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Leuchtender Appell für Europas Zukunft

Video-Projektionen in Nordhorn und Neuenhaus

Unser geeintes Europa ist das größte Friedens- und Wohlstandsprojekt der Welt“, sagt Gerhard List aus tiefster Überzeugung: „Wir dürfen es nicht den Populisten überlassen.“ Die Sorge, dass bei der bevorstehenden Europawahl am 26. Mai viele Bürger darauf verzichten, ihre Stimme abzugeben – sei es aus Gleichgültigkeit, sei es aus Verärgerung über vermeintliche oder tatsächliche Missstände in der Union – treibt den Nordhorner Unternehmer um. Er will seinen Beitrag dazu leisten, dass möglichst viele in seiner Heimat und darüber hinaus ihr Wahlrecht wahrnehmen. Und es ist ihm gelungen, gemeinsam mit einem wachsenden Unterstützerkreis eine ungewöhnliche und wohl einzigartige Aktion auf die Beine zu stellen.

Am Freitag, 17. Mai, werden die Türme der reformierten Kirchen an den Marktplätzen in Nordhorn und Neuenhaus die Farben Europas tragen. Gerhard List und weitere Bürger haben auf eigene Kosten eine professionelle Video-Projektion erstellen lassen, die von Freitag an bis zum Wahltag jeweils von Sonnenuntergang bis zum späten Abend auf den Mauern der Kirchen erstrahlt. Die zentrale Botschaft des rund fünf Minuten langen Films, der sich regelmäßig wiederholt: Europa steht für Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand – und hat nur eine Zukunft, wenn die Bürger sich dafür engagieren.

Europa erstrahlt in Nordhorn...

... und in Neuenhaus.

Programmiert worden ist die Projektion von der Firma TNL des Bielefelders Matthias Strobl. Seit 20 Jahren ist das Unternehmen darauf spezialisiert, virtuelle Realitäten und multimediale Installationen auf den Oberflächen von Gebäuden erscheinen zu lassen. Ein spezieller Projektor lässt Filmszenen, Grafiken und Animationen mit den Oberflächen und Farben der Gebäude verschmelzen und erzeugt auf diese Weise eine einzigartige dreidimensionale Wirkung.

Das Drehbuch des Films ist in enger Zusammenarbeit mit einem Unterstützerkreis rund um Gerhard List entstanden und thematisiert auch die Grenzlage der Grafschaft – zum Beispiel mit Fotografien aus dem GN-Archiv. Dabei betonen alle ideellen und finanziellen Unterstützer, dass sie überparteilich für Europa werben wollen. Der Film gipfelt in dem Aufruf, am 26. Mai wählen zu gehen.

Der Grafschaft geht es nur deshalb so gut, weil die Grenzen offen sind.
Gerhard List

Auf der Suche nach Mitstreitern ist List schnell fündig geworden. So hatten sich beispielsweise Heinrich Lindschulte und Bernd Voshaar in Neuenhaus ebenfalls bereits Gedanken gemacht, wie sie für die Europawahl werben könnten. Sie schlossen sich spontan der Nordhorner Idee an und ermöglichten es, dass dieselbe Projektion nun auch dort gezeigt wird.

Den Auftakt am Freitag machen zwei öffentliche Veranstaltungen mit Musik und kurzen Redebeiträgen, Speisen und Getränken auf den Marktplätzen in Nordhorn und Neuenhaus. Höhepunkt wird an beiden Orten kurz nach Sonnenuntergang die Premiere der Fassaden-Projektion „Grafschafter für Europa“ sein.

Auftakt am 17. Mai

Die Projektion „Grafschafter für Europa“ wird vom 17. bis 26. Mai jeden Abend von 21.45 bis 22.30 Uhr, freitags und samstags sogar bis Mitternacht, auf den Türmen der reformierten Kirchen am Markt in Nordhorn und Neuenhaus zu sehen sein. Der fünfminütige Film wird in halbstündigen Abständen wiederholt. Premiere feiert die Aktion am Freitag, 17. Mai, bei Auftaktveranstaltungen in beiden Städten.

In Nordhorn beginnt das Programm am Freitag, 17. Mai, um 18.30 Uhr. Für musikalische Unterhaltung sorgen Inge Tibben, die gemeinsam mit einem Pianisten französische Lieder vorträgt, Saxofonist Eddy Sieckmann sowie Ronja Maltzahn mit italienischen und spanischen Liedern. Hauptredner ist Christoph Almering. Der Geschäftsführer der EUREGIO spricht gegen 20 Uhr zum Thema „Vom Rand in die Mitte – Darum ist Europa vor unserer Haustür so wichtig“. Im Anschluss an die Videopremiere gegen 21.40 Uhr geht das Programm noch bis 23 Uhr weiter. Örtliche Gastronomen bieten Speisen und Getränke an.

In Neuenhaus geht es am Freitag, 17. Mai, um 19.30 Uhr los mit „Tobias Bako & Friends“, die den ganzen Abend über für musikalische Unterhaltung sorgen werden. Gegen 20.00 Uhr spricht Gerhard Herrenbrück über die „Zweite Heimat Europa“. Schülerinnen und Schüler der Europaschule Lise-Meitner-Gymnasium tragen zum Thema „Junge Menschen für Europa“ vor. Auch nach der Videopremiere gegen 21.40 Uhr geht das kleine Fest weiter: Bis 23.30 Uhr sorgen die anliegenden Gastronomen für internationale Leckereien und sommerliche Getränke. Die Veranstalter wollen allen Gästen „Zeit für gute Gespräche bei guter Musik“ bieten.

Dankbar sind die Initiatoren allen Unterstützern, die unter anderem die Finanzierung sicherstellen. Ihr besonderer Dank gilt den Kirchengemeinden, die sich damit einverstanden erklärt haben, dass die Kirchtürme als Projektionsflächen genutzt werden, und den Verwaltungen der Städte, die unbürokratisch alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben.

„Mit Blick auf unsere Geschichte ist Europa ein fantastisches Gebilde“, begründet der Neuenhauser Heinrich Lindschulte sein Engagement. „Ich lebe seit 70 Jahren in Frieden. Das ist nicht selbstverständlich, das ist einzigartig. Meine einzige Zuversicht, dass es auch in Zukunft nicht zum Krieg kommt, heißt Europa!“

Gerhard List wendet sich insbesondere auch an diejenigen, die Kritik an der EU üben: „Europa ist komplex. Wir alle wissen doch gar nicht im Detail, wie stark Europa unseren Alltag prägt“, räumt er ein. Aber klar sei, dass die EU viel mehr sei als einzelne umstrittene Verordnungen. „Wir alle sind Europa, wir alle sollten wählen gehen“, sagt der Nordhorner. Denn: „Der Grafschaft geht es nur deshalb so gut, weil die Grenzen offen sind.“

Die Türme der reformierten Kirchen an den Marktplätzen in Nordhorn und Neuenhaus erstrahlen seit dem Freitagabend in den Farben Europas. Mit der Aktion sollen die Grafschafter dazu aufgerufen werden, am 26. Mai an der Europawahl teilzunehmen.