheitsakte ,Vivy‘ einsetzen, die den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Ärzten und Patienten erleichtert“, sagt Storm.

Denkbar sei auch, mit digitaler Hilfe die Arbeit von Pflegekräften zu erleichtern oder Angehörigen dabei zu helfen, die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder zu organisieren. „Im regionalen Pflegekompetenzzentrum wollen wir mit technischen Innovationen vorangehen“, so Storm.

Mit dem Förderzuschlag des Innovationsfonds können jetzt die nächsten Schritte geplant werden. „Ich freue mich sehr, dass unser gemeinsames Projekt jetzt starten kann“, sagt der Geschäftsführer der Gesundheitsregion Euregio, Thomas Nerlinger. „Ich bin mir sicher: Das regionale Pflegekompetenzzentrum wird die Lebensqualität für die Menschen in unserer Region verbessern.“

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