20.05.2020, 16:26 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Landrat wendet sich in Brief an Grafschafter Jugendliche

In einem offenen Brief wendet sich der Landrat Uwe Fietzek an die Jugend in der Grafschaft. Darin appelliert er an die Jugendlichen sich weiter an die Beschränkungen im Rahmen der Coronapandemie einzuhalten, verspricht aber auch sich für sie einzusetzen.

Uwe Fietzek, Landrat der Grafschaft Bentheim, wendet sich in einem Brief an die Jugendlichen. Archivfoto: Hille

Uwe Fietzek, Landrat der Grafschaft Bentheim, wendet sich in einem Brief an die Jugendlichen. Archivfoto: Hille

Nordhorn Einen ungewöhnlichen Schritt ist am Dienstag Landrat Uwe Fietzek gegangen. Er hat sich in einem offenen Brief an die Grafschafter Jugend gewandt. Darin beteuert er, dass er verstehe, wie schwer die Einschnitte gerade im Leben der Jugendlichen aufgrund der Corona-Beschränkungen wiegen. „Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen zur Minimierung des physischen Kontaktes waren und sind sinnvoll und notwendig. Leider führen sie auch zu einem Verlust sozialer Nähe und sie beschränken Eure notwendigen Freiräume für gemeinsames Handeln und Lernen.“ Er als Landrat setze sich dafür ein, dass im Rahmen der momentanen Lockerungen die „Jugendeinrichtungen, Vereinsangebote und Sportstätten schnellstmöglich zur Verfügung stehen und dass Ihr, wenn auch mit Abstand, Eure Freundinnen und Freunde treffen könnt, ob in der Freizeit oder in der Schule.“

Jugend „solidarisch und verantwortungsvoll“

Fietzek lobt das bisherige Verhalten der Jugendlichen: „Vereinzelt ist von Euch als ,die Jugend‘ in den vergangenen Wochen das Bild von Unvernunft und Sorglosigkeit gezeichnet worden. Ich empfinde das als falsch und verzerrt. Ich erlebe Euch, die Jugend, als solidarisch und verantwortungsvoll.“ Er nennt beispielsweise den Einsatz der jungen Grafschafter, die oftmals in ihren Ehrenämtern Hilfe leisten würden. Diese reichen von der direkten Nachbarschaftshilfe über Einsatz im Gesundheitswesen bei der Bekämpfung des Coronavirus bis hin zu den Hunderten Jugendleitern, die auch jetzt für ihre Gruppen da seien.

Jugend hat gezeigt, was das Internet kann

Offen geht Fietzek damit um, dass die Veranstaltungen für Jugendliche – und auch der Schulunterricht – bis auf Weiteres nicht auf die gewohnte Art stattfinden können. „Ihr werdet Eure Freundinnen, Freunde, Cliquen, Klassenkameradinnen und Klassenkameraden noch länger nicht wie üblich treffen können.“ Fietzek ermutigt sie jedoch, weiterhin das Internet zu nutzen. Im Netz, so der Landrat, hätten die Jugendlichen „Erwachsenen in kürzester Zeit deutlich gezeigt, was digital alles möglich ist.“ Ein Beispiel dafür seien auch die zahlreichen digitalen Angebote von Jugendhäusern, Gruppen und Vereinen.

Angebote mit Abstandsregeln sollen für Abwechslung sorgen

Eine kleine Perspektive gibt Fietzek: „Einige Angebote der Vereine, Jugendhäuser und Kirchengemeinden finden unter Beachtung der Abstandsregeln schon wieder statt oder sind geplant. Ferienpassangebote in den Städten und Gemeinden sollen nach Möglichkeit bestehen bleiben oder umgestaltet werden, sodass es auch hier Abwechslung in den Ferien geben wird.“

Zum Abschluss seines Briefes bittet Fietzek die Jugendlichen, ihn bei Fragen zu kontaktieren. „Zögert nicht, Ihr erreicht mich unter landrat@grafschaft.de“.

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