Landrat appelliert zu Ostern: Mit Abstand zusammenstehen

„Wir erleben ein Ostern, wie wir es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie erlebt haben“: Mit Blick auf die Feiertage wendet sich Uwe Fietzek via GN-Online an die Grafschafter Bevölkerung. Klare Botschaft: „Halten Sie sich weiter an die Regeln!“

Knapp zwei Wochen nach seiner Rede im Kreistag zu den Auswirkungen der Corona-Krise nimmt Landrat Uwe Fietzek mit Blick auf Ostern erneut Stellung. In einer etwa siebenminütigen Ansprache an die Grafschafter, die am Dienstag von GN-Online-Reporter Henrik Hille aufgezeichnet wurde und in voller Länge hier in diesem Artikel zu sehen ist, bleibt der Verwaltungschef weitgehend bei seiner Haltung: „Wir sind noch nicht durch das Tal hindurch“, sagte er. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime bereiteten sich weiterhin auf eine schlimmere Lage vor.

Landrat Uwe Fietzek bei seiner Ansprache im Kreishaus. Foto: Hille

Landrat Uwe Fietzek bei seiner Ansprache im Kreishaus. Foto: Hille

Offenbar darüber besorgt, dass die Festtage zu einer Missachtung der Kontaktbeschränkungen führen könnten, appellierte er an die Bevölkerung: „Halten Sie sich weiterhin an die Regeln – auch wenn es vielleicht dem einen oder anderen zunehmend schwerer fällt.“ Die Möglichkeiten der Übertragung des Virus könnten nur vermieden oder reduziert werden, wenn man auf soziale Nähe verzichte. Dies betreffe beispielsweise das Verbot von Gruppenausflügen und Osterfeuern, aber auch möglichst den Verzicht auf „Ausflüge über die Grenze in unser Nachbarland“.

Fietzek verteidigte „starke Einschränkungen“ im Lebens- und Berufsalltag der Bürger ausdrücklich, auch wenn die von Bund und Land verhängten Restriktionen sich negativ auf Wirtschaft, Kultur und Soziales auswirkten. Insofern werde die Grafschaft ein Ostern erleben wie nie zuvor.

Seien Sie achtsam für sich und für andere. Nur auf diese Weise kommen wir gemeinsam durch das Tal.
Landrat Uwe Fietzek

Der Landrat nutzte die Gelegenheit, um sich ausdrücklich bei allen zu bedanken, die sich einbringen, sich anbieten und helfen wollen: „Das berührt mich ungemein“, sagte der Verwaltungschef, und hob besonders die Unterstützung vieler Grafschafter „für ältere, alleinstehende oder kranke Nachbarn“ hervor. Solidarität sei das beste Rezept zur Bewältigung dieser Krise. Seinen Mitarbeitern im Kreishaus stellte Fietzek ebenfalls ein gutes Zeugnis aus – von der „unermüdlich tagenden“ Corona-Taskforce bis hin zum Service- und Sorgentelefon.

„Seien Sie achtsam für sich und für andere. Nur auf diese Weise kommen wir gemeinsam durch das Tal“, sagte Fietzek abschließend. Und: „Stehen Sie zusammen – mit Anstand und mit Abstand!“

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