26.09.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

„Mentor“ sucht weitere Leselernhelfer

Der Verein „Mentor – die Leselernhelfer“ sucht weitere Ehrenamtliche, die Kinder beim Lesen und Lesenlernen unterstützen wollen. Neuerdings weisen Schilder aus Plexiglas an Schuleingängen auf das Mentor-Angebot hin.

Ein neues Schild macht an der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Nordhorn auf das Mentor-Angebot aufmerksam, berichten (von links) Margitta Schröder und Inge Lange (beide Mentor) sowie Schulleiterin Brigitta Kaiser. Foto: Berends

Ein neues Schild macht an der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Nordhorn auf das Mentor-Angebot aufmerksam, berichten (von links) Margitta Schröder und Inge Lange (beide Mentor) sowie Schulleiterin Brigitta Kaiser. Foto: Berends

Nordhorn „Nach den Sommerferien haben uns 20 Mentoren verlassen, wir brauchen wieder dringend Nachwuchs“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Inge Lange aus Nordhorn. Derzeit sind im Landkreis 230 Mentoren an 32 Grundschulen sowie sechs Oberschulen tätig.

In den kommenden Wochen verteilt der Verein an allen Schulen, an denen Mentoren im Einsatz sind, Schilder aus Plexiglas. Sie sollen Schüler, aber auch Eltern auf das Angebot der Leselernhelfer hinweisen. Die erste Schule, an der vor einigen Tagen ein Mentor-Schild befestigt wurde, ist die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) in Nordhorn. Hier sind seit vielen Jahren Mentoren im Einsatz.

Zu ihnen gehört Margitta Schröder, die auch stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist. „Wir helfen der nächsten Generation dabei, Lesen zu lernen. Das ist im Prinzip ein Generationenprojekt“, erläutert sie. Die Mentoren leisteten eine wertvolle Arbeit, die den Kindern nicht nur etwas Grundlegendes vermittle, sondern ihnen auch eine neue Welt eröffne, betont Brigitta Kaiser, Leiterin der EMA-Schule: „Die Kinder genießen es, mal eine Stunde lang jemanden nur für sich zu haben. Das ist im normalen Unterricht oft gar nicht möglich.“

Inge Lange weist darauf hin, dass sich der Zeitaufwand für Mentoren in Grenzen halte: „Es geht im Grunde genommen darum, sich eine Stunde pro Woche zu engagieren.“ Die Leseförderung findet in der Schule statt – aber außerhalb des regulären Unterrichts, zum Beispiel in einer Betreuungsstunde. Eine gewisse Verlässlichkeit ist erforderlich. „Es ist aber natürlich möglich, sich zum Beispiel wegen eines Urlaubs abzumelden.“

Wer Interesse an einer Tätigkeit als Leselernhelfer hat, kann sich bei Inge Lange unter Telefon 05921 7272433 oder Telefon 0160 93413299 sowie per Mail an info@mentor-grafschaft-bentheim.de melden. Eine pädagogische Ausbildung ist keine Voraussetzung. Unterstützung erhalten die Mentoren durch Fortbildungen und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch.

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