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20.12.2019, 16:17 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Neuer Rekord für den Artenschutz

Ein Rekord-Erfolg für den Artenschutz: Die „Zootier des Jahres“-Kampagne 2019 konnte erstmals mehr als 115.000 Euro erbringen. Im Nordhorner Tierpark ist man „überwältigt“ von dieser Summe.

Gelbwangenschopfgibbons in Vietnam.

Gelbwangenschopfgibbons in Vietnam.

Nordhorn „Wir sind überwältigt, dass die diesjährige Kampagne diese unglaubliche Summe erbracht hat“, sagen der Nordhorner Zoodirektor und Ideengeber der Kampagne Dr. Nils Kramer und sein Kollege Dr. Sven Hammer, stellvertretender Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz. Die „Zootier des Jahres“-Kampagne 2019 konnte erstmals mehr als 115.000 Euro erbringen. „Es ist die mit Abstand höchste Summe, die wir seit Beginn unserer Kampagnen im Jahr 2016 erreichen konnten.“ Die gesammelten Mittel können nun in effektive Schutzmaßnahmen für die hoch bedrohten Gibbons in Laos und Vietnam fließen.

Der Tierpark Nordhorn beziehungsweise sein Direktor war nicht nur Initiator der deutschlandweiten Zookampagne zum Schutz bedrohter Tiere, sondern der Tierpark beteiligt sich seit seiner Gründung sehr aktiv an der Kampagne mit Geld und Personal. So wurde das allererste „Zootier des Jahres“, der Leopard, auch im Tierpark Nordhorn ausgerufen. Seitdem gibt es jedes Jahr eine Kampagne zum Schutz eines „Zootiers des Jahres“ – in diesem Jahr der bedrohte Gibbon.

In Asien werden Gibbons gewildert, um ihr Fleisch als exotisches „Bush Meat“ zu verkaufen. Dieses Fleisch wird unter anderem auch exportiert, zum Beispiel nach Korea, wo es in Restaurants angeboten wird. Der Verzehr von Affenfleisch gilt leider auch bei der neuen aufstrebenden Mittelschicht des modernen Vietnams als schick. Darüber hinaus werden junge Gibbons in den touristisch geprägten Teilen Asiens als Motive für Fotos angeboten. Auf diese Weise bringt der illegale Handel mit den selten gewordenen Tieren viel Geld ein. „Ehemals war der Lebensraumverlust die größte Bedrohung für die Gibbons, doch mittlerweile gilt die Wilderei als Hauptgrund für den Rückgang der Gibbonbestände“, erklärt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“-Artenschutzkampagne.

Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf den gesammelten Spenden. Mit ihnen wird Ausrüstung angeschafft, die für die Projektarbeit der Ranger, die die Gibbons vor Ort bewachen und beschützen, unerlässlich ist. Dazu gehören unter anderem Kameras, Ferngläser, Kletterausrüstung und GPS-Geräte für die Feldarbeit. Des Weiteren werden Geländemotorräder finanziert. Da es in der Gegend keinen verlässlichen Handyempfang gibt, stellt die Kampagne zudem Sattelitentelefone zur Verfügung. .Als Verantwortliche vor Ort erfassen die Ranger zum einen die Bestände der Gibbons und verfolgen zum anderen gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Wilderer.

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