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10.03.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Niedersachsen verbietet Schulfahrten in Risikogebiete

Klare Ansage aus dem Kultusministerium: Schulfahrten nach Italien sind wegen der Corona-Epidemie ab sofort verboten. Doch was, wenn es beim Stornieren Probleme gibt? Dafür hat das Land bereits eine Idee.

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild

Von dpa

Hannover Niedersachsen hat wegen der Corona-Epidemie alle Schulfahrten nach Italien und in alle anderen Risikogebiete weltweit verboten. Eine entsprechende Verfügung ging am Dienstag an alle rund 3000 Schulen, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) mitteilte. „Um den Gesundheitsschutz der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und der Begleiterinnen und Begleiter möglichst hochzuhalten, müssen Schulfahrten in Risikogebiete definitiv unterbleiben.“ Außer Italien geht es um den Iran und betroffene Gebiete in China und Südkorea. Nach wie vor sollten Schulen zunächst versuchen, Reisen zu verschieben.

Für Schulen, bei denen die Verschiebung einer Klassenfahrt beim Reiseveranstalter nicht möglich ist, prüfe das Ministerium die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Die Frage sei, um wie viele Reisen es am Ende geht und welche Summen möglicherweise ersetzt werden müssten. „Ich halte es in der jetzigen Situation für sinnvoll, Planungen für Fahrten aufzuschieben“, sagte Tonne.

Trotz einzelner Schulausfälle im Zusammenhang mit der Krankheit sieht der Minister aktuell keinen Anlass für flächendeckende Schulschließungen. „Ich halte es derzeit nicht für angemessen, alle Schulen für zwei Wochen zu schließen“, sagte Tonne. Bislang hätten die Schulen umsichtig auf die Corona-Epidemie reagiert, sagte der Minister. „Die Schulleitungen reagieren sehr besonnen.“ Es sei ganz wichtig, das örtlich zuständige Gesundheitsamt zu informieren, das sich dann um den Einzelfall kümmere. „Generell gilt: Die Gesundheit der Schüler hat Vorrang vor dem Besuch des Unterrichts.“

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