20.08.2020, 15:29 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Landkreis sieht sich gut gerüstet für mögliche zweite Welle

Für den Fall, dass sich wieder mehr Grafschafter mit dem Coronavirus nachweislich infizieren, sieht sich der Landkreis gut gerüstet. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Für den Fall, dass sich wieder mehr Grafschafter mit dem Coronavirus nachweislich infizieren, sieht sich der Landkreis gut gerüstet. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Nordhorn Die Grafschafter Kreisverwaltung sieht sich selbst als gut vorbereitet für eine mögliche „zweite Welle“ der Corona-Pandemie. Das geht nun aus einer Pressemitteilung hervor. „Der Pandemie-Stab des Landkreises hat die Atempause genutzt, um zu reflektieren und um einige Weichen neu zu stellen“, erläutert Landrat Uwe Fietzek. Seit Anfang März tagt der Stab im Kreishaus, zur Hochphase war es an sieben Tagen der Woche, nunmehr tritt er wöchentlich und bei besonderem Bedarf zusammen. „Natürlich haben wir uns dabei eine gewisse Routine erarbeitet, aber machen wir uns nichts vor: Wir können rasch wieder in eine weitere Phase von Einschränkungen geraten.“

Nun werde im Kreishaus noch an einigen Stellschrauben gedreht, um die Abläufe weiter zu verbessern. „Ein Beispiel: Wir haben aus der Corona-Koordinierungsgruppe und dem Stab für Außergewöhnliche Ereignisse einen schlagkräftigen Pandemie-Stab gebildet. Das soll Kommunikation und Abstimmung noch glatter laufen lassen“, erklärt Fietzek. Vieles habe sich aus Sicht des Landrats während des Geschehens sehr gut eingespielt, gerade auch im Zusammenwirken mit den Kliniken, der Ärzteschaft, der Polizei und weiteren Einrichtungen und Organisationen.

Bildung eines Pandemie-Netzwerkes

„In zahlreichen Fällen gab es da einen turnusmäßigen Austausch. Den möchten wir nun mit der Bildung eines Pandemie-Netzwerkes in feste Strukturen gießen. Wir sind dabei, verschiedene Arbeitsgruppen für verschiedene Handlungsfelder zu bilden. In einigen Fällen gab es schon Sitzungen“, so Fietzek. Insgesamt handelt es sich um fünf Arbeitsgruppen mit der Beteiligung weiterer Partner außerhalb der Kreisverwaltung. Die Handlungsfelder sind: Ausbruchsmanagement in Einrichtungen (Pflege, Schulen, Kitas), Medizinische Versorgung, Teststrategie, Unternehmen/Wirtschaft und Kinderbetreuung.

In der Arbeitsgruppe Wirtschaft sollen beispielsweise Vertreter aus Wirtschaftsvereinigung, Kreishandwerkerschaft, den Wirtschaftsförderungen, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter, aber auch den Arbeitsmedizinischen Zentren Nordwest unter anderem folgende Fragen behandeln: Wie lässt sich die Kommunikation noch verbessern? Wie lassen sich die Entwicklungen miteinander besprechen? Wie ist es um Fördermöglichkeiten bestellt? Vor allem aber auch: Wie wird bei einem Ausbruchsgeschehen in einem Unternehmen vorgegangen?

„Grundlage unseres Handelns ist nach wie vor der Stufenplan des Landes Niedersachsen. Bei einem regionalen Infektionsgeschehen müssen wir die Situation rasch analysieren und die Lockerungen schrittweise oder auch rigoroser wieder zurückführen“, stellt Landrat Uwe Fietzek klar. „Damit gibt es zwar einen Maßnahmenkatalog. Es wird in den meisten Fällen aber immer eine Einzelfallbetrachtung und -bewertung sein, um der Situation, dem Infektionsschutz wie auch den betroffenen Einrichtungen oder Unternehmen gerecht zu werden.“

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