Grafschafter Nachrichten
31.03.2020

Landkreis gibt Tipps zur häuslichen Quarantäne

Landkreis gibt Tipps zur häuslichen Quarantäne

Der Amtsarzt weist darauf hin, dass manche Menschen ebenso unter dem „social distancing“, dem täglichen Abstandhalten in Coronazeiten, leiden. Symbolfoto: Hausfeld

Etwa 400 Grafschafter dürfen ihr Zuhause gerade nicht verlassen. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das ist eine Ausnahmesituation, die auch zu einer Belastung werden kann. Der Landkreis gibt Tipps, wie diese Zeit überstanden werden kann.

Nordhorn Etwa 400 Grafschafter befinden sich derzeit in „häuslicher Quarantäne“, und diese Zahl wird angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in nächster Zeit voraussichtlich weiter steigen. Bei der durch das Gesundheitsamt angeordneten Maßnahme handelt es sich um eine der einschneidendsten Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten. „Wir wollen damit ganz klar eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Es ist das wichtigste Instrument, mit dem wir verhindern möchten, dass die Kapazitäten der Euregio-Klinik überschritten werden“, so Amtsarzt Dr. Gerd Vogelsang.

Die häusliche Quarantäne wird durch das Gesundheitsamt des Landkreises mit schriftlichem Bescheid verfügt. „Die Basis dafür ist Paragraf 30 des Infektionsschutzgesetzes. Die Quarantänesituation ist eine Schutzmaßnahme, dennoch kann sie auch eine Belastung darstellen. Sie schließt erkrankte oder potenziell erkrankte Personen vom sozialen Leben aus. Das Familienleben läuft nur noch reduziert ab“, das teilt der Landkreis mit.

„Mit zunehmendem Verlauf der Quarantäne droht die Gefahr des Grübelns: Die Gedanken kreisen um die Krankheit, um ihre Auswirkungen und um das körperliche Befinden“, erläutert Dr. Gerd Vogelsang. „Daher ist es wichtig, auf sein psychisches Wohlbefinden zu achten.“ Der Amtsarzt weist darauf hin, dass manche Menschen ebenso unter dem „social distancing“, dem täglichen Abstandhalten in Coronazeiten, leiden.

Das sind Tipps und Hinweise des Landkreises:

Das Gesundheitsamt des Landkreises entscheidet über die Beendigung der Quarantäne. “Es ist kein sogenannter Negativtest erforderlich, auch können beispielsweise Arbeitgeber nicht auf einer ,Gesundschreibung‘ bestehen. Das soziale Leben kann wieder aufgenommen werden, jedoch – und das ist wichtig – unter Beachtung aller bestehenden Vorgaben zu Hygieneverhalten und Kontaktbeschränkung“, heißt es vom Landkreis.

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