Grafschafter Nachrichten
16.04.2021

Landkreis verschärft Corona-Regeln für Grafschaft

Landkreis verschärft Corona-Regeln für Grafschaft

Die Corona-Notbremse hat die Kreisverwaltung am Freitag für die Grafschaft Bentheim gezogen. Ab Montag, 19. April, gelten wieder verschärfte Corona-Regelungen. Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa

Grafschaft Der Landkreis Grafschaft Bentheim verschärft aufgrund des Infektionsgeschehens die aktuellen Corona-Regeln. Wie die Kreisverwaltung am Freitagvormittag mitteilt, wird zudem eine Allgemeinverfügung erlassen, die vor allem Schulen und Kitas betrifft. Die neuen Regeln treten ab Montag in Kraft. „Wir haben das Infektionsgeschehen genauer betrachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, die Grafschaft zur Hochinzidenzkommune auszurufen, da nicht damit gerechnet werden kann, dass der Inzidenzwert in den kommenden Tagen deutlich sinken wird“, wird Landrat Uwe Fietzek zitiert. „Parallel hierzu wird eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Betrieb in Kitas und Schulen einschränkt. Die damit verbundenen Maßnahmen gelten ab kommendem Montag.“

Am Freitag hat die Grafschaft am vierten Tag in Folge die kritische 100-Marke überschritten. Das Landesgesundheitsamt bezifferte den Sieben-Tage-Inzidenzwert auf 119,6. Am Donnerstag lag dieser Wert bei 128,3, am Mittwoch bei 116,7, am Dienstag bei 100,6.

Die Verschärfung der Maßnahmen wird durch die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vorgegeben. Aus diesem Grund gelten für den Landkreis Grafschaft Bentheim ab Montag, 19. April, die folgenden Regelungen bis auf Weiteres:

Kontaktbeschränkungen:

Ein Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person (zuzüglich der Kinder bis einschließlich sechs Jahren) treffen. Erforderliche Begleitpersonen werden dabei nicht eingerechnet.

Kitas/Großtagespflege:

In der Großtagespflege findet nur noch ein eingeschränkter Betrieb statt. Der Betrieb von Kitas und Kinderhorten ist untersagt (Ausnahme: Notbetreuung in kleinen Gruppen).

Schulen:

Der Schulbesuch an allgemein- und berufsbildenden Schulen ist ab Montag, 19. April, untersagt (Ausnahmen: schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen).

Ausgenommen sind Abschlussjahrgänge (die Klassen 9 und 10 sowie der Sekundarbereich II.), Grundschulen, Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung und Tagesbildungsstätten.

Einzelhandel:

Der Einzelhandel muss wieder schließen, allerdings nur die Geschäfte, die keinen täglichen Bedarf verkaufen. Die Beratung und der Verkauf von jeglicher Ware in den Geschäftsräumen (auch nach vorheriger Terminvereinbarung) sind unzulässig. Möglich bleibt aber die Auslieferung von bestellten Waren oder der Verkauf im Fernabsatz zur Abholung außerhalb der Geschäftsräume. Die Ausweitung der regelmäßigen Randsortimente ist unzulässig.

Einrichtungen:

Einrichtungen des Kultur- und Freizeitangebotes (Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien, Kinos und mehr) werden für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen. Geöffnet bleiben hingegen Bibliotheken, Büchereien, Zoos, Tierparks und tierparkähnliche Einrichtungen (insbesondere botanische Gärten).

Individualsport:

Sportliche Betätigungen sind nur noch zu Zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands möglich. Die Ausnahme für die Sportausübung von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen (bis 14 Jahren) unter freiem Himmel gilt nicht mehr. Es gelten hier die grundsätzlichen Regelungen für Individualsport (das bedeutet: zu zweit oder eigener Hausstand).

Hotels und Beherbergungsbetriebe:

Künftig ist die Versorgung der beherbergten Gäste in Hotels nur auf den Zimmern möglich.

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