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20.12.2018, 17:29 Uhr

Nordhorn und Schüttorf arbeiten gemeinsam am Breitbandausbau

Unter Federführung des Landkreises Grafschaft Bentheim arbeiten die Stadt Nordhorn und die Samtgemeinde Schüttorf intensiv am Ausbau schneller Internetanschlüsse. Ein entsprechender Fördermittelantrag beim Bund wurde im Dezember gestellt.

Nordhorn und Schüttorf arbeiten gemeinsam am Breitbandausbau

Der Ausbau des Breitbandnetzes in Nordhorn und Schüttorf soll verstärkt vorangetrieben werden. Symbolbild: privat

Nordhorn/Schüttorf Ziel ist es, möglichst kurzfristig schnelles Internet in allen bislang unterversorgten Haushalten zu erreichen. Bei einem Arbeitsgespräch im Nordhorner Rathaus wurden nun die weiteren Schritte diskutiert. Nordhorn und Schüttorf setzen bei ihren Bemühungen um schnelles Internet auf die 2016 gegründete kommunale „Breitband Grafschaft Bentheim GmbH & Co. KG“. „Diese setzt aktuell bereits den Breitbandausbau in der Niedergrafschaft um. Angedacht ist, die Gesellschaft durch die Kommunen Nordhorn und Schüttorf beziehungsweise die Stadtwerke Schüttorf - Emsbüren zu erweitern“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Partner rechnen mit einem Projektvolumen von rund 50 Millionen Euro. „Das sind Investitionen, die gut vorbereitet sein müssen. Die Fördermittel von Land und Bund sind für die Umsetzung unerlässlich“, sind sich Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling und Schüttorfs Erster Samtgemeinderat Gerhard Verwold einig.

Problem an verschiedenen Stellen angehen

Um das Projekt zügig voranzutreiben, arbeiten die Verwaltungen parallel an mehreren Punkten. Während die Fördermittelanträge beim Bund bearbeitet werden, wird vor Ort der genaue Bedarf ermittelt. In einem Markterkundungsverfahren wurden bislang rund 2.000 unterversorgte Adressen in Nordhorn sowie weitere rund 1.500 in Schüttorf identifiziert. Damit tatsächlich alle Haushalte erfasst werden, soll noch vor Ostern eine Abfrage bei den Bürgerinnen und Bürgern erfolgen. „Wir mussten feststellen, dass die Versorgungskarten der Telekommunikationsunternehmen nicht immer präzise sind“, erläutert Nordhorns Wirtschaftsförderer Ingo Niehaus.

Nur weil ein Straßenzug laut Karte der Netzbetreiber mit einer Leitung über 30 Mbit angeschlossen sei, müsse das noch nicht der Realität in den einzelnen Haushalten entsprechen, führte Kreisrat Dr. Michael Kiehl weiter aus: „Wir brauchen genaue Informationen, denn wir wollen nicht nur bestimmten Teilen des Stadtgebiets besseres Internet anbieten, sondern möglichst allen unterversorgten Haushalten.“ Auch für Schulen, Gewerbegebiete und ländlich gelegene Betriebe wurden Fördermittel beantragt.

Nordhorn und Schüttorf arbeiten gemeinsam am Breitbandausbau

An dem Arbeitsgespräch im Nordhorner Rathaus nahmen teil (von links): Hartmut Klokkers, Geschäftsführer der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren, Nordhorns Wirtschaftsförderer Ingo Niehaus sowie Bürgermeister Thomas Berling, der Geschäftsführer der Breitbandgesellschaft Grafschaft Bentheim Hermann Hans, Schüttorfs Erster Samtgemeinderat Gerhard Verwold, Kreisrat Dr. Michael Kiehl sowie Andreas Conrads von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Foto: privat

In den kommenden Monaten sollen die für das Projekt notwendigen Ausschreibungen erfolgen. Dazu gehört unter anderem die Auswahl eines geeigneten Netzbetreibers. Hier hat der Bund inzwischen nachgebessert und die Verfahren deutlich verschlankt. Das wirkt sich positiv auf die Zeitschiene aus: „Zeit ist ein entscheidender Faktor, denn das Breitbandinternet ist zum einen für die Lebensqualität, zum anderen aber auch für die Produktivität von Wirtschaftsunternehmen ein entscheidender Faktor“, so Berling und Verwold.

Für die tatsächliche Umsetzung des Ausbaus ist eine entsprechende Abschlussquote notwendig. Das heißt, dass die in Frage kommenden Haushalte das Angebot auch mittragen und einen entsprechenden Versorgungsvertrag unterzeichnen müssen: „Hier sind die Ortsbürgermeister, die Lokalpolitik, die Nachbarschaften und die weiteren örtlichen Multiplikatoren gefordert, damit die notwendige Zahl an Unterschiften auch erreicht wird“, so Verwold und Berling. Daher solle im kommenden Jahr ordentlich die Werbetrommel für das geplante Glasfaserprojekt gerührt werden.

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